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    BISCHOFSHEIM

    Neuer Braveheart-Veranstalter vor letzten Hürden?

    Damit die schon angemeldeten Teilnehmer nicht in die Röhre schauen, wäre die Stadt Bischofsheim als Veranstaltungsort be... Foto: Patty Varasano

    Vor zwei Wochen noch hatte Bischofsheims Bürgermeister Georg Seiffert noch gefordert, dass bis zum 29. Januar, feststehen müsse, ob der BraveheartBattle am 10. März stattfindet oder nicht. Letztlich war die Frage bis zur gesetzten Frist zwar nicht ganz geklärt, aber die Stadträte sahen bei ihrer Sitzung am Montagabend, das Projekt auf einem so guten Weg, dass sie von ihrer Seite aus den Weg für den Start freimachten.

    Austragung auf der Kippe

    Die Austragung des Extremlaufs stand auf der Kippe, seit der bisherige Veranstalter, PAS-Team Ldt, mit Sitz in Bad Kissingen, Ende November vorläufige Insolvenz anmelden musste. Man habe sich seither bemüht, so Seiffert, Klarheit für die örtlichen Kooperationspartner, die Gastronomen und Vermieter sowie die bisher schon angemeldeten Läufer zu schaffen.

    Neuer Veranstalter

    Auch wenn die verbleidenden sechs Wochen bis zum geplanten Start sehr knapp sind, sah der Bürgermeister neue Chancen, dass der Braveheart noch stattfinden kann. Vor einigen Tagen sei ein Investor auf die Stadt zugekommen, der das Rennen wie geplant durchführen möchte. Es handle sich, so der Bürgermeister, um einen Unternehmer, der bereits am Braveheart teilgenommen habe und wisse, auf was er sich da einlasse.

    Finale Verhandlungen

    Ob dieser neue Veranstalter, der seinen Namen vor Abschluss der Verhandlungen nicht genannt haben wolle, seine Pläne erfolgreich umsetzen könne, sei allerdings noch nicht ganz klar. Er stehe derzeit in „abschließenden Verhandlungen“ sowohl mit dem Insolvenzverwalter wie auch mit den verschiedenen Kooperationspartnern. Das hätten ihm zum Beispiel Vertreter des Roten Kreuzes bestätigt, zeigte sich der Bürgermeister zuversichtlich.

    Fachbehörden stimmen zu

    Da auch wegen der Kürze der Zeit der bekannte und bewährte Streckenplan aus dem vergangenen Jahr nicht geändert werde, hätten auch Fachbehörden wie die Polizei, Naturschutz oder Wasserwirtschaftsamt bereits Zusagen erteilt.

    Juristische Hürden

    Letztlich, so die Einschätzung des Bürgermeisters, gebe es noch einige juristische Hürden. Er nannte als Beispiel das Recht, den Namen der Veranstaltung nutzen zu können. Entscheidend sei wohl die Frage nach der Nutzung der Zeiterfassungs- und Anmeldeseite im Internet.

    Klarheit bis Anfang nächster Woche

    Alle dieses Fragen, so habe ihm der neue Veranstalter versichert, sollten bis Ende dieser oder Anfang der nächsten Woche geklärt sein. Dann könnten sich auch neue Teilnehmer anmelden, auf die der neue Veranstalter angewiesen sei. Die Gelder für die bisherigen Anmeldungen seien in das vorläufige Insolvenzverfahren eingegangen.

    Start ohne Aufzahlung

    Sollte der Lauf starten, so habe der Veranstalter versichert, könnten alle, die bereits ihre Startgebühr sowohl für den BraveheartBattle als auch für den ausgefallenen Dragonheartbattle in Trendelburg beim bisherigen Veranstalter bezahlt haben, ohne Aufzahlung am 10. März in Bischofsheim dabei sein.

    Joachim von Hippel werde bei dem Rennen wie gewohnt als Masterchief dabeisein. Allerdings sei er weder rechtlich noch finanziell eingebunden, betonte Seiffert. Der Masterchief gehöre zum Image des BraveheartBattle. Ob zwischen dem neuen und dem alten Veranstalter Verbindungen bestünden, könne er nicht sagen.

    Kein Widerspruch

    Für den Stadtrat ging es nun um die Frage, den Bürgermeister zu ermächtigen, die schon einmal beschlossene Vereinbarung für die Austragung des Laufes mit dem neuen Veranstalter abzuschließen. Im Ratsgremium gab es dagegen keinerlei Widerspruch. Viele Stadträte zeigten sich angetan, dass der Lauf auch heuer am Kreuzberg stattfinden könnte. Selbst der zweite Bürgermeister und bekennende Braveheart-Skeptiker, Egon Sturm, sprach sich dafür aus. Andernfalls würden die 1000 schon angemeldeten Läufer und die 500 oder 600 Sportler aus Trendelburg, die ja alle schon gezahlt hätten, „in die Röhre schauen“. Und das wolle er nicht.

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