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    Rhön-Grabfeld

    Rhön-Grabfeld: Wie lief die Freibadsaison 2019?

    Für die Freibäder im Landkreis war es eine durchschnittliche Saison. Die Besucher hatten aber dennoch jede Menge Spaß. Das Foto entstand im Triamare in Bad Neustadt. Foto: Björn Hein

    Sommer, Sonne, Schwimmbad – für viele gehören diese drei Dinge untrennbar zusammen. Sich mit Freunden im Bad treffen, das Leben genießen und ab ins Wasser. Nach wie vor sind die Freibäder sehr beliebt. Auch wenn man diese Saison nicht mit der vergangenen vergleichen kann. Brachte doch da der Sommer außergewöhnlich viel Hitze.

    Der Besuch in Freibädern ist natürlich extrem vom Wetter abhängig. Laut Joachim Stöhr, dem Leiter des Sachgebiets Schulen, Sport und Jugend der Stadt Bad Neustadt, hatte man deshalb in diesem Jahr im Triamare einen Besucherrückgang von rund 21 Prozent. So besuchten 2019 im Zeitraum von Mai bis einschließlich August rund 75 200 Besucher das Bad. Im gleichen Vorjahreszeitraum waren es noch rund 95 500 Besucher gewesen. "Zum größten Teil war das dem Wetter geschuldet, das im Vorjahr vor allem im Ferienmonat August sehr viel besser war", teilt Stöhr auf Anfrage mit.

    Gut durchgemischte Altersstruktur im Triamare

    Freibäder seien natürlich vor allem bei schönem Wetter beliebt, besonders an Wochenenden und Feiertagen. Dabei sei die Altersstruktur im Triamare gut durchmischt. "Wie haben ältere Besucher, die Ruhe und Erholung suchen. Außerdem gesundheits- und sportorientierte Personen sowie Jugendliche, die Spaß haben wollen und Familien", so Stöhr.

    Kostendeckend kann keines der Freibäder arbeiten. Man versteht sich deshalb auch als Angebot für die Bürger. "Kommunale Bäder - wir sind ja ein so genanntes Kombibad - sind in der Regel Zuschussbetriebe. Das Triamare dient ja auch als Schul- und Vereinsschwimmbad, in dem Kinder und Jugendliche schwimmen lernen", informiert Joachim Stöhr. Der überwiegende Teil der Besucher des Freibades komme aus der Region. Vor allem in den Ferien könne man aber auch Badegäste von außerhalb begrüßen.

    Auch das Bischofsheimer Freibad ist beliebt

    Eine ähnliche Bilanz zieht Manfred Markert von der Personalaufsicht des Freibads Bischofsheim für die Saison. Seiner Aussage nach lief die Saison zufriedenstellend, allerdings sei sie nicht mit der des Vorjahres zu vergleichen. Zwischen 18 000 und 19 000 Besucher hätten seinen Informationen nach das Freibad heuer besucht. Das entspricht in etwa einem Rückgang im Vergleich zum vorigen Jahr von 30 Prozent. Laut Markert hätte das Wetter besser sein können. Er hätte sich vor allem gewünscht, dass die Temperaturen gleichmäßiger gewesen wären. Trotz allem: Auch in Bischofsheim ist das Freibad nicht wegzudenken. "Vor allen Dingen steigt die Beliebtheit bei Müttern mit Kindern und fitgebliebenen Senioren", hat Markert die Erfahrung gemacht. Ältere Schwimmer seien vor allem morgens und in den Abendstunden aktiv.

    Man ruht sich aber auf dem Erfolg nicht aus, so sind neue Attraktionen geplant: "Direkt neben dem Freibad entsteht eine neue Attraktion mit der Rollsportanlage, die sich im Sommer sicher sehr gut mit dem Freibad ergänzen wird", ist Markert überzeugt. Auch wenn die Stadt für das Freibad Geld zuschießen muss: "Bäder rentieren sich immer, wenn auch nicht mit einer direkt feststellbaren positiven finanziellen Bilanz. Dies deshalb, weil sie ein wichtiges Freizeitangebot für Einheimische, Bürger aus der Umgebung und Gäste darstellen. Zudem dienen Bäder der Gesunderhaltung", erklärt er. Außerdem sähen seiner Meinung nach viele Urlaubsgäste das Freibad und auch das Hallenbad in Haselbach als ein sehr attraktives zusätzliches Angebot. Für die Camper spiele natürlich die direkte Nähe zum Campingplatz eine große Rolle.

    Im Freibad gibt es immer etwas zu tun

    Wolfgang Fritz, Betriebsleiter des Sportbades Mellrichstadt, schätzt die Saison genauso ein wie seine beiden Kollegen. Insgesamt zufriedenstellend, es war ein durchschnittliches Jahr. Dennoch könnten seiner Meinung nach die Besucherzahlen im Mellrichstädter Bad besser sein. "Vor allem, weil man im Freibad immer schön warmes Wasser hat", sagt Fritz. Das Wetter habe alles in allem gepasst, von einem extrem heißen Sommer wie im vergangenen Jahr war man natürlich weit entfernt. Und wann kamen die meisten Besucher? "Das ist leicht zu beantworten, drei Faktoren sind hierzu wichtig: wolkenloser Himmel, über 30 Grad, Wochenende", so Fritz mit einem Schmunzeln.

    Doch auch wenn die Saison so gut wie vorbei ist: Im Freibad gibt es immer etwas zu tun. So soll das Kinderbecken neu gestaltet werden, ebenso wie die Duschen im Freibad. Eine kleine Besonderheit in Mellrichstadt ist, dass hier sehr viele Besucher von auswärts kommen. An die 75 Prozent, schätzt der Betriebsleiter. Meist aus den umliegenden Gemeinden, aber man habe auch viele Besucher aus Thüringen. Und natürlich Urlauber. Wolfgang Fritz würde sich wünschen, dass noch mehr Einheimische das Angebot nutzen.

    Frankentherme: Weniger Besucher im heißen Juli

    Die Frankentherme Bad Königshofen berichtet von einer sehr guten und erfreulich verlaufenen Saison. Im Sommer 2019 seien geringfügig mehr Besucher als ein Jahr zuvor gezählt worden, erklärt Jessica Kawitzke, Abteilungsleitung Gästeinformation/Marketing. Mit dem Zeitraum von April bis August sei man sehr zufrieden. Was auf den ersten Blick kurios erscheint: Der Juli mit dauerhaft sehr hohen Temperaturen habe laut Kawitzke dem Bad Besucher gekostet. "Das liegt daran, dass es Badegäste in solchen Hitzeperioden mehr in klassische Freibäder oder an einen Badesee zieht und Kombibäder wie die Frankentherme folglich weniger nachgefragt werden", erklärt sie.

    In der Saison 2020 können sich die Besucher dann auf Neuerungen in der Frankentherme freuen. Noch in diesem Herbst wird der bestehende Rutschenturm zurückgebaut, danach entsteht bis Frühjahr/Sommer 2020 ein neuer Turm mit der sogenannten "Fakeslide-Röhrenrutsche". 

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