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    Bad Königshofen

    Neue Röhrenrutsche an der Frankentherme nimmt Gestalt an

    Weitere Baustelle an der Frankentherme: Anstelle der alten Anlage, die abgerissen wurde, entsteht dort derzeit eine neue Röhrenrutsche samt dazugehörigen Rutschenturm. Foto: Alfred Kordwig

    Bad Königshofen ist um eine weitere Baustelle reicher: Vor wenigen Wochen wurde an der Frankentherme die 20 Jahre alte Außenrutsche samt Treppenturm abgebaut, um sie in den nächsten Monaten durch eine neue Anlage zu ersetzen. Zuständiger Architekt ist Roland Ress von der in Bad Königshofen ansässigen Architektengemeinschaft Roland und Jürgen Ress. Seine Planung sieht anstelle des früheren gläsernen Rutschenturms eine neue Stahlbeton-Konstruktion vor, die wärmegedämmt ausgeführt wird.

    Ostansicht des neuen Rutschenturms, über den der Zugang zum Einstieg in die neue rund 60 Meter lange Röhrenrutsche erfolgen wird (blau markiert der Einstieg, grün markiert der Beginn der Rutsche). Foto: Entwurf: Roland Ress

    Im Inneren befindet sich eine feststehende Treppe, die zum Einstieg führt. Die neue, rund 60 Meter lange  Hightech-Rutsche aus Kunststoff wird ein Unternehmen aus der Schweiz liefern, das sich auf den Bau solcher Anlagen spezialisiert hat. Die neue Rutsche wird vom Turm aus streckenweise wie eine Achterbahn geführt und am Ende in ein noch zu bauendes Landungsbecken führen. „Wir gehen davon aus, dass die Anlage Ende Mai in Betrieb gehen kann“, deutet Roland Ress an, dass die Bauarbeiten in sieben bis acht Monaten abgeschlossen sein könnten.

    Die Therme als Erlebnisbad

    Dann wird die Frankentherme über eine neue Attraktion verfügen, die nach Einschätzung von Kurdirektor Werner Angermüller einer der Garanten dafür sein wird, dass die Therme auch künftig nicht nur für Einzelbesucher und Paare, sondern auch für Familien mit Kindern  attraktiv sein wird. „Wir verstehen uns schließlich als Erlebnisbad“, so Angermüller, der zurzeit eine Fachmesse für Schwimmbadtechnik in Köln besucht.  

    Grundriss der neuen Rutschen-Anlage. Grün markiert der neue Rutschenturm, davor das neue Landungsbecken. Links zu erkennen die Streckenführung der rund 60 Meter langen Röhre. Foto: Entwurf: Roland Ress

    Die Entscheidung der Stadt, die alte Röhrenrutsche durch  eine neue Anlage zu ersetzen, wurde laut Angermüller durch eine erfolgreiche Schadensersatzklage wesentlich erleichtert. Im alten Rutschenturm hätten sich aufgrund eines Konstruktionsfehlers Korrosionsschäden ausgebildet, die sich negativ auf die Statik ausgewirkt hätten. „Zum Abriss und Neubau gab es deshalb keine Alternative“, so der Kurdirektor. Angermüller geht davon aus, dass von den rund 1,25 Millionen Euro Baukosten 60 Prozent mit der geleisteten Schadensersatzzahlung abgedeckt werden können.

    Einweihung im Frühsommer

    Auch die Bauarbeiten am Erweiterungsbau der Therapieabteilung der Frankentherme, die zudem umfassend saniert wird, gehen laut Angermüller planmäßig voran. Dort fand unlängst das Richtfest statt, bei dem ein Scheck vom Freistaat Bayern über 2 741 000 Euro als Zuschuss für die 3,4 Millionen Euro teure Maßnahme überreicht wurde. Der Anbau umfasst 410 Quadratmeter, die Sanierung des Bestands 730 Quadratmeter. Der Kurdirektor kann sich gut vorstellen, beide Baumaßnahmen nach ihrem Abschluss mit einer gemeinsamen Feier einzuweihen. Ob dann auch er die neue Wasserrutsche einmal persönlich ausprobieren wird, lässt Werner Angermüller derzeit noch offen.

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