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    Ostheim

    Ostheim: Steffen Malzer will Bürgermeister werden

    Mit 100 Prozent Zustimmung ein klares Votum für Steffen Malzer bei der Nominierungsversammlung: Der 35-Jährige geht für die CSU Ostheim ins Rennen um das Bürgermeisteramt. Foto: Eva Wienröder

    Die CSU Ostheim hat ihre Mannschaft für die Bürgermeister- und Stadtratswahl 2020 komplett. Wie schon vor einiger Zeit angekündigt, bewirbt sich der Ortsvorsitzende und derzeitige dritte Bürgermeister Steffen Malzer um das höchste Amt der Stadt. Daneben konnte bei der Aufstellungsversammlung eine komplette Liste mit 16 Stadtratsanwärtern und einer Ersatzkandidatin verabschiedet werden. Die 18 Stimmberechtigten unter der großen Zahl von Versammlungsgästen gaben ihr einstimmiges Votum für die Wahlvorschläge.

    Malzer stellte seine Person, seine bisherige politische Arbeit und seine Ziele vor. Der 35-jährige Oberwaldbehrunger ist verheiratet und hat zwei Töchter. Die Musik und die Imkerei zählt der Polizeibeamte, der seinen Dienst bei der Inspektion Mellrichstadt verrichtet und bei zahlreichen Vereinen aktiv ist, zu seinen Hobbys. Malzer ist seit 2008 im Stadtrat vertreten, er wurde 2014 im Amt bestätigt und im gleichen Jahr auch in den Kreistag gewählt. Im Oktober 2018 leistete er seinen Amtseid als dritter Bürgermeister. 2002 trat Steffen Malzer der CSU bei und leitet seit 2015 als Vorsitzender die Geschicke des Ortsverbandes Ostheim. Ebenfalls seit 2015 ist er im Kreisvorstand vertreten.

    Interkommunalen Zusammenarbeit

    Der interkommunalen Zusammenarbeit – Stichwort Streutalallianz - misst Malzer seinen Worten nach, besondere Bedeutung bei. Durch seine Tätigkeit im Stadtrat und Kreistag sei er gut in der Landkreispolitik vernetzt und verfüge über gute Kontakte zum Landratsamt. „Für mich gehört zum Elementaren einer Stadt wie Ostheim, dass wir uns der Städteplanung und -entwicklung widmen“, erklärte Malzer zu seinen Zielen. Oberste Priorität habe die Schaffung von attraktivem Wohnraum, insbesondere, um junge Leute in Ostheim zu halten, sie zur Rückkehr in ihre Heimat zu bewegen oder junge Familien anzuziehen. „Wir brauchen dringend ein Neubaugebiet“, so der Bürgermeisterkandidat. Er fordert die Überplanung rein städtischer Flächen – damit soll vermieden werden, dass Grundstücke zu Spekulationsobjekten werden. Attraktives Bauland könnte so entlang der Burgstraße entstehen. Gleichzeitig müsste weiterer Wohnraum für Senioren verwirklicht werden, um ein Alt-Werden im Luftkurort zu ermöglichen. Alle Generationen sollten sich gleichermaßen in Ostheim Zuhause fühlen können. In diesem Zusammenhang griff der Bürgermeisterkandidat auch die Daseinsfürsorge auf. Insbesondere was das bislang gute Gesundheitsangebot angehe, müsse man am Ball bleiben.

    CSU-Bürgermeisterkandidat Steffen Malzer (vorne Mitte) konnte zahlreiche Mitstreiter gewinnen, die sich für den Ostheimer Stadtrat zur Wahl stellen (von links): Bettina Graumann, Joachim Schubert, Christine Streit, Bastian Heuring, Yvonne Semmler, Kathrin Streit, Eva Böhm, Peter Wienröder, Siegfried Schreiber, Claudia Kowalsky, Manfred Eckert, Annekatrin Höppner, Matthias Leyh, Frank Amthor und Uwe Trabert. Auf dem Foto fehlt Ersatzkandidatin Diane Reder. Foto: Andi Balling

    Ebenso wichtig wie Wohnraum sei die Schaffung von Gewerbeflächen. „Es ist klar, dass Mercedes, BMW oder Siemens nicht nach Ostheim kommen werden. Aber Handwerksbetriebe haben durchaus Interesse am Standort Ostheim“, so der CSU-Vorsitzende auch mit Blick auf die für den Stadtsäckel bedeutsamen Einnahmen aus der Gewerbesteuer.

    Als dritten elementaren Punkt nannte Malzer den Erhalt und die Belebung der historischen Altstadt. Mit dem Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) und bezüglich eines Kommunalen Denkmalkonzeptes sowie einer Konzeption für den Einzelhandel habe man erste wichtige Schritte eingeleitet. „Wir müssen das Potenzial unserer Stadt mehr nutzen“, so Malzer. In diesem Zuge strebt er auch eine engere Verwebung zwischen Tourismus und Einzelhandel an, um Ostheim als Einkaufsstadt zu stärken.

    Keine Luftschlösser bauen

    Malzer ging auch auf Anliegen der Stadtteile ein, unter anderem auf die sanierungsbedürftigen Objekte Torhaus in Urspringen und Ferienheim in Oberwaldbehrungen. Er machte im Gesamtkontext deutlich, dass einige „Baustellen“ auf die Stadt warten und man auch sehen müsse, wie die Aufgaben angesichts der nicht gerade rosigen finanziellen Lage gestemmt werden können. „Mit mir werden keine Luftschlösser gebaut. Wir müssen gut überlegen, welche Projekte wir angehen“, sagte der 35-Jährige.

    Ausdrücklich Worte der Anerkennung fand der Kandidat für den amtierenden Stadtrat und das fraktionsübergreifende Zusammenwirken zum Wohle Ostheims. „Die Zusammenarbeit ist hervorragend. Hier gibt es keine Parteipolitik, sondern Sachthemen und Ergebnisse zählen“, so Malzer an die Fraktionen von SPD und Freien Wählern gewandt. Malzer wurde anschließend mit einem einstimmigen Votum der 18 wahlberechtigten Mitglieder nominiert.

    Die Kandidaten der CSU für den Stadtrat
    Die Vorschlagsliste der CSU für den Stadtrat wird angeführt von Steffen Malzer, der sowohl als Bürgermeister und als Stadtratskandidat antritt. Es folgen auf den weiteren Plätzen: 2. Eva Böhm, 3. Joachim Schubert, 4. Bettina Graumann, 5. Peter Wienröder, 6. Udo Trabert, 7. Annekatrin Höppner, 8. Matthias Leyh, 9. Manfred Eckert, 10. Christine Streit, 11. Bastian Heuring, 12. Kathrin Streit, 13. Siegfried Schreiber, 14. Claudia Kowalsky, 15. Yvonne Semmler, 16. Frank Amthor. Ersatzbewerberin ist Diane Reder.

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