• aktualisiert:

    BURGLAUER

    Rathaussturm mit Hindernissen

    Zwar konnte Bürgermeister Kurt Back seine Absetzung als Ortsoberhaupt durch die Burgläurer Burgelf letztlich nicht verhindern. Er landete aber mit der Sabotage des Schandwagens einen Punktsieg. Foto: Manfred Mellenthin

    „Hat Bürgermeister Kurt Back ein Einsehen mit der leidenden Burgläurer Bevölkerung?“ „Und hat er in der fünften närrischen Jahreszeit seinen Platz als Ortsoberhaupt zugunsten der Burgelf freiwillig geräumt?“ Das fragten sich die trotz leichtem Regen und kalter Temperaturen zahlreich erschienenen Unterstützer der Burgelf beim angekündigten Rathaussturm in Burglauer, der sich ein ganzes Stück verspätete.

    Mitnichten! Mit einem Sabotageakt versuchte Kurt Back nochmals alles, um seine Macht zu retten. In einer wohl nächtlichen Aktion hatte sich der Bürgermeister, unterstützt von seinem Vasallen, Gemeinderat Werner Schmitt, Zugang zu einer von der Burgelf genutzten Halle verschafft und vom Transportwagen der Burgelf, auf dem er transportiert werden sollte, ein Rad abgebaut. Doch die Revoluzzer wussten sich nach einigen Beratungen zu helfen und setzten nun einen Möbeltransportrollwagen ein.

    Spät, aber nicht zu spät marschierte dann die Burgelf unter der Führung von Udo Ries mit ihren Garden und unterstützt von den „Lauertaler Musikanten“ vor dem Rathaus auf.

    Rote Karte

    „Wo nix is, is a nix“, fasste Ries die „Erfolge“ des Bürgermeisters zusammen und zeigte ihm und seinen Unterstützern nicht nur einmal die Rote Karte. Zwar sei bekannt, dass ein Ortsoberhaupt sich des Öfteren in der Presse habe feiern lassen. Doch auch hier, höhnte Ries, habe Bürgermeister Back den Begriff Presse gründlich missverstanden. „Gemeint war die Zeitungspresse. Du hast dich dagegen einen Monat in die Obstpresse gestellt.

    Eine weitere „Kurt-Back‘sche-Fehlleistung“ brachte Udo Ries ebenfalls unters närrische Volk. „Bei der Einweihung des Hochwasserdamms bot sich die Burgelf an, Crepes zu machen. Was kam aber als Antwort?“ „Kommt gar nicht in Frage, die sind ganz streng geschützt.“ Aber seit wann sind Pfannkuchen denn geschützt? fragte Ries.

    „Schluss – aus – vorbei! Rote Karte. Und runter vom Platz. Und raus aus dem Rathaus.“ So lautete die ultimative Forderung, der sich Kurt Back und sein Rat allerdings massiv widersetzten. Doch mit Kanonen und den Garden konnte das Rathaus letztlich erobert werden. Und der Bürgermeister wurde in sein angestammtes Domizil in der fünften Jahreszeit, in den lädierten, aber noch fahrtüchtigen Schandwagen verfrachtet. Trotz der misslichen Lage konnte sich der abgesetzte Bürgermeister ein Schmunzeln in puncto historischer Schandwagen (ein Rollwägelchen) nicht verkneifen.

    Vor dem Marsch zum Pfarrheim, wo die Siegesfeier stattfand und die neue Regierung gefeiert wurde, gab Udo Ries bekannt, dass die beiden Prunksitzungen der Faschings-Session 2017/2018 am 20. und 28. Januar in der Rudi-Erhard-Halle stattfinden.

    Das Motto lautet: „Die Burgelf präsentiert für Sie: Alles made in Germany!“

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)

        Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!