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    Willmars

    Neuer Gehweg in Willmars: Kleine Maßnahme, große Wirkung

    Mehr Sicherheit für Fußgänger: In der Alleestraße möchte die Gemeinde Willmars einen einfachen Schotter-Gehweg auf dem Graben neben der Straße errichten. Die Feuerwehr hat sich bereit erklärt, die Arbeiten auszuführen. Foto: Eva Wienröder

    Im Rahmen der Neuherstellung der Wasserversorgungseinrichtung im Ortsteil Völkershausen wurde eine optische Untersuchung im Bereich der gesamten Kanalisation durchgeführt. Wie Bürgermeister Reimund Voß erläuterte, hat sich herausgestellt, dass im Zuge der ohnehin stattfindenden Tiefbaumaßnahme, insbesondere im Hinblick auf eine mögliche Förderung, auch die Kanalerneuerungen und -sanierungen durchgeführt werden sollten.

    Geplant sind bei der Maßnahme die Erneuerung der Mischwasserkanäle in der Ostheimer Straße, am Schlossplatz, im Eußenhäuser Weg, in der Hermannsfelder Straße und im Rupparser Weg. Die Gesamtkosten für die Kanäle und Schächte in Völkershausen betragen nach der Kostenaufstellung des beauftragten Ingenieurbüros rund 357 000 Euro.

    Hohe Förderung in Aussicht

    Nach den neuen Förderrichtlinien ist die Sanierung mit mindestens 50 Prozent förderfähig. Voß merkte dazu an, dass die Gemeinde eventuell sogar einen Zuschuss in Höhe von 80 Prozent erwarten kann. Daher biete es sich an, nach Völkershausen in absehbarer Zeit auch die notwendigen Kanalsanierungen in Willmars in Angriff zu nehmen. Voß hatte bereits mit der Verwaltung den Förderantrag für beide Ortsteile gestellt, der Gemeinderat musste nur noch den offiziellen Beschluss fassen, was in der Sitzung auch einstimmig erfolgte.

    Nach den erfolglosen Grundstücksverhandlungen mit einem privaten Eigentümer konnte die ursprünglich geplante Trassenführung für den Anschluss des Willmarser Pumpwerks an die Verbindungsleitung zum Wasserwerk nicht umgesetzt werden. Als Alternativlösung wurde eine Verlegung der Trasse am Rand des Sportplatzes gewählt. Dies ist jedoch mit höheren Kosten im Gewerk Tiefbauarbeiten, mit dem die Firma SST beauftragt ist, verbunden. Der Gemeinderat genehmigte die Mehrkosten in Höhe von 28 255 Euro. Da die Gesamtmaßnahme mit 50 Prozent gefördert wird, verbleiben der Gemeinde in diesem Fall Mehrkosten von knapp 15 000 Euro.

    Mehr Sicherheit auf dem Weg ins Dorf

    Für gut befunden wurde vom Gremium, dass ein provisorischer Schotter-Gehweg in der Alleestraße eingerichtet werden soll. Von Neustädtles kommend gibt es im Bereich des Ortseinganges keinen Bürgersteig. Da hier aber auch Familien mit Kindern wohnen, sieht die Gemeinde Handlungsbedarf, um den Weg ins Dorf sicherer zu machen. Die Feuerwehr hat sich bereit erklärt, die Arbeiten zu übernehmen. Der Gehweg soll auf dem bestehenden Graben unterhalb der Straße errichtet werden. Die Materialkosten liegen nach den Worten des Gemeindeoberhauptes bei 2000 bis 3000 Euro.

    Dem Gemeinderat lag ein Antrag zum Bau eines Pferdestalles in der Gemarkung Filke vor. Seitens der Gemeinde steht dem Vorhaben nichts entgegen.

    Gedenkkoffer mit Steinstele

    Die Gemeinde Willmars beteiligt sich an der Aktion „Denkort Aumühle“, die an die Deportation unterfränkischer Juden im Dritten Reich erinnert. Auf dem Platz gegenüber des Rathauses wurde dazu bereits ein Gedenkkoffer aufgestellt, der die Namen der aus Willmars verschleppten jüdischen Mitbürger trägt. Daneben steht eine Steinstele, die noch mit einer Gedenktafel versehen werden soll. Diese wird von Pia Vielwerth gefertigt. Über einen passenden Text haben sich Thomas Pieczonka, Roswitha Trost und Dagmar Herda Gedanken gemacht.

    Die Gemeinde Willmars beteiligt sich an der Aktion „Denkort Aumühle“. Auf dem Dorfplatz wurde bereits ein Gedenkkoffer aufgestellt, der an die Deportation von jüdischen Mitbürgern im Dritten Reich erinnern soll. Foto: Eva Wienröder

    Die Gemeinde beabsichtigt, in absehbarer Zeit das Schulhaus umzubauen und dort eine Kindertagesstätte einzurichten. In diesem Zuge ist auch vorgesehen, die alte Ölheizung durch eine moderne Pelletheizung zu ersetzen. Eine staatliche Förderung der Umrüstung über das KIP-S-Programm ist jedoch nicht möglich, da das Gebäude künftig nicht mehr als Schule genutzt wird. Die Gemeinde kann aber auf andere staatliche Zuschüsse hoffen, informierte Reimund Voß.

    Kita: Pläne werden noch geprüft

    Im Zusammenhang mit dem Kita-Vorhaben brachte Ratsmitglied Helga Seidel-Barthelmes vor, dass sie von Bürgern angesprochen worden sei, die die Planung, den Zwischengang vom Hauptgebäude zur Turn- und Mehrzweckhalle abzureißen, kritisch sehen. Die Pläne würden noch genauer geprüft, wie Bürgermeister Voß entgegnete. Aktuell liegen sie bei der Regierung von Unterfranken.

    Auf die Nachfrage von Helga Seidel-Barthelmes nach einem neuen Mobilfunk-Aktionsprogramm der Telekom zur Beseitigung von Funklöchern konnte der Bürgermeister mitteilen, dass die Gemeinde diesbezüglich bereits Kontakt mit dem Unternehmen aufgenommen hat.

    Keine Fußbodenheizung im Feuerwehrhaus

    Jürgen Bohn meinte, man sollte im neuen Feuerwehrhaus in Filke den Einbau einer Fußbodenheizung im Schulungsraum und in der Umkleide in Erwägung ziehen. Diese auf kleinste Heizstufe eingestellt, würde die Räume auch im Winter temperiert und frostfrei halten, so Bohn. Fußbodenheizungen seien eher etwas für Wohngebäude und ungeeignet für Feuerwehrhäuser, lautete jedoch der Tenor seines Ratskollegiums.

    In Willmars habe man eine regelrechte Waschbärplage, beklagte Bürgervertreterin Ulrike Emmert. Sie bittet Katzenhalter darum, ihre Tiere nicht im Freien zu füttern, da die Futternäpfe Waschbären anlocken würden.

    Abschließend einigte sich der Gemeinderat noch auf Mittwoch, 6. November, als nächsten Sitzungstermin. Eine Woche später, am 13. November, findet dann in der Willmarser Mehrzweckhalle ab 19.30 Uhr die diesjährige Bürgerversammlung statt.

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