• aktualisiert:

    Oberstreu

    Oberstreuerin Adelgunde Moede feierte 95. Geburtstag

    Sie strahlt immer Zufriedenheit aus: Bürgermeister Matthias Liebst gratulierte Adelgunde Moede, einer Oberstreuer Bürgerin, zum 95. Geburtstag. Im Franziska-Streitel-Altenheim in Mellrichstadt verbringt sie seit zwei Jahren ihren Lebensabend. Foto: Brigitte Gbureck

    Am 12. Oktober 1924 kam Adelgunde Moede als Adelgunde Schirber in Oberstreu in der Streugasse als drittes von vier Geschwistern zur Welt. Nach der Schule half sie in der Landwirtschaft bei Ackerbau und Viehzucht mit. Neben den zahlreichen Tieren gab es auch einen großen Garten. Arbeit war also genug vorhanden.

    Und trotz einer Behinderung – sie hat seit 60 Jahren eine steife Hüfte – ist sie noch mit den Bauern aufs Feld gegangen. Später hat sie die Eltern gepflegt und auch eine Nachbarin. Und wie das Schicksal es so wollte, lernte sie ihren Mann Hermann Moede durch seinen Bruder, der in Salz wohnte, kennen. Er war zehn Jahre älter als sie, kam aus Ostpreußen, war zehn Jahre in Gefangenschaft und hatte alles verloren. Aber er war sehr fleißig.

    Bei der eigenen Hochzeit in der letzten Bank

    1959 heirateten die beiden auf dem Kreuzberg. Zu der Zeit heirateten noch mehrere Paare. Da ihr Mann evangelisch war und die Jubilarin katholisch ist, durften sie nicht vor den Altar, sondern mussten in der letzten Bank sitzen, darüber ist Adelgunde Moede heute noch traurig.

    Drei Kinder wurden ihnen geschenkt: 1961 ist Tochter Waltraud geboren, die heute auf Teneriffa lebt, 1962 kam Sohn Andreas und 1969 Sohn Michael auf die Welt, die wiederum die Familie um vier Enkelkinder bereicherten. Beide Söhne leben mit ihren Familien in der näheren Umgebung und besuchen die Mutter sehr oft, zuerst in Oberstreu, wo sie weiter im Elternhaus wohnte, und ab 2017 im Franziska-Streitel-Altenheim, wo sie ein neues Zuhause gefunden hat.

    Kirchgang war der Jubilarin Adelgunde Moede immer wichtig

    Hier habe sie allen Komfort, stellte sie zufrieden fest, beim Oktoberfest am Tag zuvor hatte sie sogar ein Ständchen bekommen. Ihr Mann ist bereits 2003 verstorben. Mit Landwirtschaft, Kindern und Pflege der Eltern war sie immer gut ausgelastet, da blieb eigentlich keine Zeit, einen Beruf zu erlernen oder außer Haus zu arbeiten. Aber Adelgunde stand immer mit beiden Beinen im Leben. In der Freizeit hat sie Gymnastik und Schwimmen betrieben, viel gelesen und viel Freude an der Gartenarbeit gehabt.

    Und wichtig war es ihr immer, in die Kirche zu gehen. Sie ist auch jeden Montagmorgen in der Hauskapelle im Franziska-Streitel-Heim beim Gottesdienst anzutreffen. Und sie ist noch fit im Geist, weiß alles, hat nur Probleme mit dem Gehen, erzählte eine der Schwiegertöchter. Zur Kaffeerunde gesellten sich Bürgermeister Matthias Liebst, der im Namen der Gemeinde seine Glückwünsche überbrachte und drei Damen aus dem Oberstreuer Seniorenkreis und aus der Nachbarschaft in der Streugasse.

    In Oberstreu ist es üblich, dass die ganze Straße zum Gratulieren kommt, wenn ein Geburtstag ansteht, wusste eine der Besucherinnen. Und Adelgunde Moede hat sich sehr über die Blümchen gefreut, die ihr unter anderem mitgebracht wurden. Auch die Heimatzeitung schließt sich den guten Wünschen zum Geburtstag an.

    Bearbeitet von Brigitte Gbureck

    Fotos

      Kommentare (0)

        Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!