• aktualisiert:

    Mellrichstadt

    Pflege ohne Weiterentwicklung hat keine Zukunft

    Architekt Peter Dechant übergab symbolisch den Schlüssel für das PÜZ
    Architekt Peter Dechant übergab symbolisch den Schlüssel für das PÜZ Foto: Brigitte Gbureck

    Viele "rote Punkte" waren am Montagmorgen auf dem Caritasgelände in Mellrichstadt zu sehen: die Mitarbeiterinnen der Caritas und mit ihnen geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft warteten auf die offizielle Eröffnung des Modellprojekts Pflegeübungszentrum (PÜZ). Sogar dem Bayerischen Rundfunk und Radio Primaton war das Event, zu dem auch Gesundheitsministerin Melanie Huml gekommen war, eine Sendung wert.

    Mit einer musikalischen Einlage eröffnete die Caritasband den Festakt. Reiner Türk, Vorsitzender des Caritasverbandes für Rhön-Grabfeld, hieß im Namen des Caritasvorstands zur Feierstunde der ganz besonderen Art willkommen. Viele Gäste konnte er neben Ministerin Melanie Huml begrüßen: Domkapitular und Caritasvorsitzender der Diözese Würzburg, Pastoralreferentin Iris Will-Reusch und Kirchenrat Pfarrer Andreas Werner als Vertreter der Kirchen, die Schwestern Meinrada und Eberharda, die Landtagsabgeordneten Steffen Vogel, Sandro Kirchner und Bernhard Seidenath, Landrat Thomas Habermann, seinen Stellvertreter Peter Suckfüll und neben anderen auch Architekt Peter Dechant.

    Ein langer Atem war nötig

    Das PÜZ begleite den Caritasverband seit 2013, merkte Türk an. Von der ersten Idee bis zur Verwirklichung brauchte es viel Ausdauer, Idealismus und Konzeptanpassungen. Er wünschte sich mehr Mut zur Finanzierung durch die Pflegekassen. An dieser Stelle überreichte Georg Straub, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Bad Neustadt, Angelika Ochs einen Spendenscheck über 1 000 Euro.

    Wie wichtig eine gute fachliche und menschliche Pflege sei, werde beides im PÜZ verwirklicht, meinte Landrat Thomas Habermann. Es sei ein vorbildliches Modellprojekt für ganz Bayern, Menschlichkeit habe in diesem Haus einen hohen Stellenwert. Habermann dankte Ministerin Huml für ihre persönliche und die Unterstützung der Staatsregierung. Danke sagte er auch Steffen Vogel und Sandro Kirchner für die finanzielle Unterstützung des Landtages. Er wünschte dem Projekt einen großen Erfolg und versprach, dass sich der Landkreis mit der Herrichtung der Außenanlagen an dem Projekt beteiligen werde.

    Die drei unterstützenden MdL (von links) Steffen Vogel, Sandro Kirchner und Bernhard Seidenath
    Die drei unterstützenden MdL (von links) Steffen Vogel, Sandro Kirchner und Bernhard Seidenath Foto: Brigitte Gbureck

    Ihn überrasche es nicht, dass hier gute Ideen wachsen, begann MdLSteffen Vogel. Hier sei die Spitze Bayerns, die Mitte Deutschlands, vielleicht Europas. Angelika Ochs habe immer Kontakt mit ihm gehalten. Vogel dankte Johanna Dietz, Ulli Feder und Angelika Ochs, die Caritas könne stolz sein, solche Mitarbeiterinnen zu haben. Es sei wichtig, dass es Menschen gibt, die Probleme erkennen, nicht lamentieren, sondern überlegen, wie die Probleme zu lösen seien, sagte MdL Sandro Kirchner. So konnte das Leuchtturmprojekt entstehen, das viel Strahlkraft über Bayern hinaus habe. Das PÜZ sei ein Angebot zur Orientierung. Dank sagte er der „hartnäckigen und charmanten“ Angelika Ochs und dankte auch den Mitarbeiterinnen für die Leistung, die sie in die Pflege einbringen. 

