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    Bastheim

    Projekt "Wasserwerk" abgeschlossen

    Bürgermeisterin, Gemeinderat und Wasserwart sind sehr zufrieden mit der Arbeit des Ingenieurbüros und der beteiligten, zumeist regionalen Handwerksbetriebe, sind aber auch froh, dass man nun für die Zukunft gut aufgestellt ist. Foto: Klaus-Dieter Hahn

    Nach knapp zweijähriger Bauzeit ist das Projekt "Wasserwerk – Erweiterung und Sanierung" in Bastheim– zumindest nach außen – abgeschlossen. Noch sind zwar einige Restarbeiten im Inneren des Gebäudes, insbesondere bei der technischen Einrichtung, v.a. aber die Neubeschichtung der alten Wasserkammer, auszuführen. Doch ansonsten können Bürgermeisterin Anja Seufert, die Mitglieder des Gemeinderates und vor allem auch Wasserwart Roland Ortloff zufrieden auf das Werk schauen. Über eine halbe Million Euro sind in den Bau einer zweiten Wasserkammer, in die Sanierung des bestehenden Saugbehälters und in die Aufrüstung der technischen Anlage geflossen. Viel Geld. Aber Ausgaben, die notwendig gewesen seien, um die Aufrechterhaltung der eigenen Wasserversorgung auch bei Arbeiten an den Wasserkammern zukünftig zu gewährleisten.

    Was vor vier Jahren mit einer kleinen Meldung des Wasserwartes über Schäden an der Betondecke in der Wasserkammer begann, entwickelte sich in der Folgezeit zu einem umfassenden Projekt, das einen tiefen Griff in den gemeindlichen Geldsäckel erforderlich machte. Letzteren bekommen auch die Bürger durch angepasste Wasserverbrauchsgebühren zu spüren. "Ursprünglich dachten wir, dass wir die Schäden an der Betondecke mit einigen tausend Euro wieder beheben können", so Bürgermeisterin Anja Seufert. Doch so einfach war das nicht. Der Gemeinderat hatte sich Anfang Januar 2016 selbst vor Ort ein Bild von der Situation gemacht und musste sich dann von Fachleuten sagen lassen, dass eine Sanierung der Wasserkammer ohne Ersatzkammer oder Zwischenpuffer nicht möglich wäre. Wie sollte die Bevölkerung mit Trinkwasser versorgt werden? Aus dem 64 Kubikmeter fassenden Saugbehälter wird der durchschnittliche tägliche Wasserbedarf für die Einheitsgemeinde mit ihren acht Ortsteilen und zusätzlich dem Mellrichstädter Stadtteil Frickenhausen gedeckt.

    Fachlich begleitet vom Ingenieurbüro ITEC Kellermann aus Nürnberg machte man sich anschließend auf den Weg, das Problem anzugehen und zu beheben. Nach den Voruntersuchungen, zahlreichen Diskussionen im Gemeinderat und aufgrund der Empfehlung von Dipl.Ing. Klaus Kellermann entschied man sich schließlich für den Neubau einer zweiten, erdüberdeckten Wasserkammer (ca. 65 Kubikmeter), Aufrüstung der Technik (u.a. Sanftanlauf, Druckstoßsicherung) und für die Sanierung des alten Saugbehälters. Auf der Basis eines von der Ingenieurgesellschaft Intergeo, Mellrichstadt, erstellten Baugrundgutachtens erfolgte nach den vorherigen Ausschreibungen und der erteilten Baugenehmigung im Herbst 2017 der Startschuss für das Großprojekt.