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    Oberstreu

    Oberstreuer wollen Mut zur Sanierung machen

    In der ehemaligen Bäckerei Fuchs in Oberstreu - das Haus ist im Eigentum der Gemeinde – soll der Backofen mit Hilfe der Kleinprojektförderung aus dem Regionalbudget der Streutalallianz saniert und instandgesetzt werden. Dann können die Bürger dort selbst Brot backen.
    In der ehemaligen Bäckerei Fuchs in Oberstreu - das Haus ist im Eigentum der Gemeinde – soll der Backofen mit Hilfe der Kleinprojektförderung aus dem Regionalbudget der Streutalallianz saniert und instandgesetzt werden. Dann können die Bürger dort selbst Brot backen. Foto: Brigitte Gbureck

    Bei der letzten Sitzung des alten Gemeinderats in Oberstreu löste der Antrag auf Bezuschussung eines Bauvorhabens durch das Förderprogramm Innenentwicklung eine Debatte aus. Eine Bauwerberin hat Zuschüsse im Rahmen des Förderprogramms Innenentwicklung beantragt, da sie an einem Haus in der Hauptstraße in Mittelstreu ein Dachgeschoss mit einer kompletten Dachstuhlerneuerung plant, zudem die Dämmung der Außenfassade mit Verputz und den Einbau von neuen Fenstern. Die Antragstellerin wohnt bereits in dem Gebäude und will das auch weiterhin, informierte dazu Bürgermeister Matthias Liebst.

    Gemäß den Förderrichtlinien müsse das Gebäude aber mindestens ein Jahr ungenutzt sein, so der Bürgermeister. Der Gemeinderat hatte nun zu entscheiden, ob ein begründeter Einzelfall vorliegt. Liebst stellte auf einen entsprechenden Einwurf fest, dass vor drei Wochen vorzeitige Baufreigabe erteilt wurde, was aber nicht heiße, dass der Antrag genehmigt wurde. Er zeigte einen Fall in Oberstreu auf, wo vor Satzungserlass gebaut und in dem eine Übergangsregelung angewandt wurde. Nachdem sich aus dem Gremium mehrheitlich eine Tendenz pro Zuschuss abzeichnete und ein positives Zeichen gesetzt werden sollte, um anderen Mut zur Sanierung zu machen, stimmte das Gremium einstimmig dafür, das Bauvorhaben mit 30 Prozent der förderfähigen Kosten, die sich auf rund 99 000 Euro belaufen, zu bezuschussen. Als Obergrenze legte das Gremium einen Betrag von 20 000 Euro fest.

    Mauerschädel soll saniert werden

    Was hat die Gemeinde Oberstreu mit der Ruine Mauerschädel in Filke zu tun? Ganz einfach: Sie gehört zum Bischofswald in Filke, der Eigentum der Gemeinde Oberstreu ist. Das Bauwerk befindet sich in einem sanierungsbedürftigen Zustand, informierte Liebst. Gemäß einer Kostenschätzung belaufen sich die Gesamtkosten der Maßnahme auf rund 45 000  Euro. Nach einem Finanzierungsplan sollen sich der Bezirk Unterfranken mit 5000 Euro, die Bayerische Landesstiftung mit 4275 Euro, der Landkreis Rhön-Grabfeld mit 2500 Euro, das Landesamt für Denkmalpflege mit 28 000 Euro und die Gemeinde Oberstreu mit 5700 Euro beteiligen.

    Laut Bürgermeister Liebst handelt es sich bei dem Mauerschädel um den Rest einer Kirchenburg. In den 1970-er Jahren hat die Gemeinde Willmars den Turm schon einmal renoviert und sich auch sonst um das Bauwerk gekümmert. Bei einer Gegenstimme erklärte sich die Gemeinde grundsätzlich bereit, die Sanierung durchzuführen.

    Backofen für den Gemeinschaftssinn

    Für die Sanierung und Instandsetzung des Backofens in Oberstreu liegt eine Kostenschätzung über 15 000 Euro vor, die über die Kleinprojektförderung aus dem Regionalbudget der Streutalallianz mit rund 10 000 Euro gefördert werden kann, informierte Bürgermeister Liebst. Die Gemeinde habe bereits einen Vertrag erhalten. In der alten Bäckerei Fuchs in Oberstreu, welche die Gemeinde erworben hat, könne dann wieder gemeinsam Brot gebacken werden. Das trage zum Gemeinschaftssinn im Dorf bei, war sich das Gremium einig.

    Eine formlose Bauvoranfrage betraf eine Reihenhausbebauung in der Kreuzstraße 14 in Oberstreu mit drei Wohneinheiten und zwei Carports. Bei einer Gegenstimme wurde dem Bauvorhaben zugestimmt. Eine weitere Bauvoranfrage betraf die Errichtung eines Einfamilienwohnhauses im Holzweg in Oberstreu. Die Gemeinderäte stellten die notwendigen Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplanes „Am Weinberg“ in Aussicht.

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