    An Angelika Ochs als Geschäftsführerin und Mitglied des Vorstands der Caritas war es dann, vielfältigen Dank auszusprechen. Unterstützt bei der Finanzierung wurde das Projekt von Clemens Bieber und Reiner Türk, auch die Fernsehlotterie habe einen Zuschuss für die Inneneinrichtung gewährt. Hand in Hand hätten die Firmen geschafft, Dank ging an die Handwerker und auch an die Malteser. Dass die Idee aufgekommen und die Umsetzung gelungen ist, sei Johanna Dietz und Ulli Feder als „Erfinderinnen“ des PÜZ zu verdanken. Sie dankte auch Andrea Ebert, Pflegedienstleitung der Tagespflege, und Georg Dietz als Stabsstelle für Organisation und Beschaffungsmanagement. Aus einem Blatt Papier, aus einer Idee ein Projekt zu machen, das sich sehen lassen kann – dafür bekamen die „vier Goldstücke“ je einen Blumenstrauß. Ulli Feder hatte Dankesworte und einen Überraschungskorb für Angelika Ochs.

    Domkapitular Clemens Bieber, Pastoralreferentin Iris Will-Reusch und Pfarrer Andreas Werner hielten eine ökumenische Andacht
    Domkapitular Clemens Bieber, Pastoralreferentin Iris Will-Reusch und Pfarrer Andreas Werner hielten eine ökumenische Andacht Foto: Brigitte Gbureck

    Für den geistlichen Teil in Form einer Andacht waren Domkapitular Clemens Bieber, Pfarrer Andreas Werner und Pastoralreferentin Iris Will-Reusch zuständig. Pfarrer Werner freute sich, dass diese richtungsweisende Einrichtung mit einer ökumenischen Segnung begangen wird. Anschließend bestand Gelegenheit, das PÜZ von innen zu besichtigen.

    Pastoralreferentin Iris Will-Reusch segnete die Mitarbeiterinnen, die hier arbeiten und besprengte sie und die Räume mit Weihwasser
    Pastoralreferentin Iris Will-Reusch segnete die Mitarbeiterinnen, die hier arbeiten und besprengte sie und die Räume mit Weihwasser Foto: Brigitte Gbureck
    Interview von einer Mitarbeiterin von Radio Primaton mit Ministerin Melanie Huml, das direkt übertragen und mehrfach am Tag ausgestrahlt wurde
    Interview von einer Mitarbeiterin von Radio Primaton mit Ministerin Melanie Huml, das direkt übertragen und mehrfach am Tag ausgestrahlt wurde Foto: Brigitte Gbureck
    Landrat Habermann begrüßt Ministerin Melanie Huml auf dem Caritasgelände
    Landrat Habermann begrüßt Ministerin Melanie Huml auf dem Caritasgelände Foto: Brigitte Gbureck
    Ministerin Melanie Huml bei ihrer Ansprache zur Eröffnung des Modellprojektes PÜZ
    Ministerin Melanie Huml bei ihrer Ansprache zur Eröffnung des Modellprojektes PÜZ Foto: Brigitte Gbureck
    Kreiscaritasgeschäftsführerin Angelika Ochs sprach vielfältigen Dank an alle Beteiligten aus
    Kreiscaritasgeschäftsführerin Angelika Ochs sprach vielfältigen Dank an alle Beteiligten aus Foto: Brigitte Gbureck
    „Vier Goldstücke“ wurden von Angelika Ochs mit Blumen bedacht: ab rechts: Georg Dietz, Ulli Feder, Andrea Ebert und Johanna Dietz. Mit im Bild Reiner Türk, Vorsitzender des Caritasverbandes im Landkreis
    „Vier Goldstücke“ wurden von Angelika Ochs mit Blumen bedacht: ab rechts: Georg Dietz, Ulli Feder, Andrea Ebert und Johanna Dietz. Mit im Bild Reiner Türk, Vorsitzender des Caritasverbandes im Landkreis Foto: Brigitte Gbureck
    Zwei Mal wöchentlich bequem per E-Mail:
    Abonnieren Sie jetzt den kompakten Rhön-Grabfeld-Newsletter!

    Bearbeitet von Brigitte Gbureck

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!