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    Bad Neustadt

    Planet Merkur bedeckt die Sonne - zumindest teilweise

    Auch im November gibt es am Firmament viel Spannendes zu beobachten.
    Auch im November gibt es am Firmament viel Spannendes zu beobachten. Foto: Vereinigung der Sternfreunde e. V.

    Im November ist ein wahres Planetenfestival. Fünf Planeten werden sich zeigen, und einer davon, Merkur, sogar am helllichten Tag. Am 11. November ab 13.35 Uhr wird er als winziger schwarzer Punkt von links nach rechts die Sonnenscheibe überqueren. Um dies zu sehen, sollte man astronomische Expertenhilfe suchen. Zum einen zeigt sich das Pünktchen nur in Teleskopen, zum anderen sind Spezialfilter nötig, um das Auge ausreichend zu schützen. Nie direkt in die Sonne schauen! So ein Merkur-Transit ist selten, letztmals 2016, und dann erst wieder 2032. Merkur ist etwas größer als der Erdmond. Er braucht für eine Sonnenrunde 88 Tage und dreht sich dabei 1,5-mal um sich selbst. Nach zwei Merkurjahren sind also dort erst drei Tage vergangen.  Gegen Monatsende wird Merkur am Osthorizont kurz vor der aufgehenden Sonne sichtbar.       

    Lioba-Kirche in Petersberg ohne Kunstlicht. Es ist entstanden während der Earth Hour 2019 und zeigt eindringlich, wie schön ein Kirchturm auch ohne Licht in den Sternenhimmel ragt.
    Lioba-Kirche in Petersberg ohne Kunstlicht. Es ist entstanden während der Earth Hour 2019 und zeigt eindringlich, wie schön ein Kirchturm auch ohne Licht in den Sternenhimmel ragt. Foto: Simon Manger, Verein Sternenpark Rhoen

    Merkurs Nachbarin Venus wird allmählich wieder zum Abendstern im Südwesten. Zusammen mit Jupiter, dem Mond und Saturn kommt es am 28. November abends zu einem eindrucksvollen Gruppenbild all dieser Himmelskörper. Mars hingegen beginnt seinen Weg im Osten als kleine rote Himmelsmurmel kurz nach 5 Uhr. Am 24. November bekommt er Besuch von der Mondsichel (Vollmond am 12., Neumond am 26. November). Ab Monatsmitte lohnt es sich, nach Sternschnuppen auszuschauen. Die meisten Funken versprechen die so genannten Leoniden, scheinbar aus dem Sternbild Löwe kommend, am 17./18. November gegen 3 Uhr morgens.      

    Wintersternbilder gehen langsam auf

    Den Fixsternhimmel prägt die von Ost nach West verlaufende Milchstraße. Zwischen Kassiopeia und Perseus funkeln zwei Sternhäufchen, die im Fernglas wie Hunderte von Silberperlen glitzern, in 7000 Lichtjahren "Reichweite". Etwas südwestlich davon schimmert ein nebliger Fleck, die Andromeda-Galaxie. Auch sie ist eine "Milchstraße", 2,5 Millionen Lichtjahre entfernt und von über 1 Billion Sternen "frequentiert". Während das Herbst-Leitbild Pegasus langsam nach Westen zieht, gehen im Osten die Winterbilder auf: Stier, Orion, Zwillinge. Und alles dreht sich um den Polarstern; er markiert zuverlässig die Nordrichtung, von wo die beiden Bärinnen und der Drache auf uns herabschauen.

    Viel Freude beim Anblick des Novemberhimmels bei Tag und bei Nacht wünscht das Team des Sternenparks der Rhön (https://biosphaerenreservat-rhoen.de/sternenpark).

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