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    Bad Königshofen

    Rathaussanierung geht weiter

    Die nächsten Sanierungsabschnitte am Bad Königshöfer Rathaus umfassen das Dach und den Rathauserker mit den Glockenspielfiguren. Foto: Regina Vossenkaul

    Mit einem Rückblick auf das Jahr 2018 begann die Jahresabschlusssitzung des Stadtrats Bad Königshofen am Donnerstag. Bürgermeister Thomas Helbling trug wichtige Passagen aus dem vorliegenden, 122 Seiten umfassenden Jahresbericht vor.

    6319 Einwohner zählte Bad Königshofen zum Ende des Jahres, davon sind 383 mit Nebenwohnung gemeldet. Es gab 40 Geburten (Vorjahr 52) und 89 Sterbefälle (Vorjahr 100). Rund 188 Asylbewerber und Flüchtlinge leben in Bad Königshofen, hauptsächlich aus Syrien (33), Afghanistan (46), dem Kosovo (34), der Ukraine (16) und Äthiopien (9). Im Kinderland wurden 135 Kinder betreut, davon 32 in der Krippe. Den Kindergarten Eyershausen besuchten 15 Kinder und Kleinkinder, den in Merkershausen 32. In der Grabfeld-Grundschule, dessen Träger die Stadt ist, werden 183 Kinder von 22 Lehrkräften unterrichtet. Träger der Grabfeld-Mittelschule ist der Schulverband Bad Königshofen, 256 Schüler und 28 Lehrer sind dort tätig. Das Gymnasium besuchten 454 Schüler, die Realschule 485 und die Berufsfachschule für Musik 69 Schüler. Das Jugendhaus in der Kellereistraße stellt die Stadt für die Hausaufgabenbetreuung, Freizeitgestaltung und als offenen Jugendtreff zur Verfügung. In den Ferien bietet das Netzwerk für Jugendkultur diverse Möglichkeiten der Freizeitgestaltung an.

    Feuerwehren hatten viel zu tun

    Der Stadtrat und die Ausschüsse trafen sich 2018 zu 29 Sitzungen und acht Bürgerversammlungen. Die Bedeutung der freiwilligen Feuerwehren zeigt sich an den Einsatzzahlen: Die acht Wehren aus Stadt und Stadtteilen mit 263 Wehrleuten, darunter 24 Frauen, wurden zu 56 Brandeinsätzen, 36 technischen Hilfeleistungen und 40 sonstigen Tätigkeiten gerufen. In vielen Vereinen zeigen Ehrenamtliche vorbildliches Engagement.

    Das Rathaus ist jetzt barrierefrei: Der Fahrstuhl fügt sich an die Außentreppe an. Foto: Regina Vossenkaul

    Die Verwaltung musste neben der Landtagswahl auch einen Bürgerentscheid mit gleichzeitigem Ratsbegehren bewältigen. Mit deutlicher Mehrheit (80,97 Prozent beim Ratsbegehren, 71,95 Prozent beim Bürgerentscheid) setzten sich die Befürworter des Abrisses der Sandsteingebäude des alten Krankenhauses durch. Zu den laufenden Baumaßnahmen gehört das Archäologische Museum, dort werden die Räume baulich vorbereitet und durch einen Pavillon im Innenhof erweitert, um eine neue Dauerausstellung sowie den Grabfeldtreffpunkt, ein Leader-Projekt, aufzunehmen. Wichtig ist die neue Barrierefreiheit mittels eines Aufzugs. Abgeschlossen wurde die energetische Sanierung des Rathauses, verbunden mit der Barrierefreiheit und einigen Renovierungsarbeiten innen. Die Sanierung muss weitergehen, Dach und Rathauserker sind die nächsten Baustellen.

    Ampel an der Norma-Kreuzung

    Abgeschlossen wurde auch der Neubau eines Parkplatzes und die Erweiterung des Wohnmobilstellplatzes an der Frankentherme. Straßensanierungen wurden durchgeführt, außerdem erhielt die Norma-Kreuzung eine Ampel und Gehwege-Ergänzungen. Insgesamt wurden 177 Bauanträge (Vorjahr 130) bearbeitet, damit setzt sich der Trend der zunehmenden Bautätigkeit fort. Die Innenentwicklung wird weiterhin mit Hilfe des in der Grabfeld-Allianz geltenden Förderprogramms unterstützt: Elf Förderanträge waren eingegangen, davon konnten fünf bewilligt werden.

    Energetisch saniert und barrierefrei ausgestattet: Das Rathaus wurde 2018 ans Nahwärmenetz angeschlossen, eine Reihe von Privathäusern schlossen sich ebenfalls an. Foto: Regina Vossenkaul

    In der Stadt bestehen 598 aktive Gewerbebetriebe, nach wie vor ist Bad Königshofen das Einkaufszentrum für das Umland. Einen Rekord beim Schuldenabbau verzeichnet die Verwaltung. Dank der vom Freistaat gewährten Stabilisierungshilfe konnten in den letzten drei Jahren Kredite in Höhe von 2,2 Millionen Euro abgelöst werden. Trotz wichtiger Investitionen ist die Kassenlage der Stadt "herausragend gut" und "anhaltend stabil", wie es Kämmerer Vitali Auch formulierte. Die Steuerkraft betrug 2018 pro Einwohner 818 Euro (Vorjahr 707 Euro), insgesamt 6,28 Millionen Euro, das sind fast 84 Prozent des Landesdurchschnitts. Die Pro-Kopf-Verschuldung sank auf 1011 Euro (Vorjahr: 1087 Euro). Insgesamt liegt die Verschuldung bei 5,98 Millionen Euro (Vorjahr: 6,52 Millionen Euro).

    "Wir sehen, dass es in unserer Stadt vorangeht. Und das gibt uns Grund, mit Zuversicht in das neue Jahr zu blicken", sagte der Bürgermeister abschließend. Er dankte allen für die geleistete Arbeit zum Wohl der Stadt und ihrer Bewohner.