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    Salz

    Prunksitzung der Sälzer Gröpf: Im Thermomix die Socken waschen

    Die Mädels der Gröpf-Garden begeisterten bei Marschtänzen und bei ihren Showtänzen das Publikum. Foto: Andreas Sietz

    "Tausche Frust gegen Frohsinn" - unter diesem Motto luden die Sälzer Gröpf der DJK zur großen Prunksitzung in das Gemeindezentrum ein. Sitzungspräsident Fredi Breunig bemerkte zufrieden, dass es die einzige Veranstaltung im ganzen Kreis sei, bei der es keine Abendkasse gibt. Er fügte an, dass die Sälzer Gröpf ein weltoffenes närrisches Volk sei, denn Prinz Marcel I., an der Seite der Sälzer Prinzessin Anna I., komme aus Löhrieth.

    "Von Bütt bis Tanz ist viel geboten", so der Regent aus dem Bad Neustädter Stadtteil und er versprach nicht zu viel. Es war ein überaus unterhaltsamer und vor allem ein hochkarätiger Abend, an dem sich flotte Tänze mit humorvollen Büttenreden abwechselten. Mit einem furiosen Marschtanz der gastgebenden Gröpfchen-Garde startete der schwungvolle Reigen an Tänzen auf der Showbühne. Die gastgebende DJK mit ihrer Garde wechselte sich dabei mit den drei Tanzgruppen des Sälzer Rhönklubs ab. Die Jugendgarde der Sälzer Gröpf lud mit ihrer wilden Affenbande in den Dschungel ein und die große Garde zeigte als quirlige Eintagsfliegen, wie wertvoll jeder einzige Tag ist. Der Beifall schien gar nicht zu enden, als das Sälzer Tanzmariechen Pauline Kuhn mit ihrer akrobatischen Kür zu Ende war. 

    Über einen donnernden Applaus durften sich aber auch die Rhönklubmädels und Jungs freuen, die als Astronauten wilde Aliens besänftigten, als Cheerleader über die Bühne fegten oder im Stile von "Bonny & Clyde" auf tänzerische Gaunerjagd gingen. Mit "Sam" Harald Becher, dem "Sepp sei Kumpel" konnte Sitzungspräsident Fredi Breunig den ersten Redner in der Bütt begrüßen und der kam nicht nur aus den eigenen Reihen des Elferrates, sondern ist ein Motor im DJK-Leben. Nachdem er humorvoll festgestellt hatte, dass es in Salz gar nicht einfach sei, ein neues Prinzenpaar zu finden und man sich doch recht flexibel zeigen musste, hinterfragte er die lange Baudauer der Sakristei und stellte ein Liebesverbot in den Raum, denn der neue Kindergarten platze jetzt schon aus allen Nähten. Im ausgedienten alten Feuerwehrhaus könnte er sich die Talstation der Sälzer Seilbahn vorstellen und man sei hier planerisch schon weiter als Bad Neustadt.

    Dass Erben gar nicht so einfach ist, zelebrierten die Sälzer Dorfmusikanten bei einem Videodreh für den Erbonkel in Kanada. Bürgermeister Martin Schmitt bediente das Becken und integrierte sich bestens in das Kunstorchester. Gotthold und Eustach, alias Fredi Breunig und Martin Wachenbrönner wollten sich nur noch ein Bier bestellen, hoben die Hand und heimsten sich versehentlich einen Vorstandsposten ein. Doch wie erkläre ich es meiner Frau? Ebenso witzig war das Urgestein der Gochsheimer Fastnacht, Wolfgang Düringer, der als Stammtischler viel zu berichten hatte.

    Socken im Thermomix gewaschen

    Dass man im Thermomix auch Socken waschen kann, besang der Rhöner Barde Kosi Fischer und Uli Kiesel hatte als musikalischer Handwerker auf der Walz schöne Grüße von Howard Carpendale übermittelt. Ti Amo höre sich aber wie ein italienisches Küchengerät an. Die Melodie blieb, nur wurde jetzt der Thermomix besungen. Mit Putzfrau Ines Procter und ihrem privaten heimischen Zirkus kam ein Teil von Fasnacht in Franken nach Salz. Witzig, spritzig und mit einer unverwechselbaren Mimik recycelt sie schon einmal einen alten Hasen für einen Braten und stellte fest, dass Freundinnen die besseren Frauenversteher sind. Eigentlich seien sie keine Band für Fasching, aber einer Einladung nach Salz konnte auch die Rhöner Band Spilk nicht widerstehen. Mit im musikalischen Gepäck hatte Spilk einen extra geschrieben Song über den Maibaumklau-Versuch der Strahlunger in Salz.

    Harald Becher von den gastgebenden Sälzer Gröpf ging als erster in die Bütt und forderte einen Liebesstopp für das Lindendorf, denn der neue Kindergarten platze jetzt schon aus allen Nähten. Foto: Andreas Sietz

    Die Stimmung stieg noch einmal auf den Höhepunkt, als das Siemensianer-Lied, der Rhönbiker-Song oder ein Lied speziell für Frauen erklangen  Nach einer besinnlichen Wunscheinlage gab es zum Finale den Sierra-Madre-Chor. Das Resümee aller – ein einfach super Abend.   

    Mit Ines Procter kam ein Hauch von Fastnacht in Franken nach Salz. Sie erklärte, wie schwierig so ein Familienleben ist, wenn die pubertierende Tochter und der Mann nicht spuren. Foto: Andreas Sietz

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