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    Reyersbach

    Reyersbach: Kindergartengebäude ist Baustelle

    Von außen top, aber innen Baustelle: Die Sanierungsarbeiten im Kindergarten von Reyersbach werden teurer als erwartet. Foto: Klaus-Dieter Hahn

    Nach der alten Schule in Unterwaldbehrungen tut sich nun auch mit dem Kindergartengebäude in Reyersbach eine weitere große Baustelle in der Großgemeinde Bastheim auf. Vor wenigen Tagen traf sich der Bauausschuss, um sich ein Bild von der aktuellen Situation und der Notwendigkeit zusätzlicher Arbeiten zu machen. Ursprünglich waren die Sanierungsarbeiten dort auf rund 50 000 Euro veranschlagt worden. Nun wird sich die Bausumme wohl um mindestens 50 Prozent erhöhen.

    Schon vor anderthalb Jahren war mit Frank Kreuzau der damalige Vorsitzende des Kindergarten-Trägervereins auf die Gemeinde zugekommen und hatte auf verschiedene Mängel im Kindergartengebäude hingewiesen. Das Haus hatte sich der Bauausschuss im Februar 2018 vor Ort angesehen. Vom Gemeinderat waren dann auch das Verlegen einer Fußbodenheizung und die Verbesserung des Schallschutzes sowie der Innenwanddämmung im Gruppenraum abgesegnet. Der Austausch des 40 Jahre alten Heizkessels gegen eine neue Anlage war ebenso beschlossen worden.

    Im Frühjahr 2019 erweiterte sich die Liste der anstehenden Umbaumaßnahmen dann noch unter anderem um den Austausch von Türen sowie um zusätzlichen Raumbedarf im Obergeschoss bedingt durch die Nachfrage nach mehr Betreuungsplätzen. Die Arbeiten wurden mit dem Kreisjugendamt abgestimmt. Dass sich mit Sebastian Stenzinger und Christian Schlereth zwei Männer aus der Vorstandschaft des Trägervereins fanden, die als erfahrene Fachleute ehrenamtlich die Bauleitung übernahmen, entpuppte sich als Glücksfall für die Gemeinde. Vor allem Sebastian Stenzinger ist dabei die Kraft, die das Projekt vorantreibt. Er empfing nun auch zusammen mit Vereinsvorsitzendem Frank Link Bürgermeisterin Aja Seufert und die Mitglieder des Bauausschusses sowie einiger weiterer Bürgervertreter auf der Baustelle, um sie über den Stand der Bauarbeite zu informieren

    Der Bauausschuss machte sich vor Ort ein Bild vom Stand der Sanierungsarbeiten. Foto: Klaus-Dieter Hahn

    Wie es bei alten Häusern häufig vorkommt, tauchen Schwachstellen und Mängel erst nach dem Öffnen von Fußboden und Wänden auf, die zuvor nicht erkennbar waren. So auch in dem äußerlich so schmucken Fachwerkhaus des Kindergartens. Sebastian Stenzinger deutete auf mehrere Stellen des Fußbodens und der rückwärtigen Wände im Gruppenraum, wo aufsteigende Feuchtigkeit ernste Probleme bedeuten. Durch den nachfolgenden Einbau von Drainagen und Feuchtigkeitssperren am Mauerwerk im Erdreich soll künftig das Eindringen von Feuchtigkeit verhindert werden, so sein Vorschlag, der auch von den Mitgliedern des Bauausschusses als sinnvoll betrachtet wurde.

    Zusatzkosten müssen eingeplant werden

    Im Obergeschoss präsentierte Sebastian Stenzinger weitere Bauschäden an der Decke. Für Estrich und Bodenbelag, Heizungsbau, Maurerarbeiten und für neue Türen und Trockenbauarbeiten hatte Stenzinger ursprünglich Kosten von rund 54 000 Euro einkalkuliert. Nun rechnet er mit rund 25 000 bis 30 000 Euro Zusatzkosten. "Wir haben nun alles aufgemacht. Ich glaube nicht, dass noch unvorhergesehene Mehrkosten entstehen", so Stenzinger gegenüber dem Bauausschuss.

    "Kopfzerbrechen bereitet mir vor allem der eng gestrickte Zeitplan". Eigentlich sollten die Kinder den umgebauten Kindergarten bereits im Dezember 2019 wieder beziehen. Ob das angesichts der zusätzlichen Arbeiten nun noch klappt, steht in den Sternen. Am Bauleiter und den  vielen fleißigen freiwilligen Helfern sollte es jedenfalls nicht liegen. Auch die Bauausschuss-Mitglieder sprachen sich für die Fortsetzung der Arbeiten aus. Eine Empfehlung, über die der Gemeinderat nun in seiner Gesamtheit entscheiden muss.

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