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    Oberelsbach

    Oberelsbach: Sorgen um die Tabakpfeifen

    Die Besucherzahlen im Tabakpfeifenmuseum in Oberelsbach gehen stetig zurück. Vielleicht hilft eine Neukonzeption, das Interesse wieder anzufachen.
    Leidet an Besuchermangel: das Tabakpfeifenmuseum in Oberelsbach. Eine Neukonzeption könnte helfen. Foto: Thomas Pfeuffer

    Was wird aus dem Tabakpfeifenmuseum in Oberelsbach? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Ausschuss des Landkreises für Wirtschaft, Kultur, Tourismus und Verkehr. Die SPD-Fraktion hatte beantragt, sich mit dem Thema zu beschäftigen und den Zuschuss von 5000 Euro für dieses Jahr zu streichen. Der Grund: Die Besucherzahlen gehen stetig zurück.

    Kaum 300 Besucher

    Übers Jahr werden kaum noch 300 Besucher erreicht, so Landrat Thomas Habermann, die die 2500 Exponate sehen wollen. 1985 hatte der Wollbacher Fabrikant Anton Manger diese an die Stadt Bad Neustadt und den Landkreis verkauft. Seit 1986 sind sie im Valentin-Rathgeber-Haus in Oberelsbach untergebracht. Inzwischen sei die Ausstellung, die Mittwoch, Samstag, Sonntag und feiertags jeweils von 13 bis 17 Uhr geöffnet ist, allerdings in die Jahre gekommen. Eine neue Konzeption sei nötig. 

    Das bestätigte Oberelsbachs Bürgermeisterin Birgit Erb. Seit 23 Jahren habe es keine Konzeptionsänderung gegeben. Trotzdem genieße die Ausstellung in Fachkreisen große Wertschätzung. Sie kündigte an, dass der Gemeinderat demnächst darüber entscheiden werde, dass sich Fachleute die Ausstellung ansehen sollen, um zu entscheiden, ob und in welcher Form sie weiter geführt werden könnte. Wenn das Fazit der Fachleute vorliegt, dann soll entschieden werden, was aus der Ausstellung wird.  

    Schon lange versprochen

    René van Eckert von der SPD monierte, dass ein neues Konzept schon seit langem versprochen werde. Dem hielt der Landrat entgegen, dass genau das jetzt konkret werde. Der Bezirk habe auch schon signalisiert, dass er für die Überprüfung der Möglichkeit einer Neukonzeption bis zu 15 000 Euro bereit stellen würde, sagte Erb. Zur Forderung der SPD, die jährlichen 5000 Euro Zuschuss für dieses Jahr nicht auszubezahlen, erklärte sie, dass die Kosten für den Landkreis deutlich höher wären, wenn das Museum geschlossen würde und der Kreis die Exponate irgendwo einlagern müsste. 

    Eine konkrete Entscheidung traf das Gremium nicht, jedoch soll der Markt Oberelsbach nun wie geplant seine 5000 Euro für die Ausstellung bekommen, aber gleichzeitig eine Prüfung einer Neukonzeption in Auftrag geben, um eine Entscheidungsgrundlage zu haben, was aus der Tabakpfeifenausstellung werden soll. Wenn die Entscheidung positiv ausfällt, möchte der Markt Oberelsbach die Tabakpfeifen im Ort behalten. Für eine Aufwertung könnte beispielsweise eine Original-Drehmaschine sorgen, wie sie damals zur Pfeifenfertigung benutzt wurde. Laut Winfried Christ wäre der Sohn von Anton Manger bereit, diese Maschine zur Verfügung zu stellen.

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