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    NORDHEIM

    Neues Baugebiet für Nordheim

    Attraktive Ortsrandlage mit Blick auf Nordheim und Umgebung: Am „Kalkofen” in Nordheim soll ein neues Wohngebiet entsteh... Foto: Eva Wienröder

    Der Gemeinderat hat es in seiner Sitzung vor der Sommerpause noch auf den Weg gebracht: Nordheim bekommt ein neues Baugebiet in reizvoller Lage im nordöstlichen Bereich des Ortes am „Kalkofen“. Die Gemeinde trägt damit der zunehmenden Nachfrage nach Bauland Rechnung und tätigt eine wichtige Investition in die weitere Entwicklung des Dorfes. Hier könnten langfristig bis zu 30 Bauplätze entstehen, wobei sich den Bauherren ein herrlicher Blick in die Rhön bietet.

    In den vergangenen Wochen hat sich die Gemeindeführung bereits intensiv dem Thema gewidmet. Drei Standorte – „Märzengraben“, „Sparwasser II“ und „Kalkofen“ – kamen für ein Neubaugebiet in Betracht. Schließlich hat sich Letzterer als Favorit erwiesen, da sich hier optimale Voraussetzungen für ein Neubaugebiet finden, wie Bürgermeister Thomas Fischer und Joachim Bauer, Leiter der Bauabteilung der Verwaltungsgemeinschaft Fladungen, erläuterten.

    Bis zu 30 neue Bauplätze

    Das künftige Baugebiet befindet sich oberhalb der Firma LHS Germany und ist bereits von drei Seiten umbaut, rundet somit die vorhandene Bebauung ab. Der Geltungsbereich des Wohngebiets hätte insgesamt eine Fläche von knapp 3,5 Hektar, wovon bereits etwa 2 Hektar der Gemeinde gehören. Langfristig könnten dort 20 bis 30 Bauplätze entstehen. Durch die Nähe zur bisherigen Bebauung kann das Gebiet leicht erschlossen werden. Seitens verschiedener Fachbehörden am Landratsamt, die vorab um Stellungnahmen angefragt wurden, steht der Planung der Gemeinde aus aktueller Sicht nichts entgegen.

    Im Gemeinderat will man das Projekt zügig voranbringen. Das Gremium beschloss so einstimmig, dass für das Gebiet „Kalkofen“ ein Bebauungsplan aufgestellt werden soll. Die Verwaltung wird beauftragt, einen entsprechenden Aufstellungsbeschluss vorzubereiten. Für die Bauleitplanung erhält das Planungsbüro Ledermann als günstigster Anbieter den Auftrag für rund 36 000 Euro.

    Klare Regeln für die Kleingärten

    Bislang fehlt es an jedweder gesetzlicher Grundlage, doch nun soll es bald klare Regelungen für Bauvorhaben in den im Außenbereich liegenden Kleingartenanlagen „Gansecke“, „Schleifkutte“ und „Torwiesen“ geben. Eindeutige Richtlinien wären für die Gemeinde und die Bauherren von Vorteil, und es gebe für die Grundstückseigentümer endlich Rechtssicherheit, wie Bürgermeister Thomas Fischer deutlich machte.

    Für die Gebiete könnte jeweils ein einfacher Bebauungsplan mit den wesentlichen Vorgaben zur Zulässigkeit der Bauvorhaben nach Art und Maß der Nutzung aufgestellt werden. Im Herbst soll es eine Bürgerversammlung zum Thema geben, zu der alle Grundstückseigentümer der drei Kleingartenanlagen eingeladen werden. Nicht betroffen sind die Gärten am Fitzweg. Die liegen im Innenbereich und dort sind Bauvorhaben auf Antrag möglich, wie der Bürgermeister anmerkte.

    Alte Schule wird abgerissen

    Für den Bau der neuen Kindertagesstätte in Nordheim wird die alte Schule abgerissen. Der Vergabebeschluss für die Abrissarbeiten war in der vorigen Sitzung vom Gemeinderat unter Vorbehalt gefasst worden, da noch geklärt werden musste, ob die Lagerung der wiederverwendbaren Quadersteine im Leistungsverzeichnis aufgeführt worden war. Wie Bürgermeister Fischer nun informierte, ist klar geregelt, dass die Steine bei der Gemeinde verbleiben und auf dem Grundstück gelagert werden sollen.

    Gute Nachrichten hatte das Gemeindeoberhaupt zur geplanten Generalsanierung der Schulsportaußenanlagen. Das Projekt wird im Rahmen des Programms „KIP-S“ gefördert. Für die geschätzten Gesamtkosten von rund 380 000 Euro erhält die Gemeinde voraussichtlich einen Zuschuss von 348 000 Euro, dies entspricht etwa 90 Prozent Förderung.

    Neue Fahrzeughalle am Kreisbauhof

    Der Landkreis beabsichtigt am Kreisbauhof in Nordheim den Neubau einer Fahrzeughalle mit Werkstatt und Aufenthaltsräumen. Das gemeindliche Einvernehmen wurde erteilt.

    Fischer teilte noch mit, dass die Arbeiten an der denkmalgeschützten Mauer des Nordheimer Friedhofs abgeschlossen sind. Die Kosten liegen bei knapp 26 200 Euro. Die Unterfränkische Kulturstiftung hat bereits einen Zuschuss von 3500 Euro bewilligt. Zudem sind vom Landesamt für Denkmalpflege 2500 Euro und vom Landkreis Rhön-Grabfeld 1300 Euro in Aussicht gestellt.

    ewie

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