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    Wechterswinkel

    Rhöner Krippenweg und Sonderausstellung mit viel Glasmalerei

    Im Ausstellungssaal versammelten sich Musiker (links), Künstler (Mitte) und stellvertretender Landrat Peter Suchfüll (rechts), Vertreter der Firma Derix Glasstudios sowie Kreiskulturmanagerin Dr. Astrid Hedrich-Scherpf und Kirchenbaurätin Konstanze Förster-Wetzel. Foto: Klaus-Dieter Hahn

    In der Vorweihnachtszeit hat sich der Ausstellungssaal im Erdgeschoss des Wechterswinkler Kreiskulturzentrums in den letzten Jahren oft in urgemütliche Wohnstuben verwandelt, in der Adventskalender, Krippen, Baumschmuck und vieles mehr präsentiert wurden. Ganz anders in diesem Jahr. Da prägt zeitgenössische Glasmalerei den Raum, machen ihn die ausgestellten, großformatigen bunten Fenster zu einem "leuchtend Kleinod, edler Stein". So lautet auch der Titel der Sonderausstellung zum diesjährigen "Rhöner Krippenweg".

    Es ist eine schöne Tradition, dass alle zwei Jahre dieser Krippenweg mit einer speziellen Ausstellung im "Kloster Wechterswinkel" eröffnet und begleitet wird. "Gönnen Sie sich die Zeit. Gehen Sie mit auf den Rhöner Krippenweg und genießen Sie ihn", lud stellvertretender Landrat Peter Suckfüll alle ein. Die festliche Veranstaltungsreihe für alle Generationen findet bis Sonntag, 12. Januar, in vielen Orten des Landkreises statt.

    Zur Eröffnung der Ausstellung und des diesjährigen Krippenweges konnte der stellvertretende Landrat neben Mitarbeitern der Kreiskulturagentur und den Künstlern, Vertretern der evangelischen Landeskirche Anhalt und der "päpstlichen Hofmalerei" Derix Glasstudios aus Traunstein auch zahlreiche interessierte Bürger willkommen heißen. In seiner Begrüßung im Konzertsaal "unseres Kunstjuwels" Kloster Wechterswinkel erinnerte er daran, dass der "Rhöner Krippenweg" nun bereits zum siebten Mal veranstaltet wird. "Es beteiligen sich immer mehr Gemeinden", freute er sich und wies auf das bunte Programm mit zahlreichen Ausstellungen, Advents- und Weihnachtskonzerten, Winterwanderungen und vieles mehr hin. 

    Werke beeindrucken durch intensive Farbgebung

    "Zufall oder Fügung ?" Diese Frage konnte Kreiskulturmanagerin Dr. Astrid Hedrich-Scherpf nicht eindeutig beantworten. Auf jeden Fall sei die außergewöhnliche Ausstellung ein Glücksgriff und passe bestens in die Gesamtkonzeption, zeitgenössische Kunst im "Kloster Wechterswinkel" der Öffentlichkeit vorzustellen. Dass man dazu auch noch Kirchenfenster präsentiere, schlage eine Brücke zur Historie des Gebäudes. Die Entwürfe und Probefenster der jungen Leipziger Künstler aus der Ausstellung "Lichtung Leipzig" der evangelischen Landeskirche Anhalts hätten unlängst in Polen 20 000  Besucher angelockt. Die Werke wurden für bestimmte Kirchenräume geschaffen und sollen dort dauerhaft eingebaut werden. Sie beeindrucken durch eine intensive Farbgebung und sind mit großer, nachhaltiger Strahlkraft ausgestattet.

    Einzeln stellte die Kreiskulturmanagerin die Künstler Undine Bandelin, Bastian Muhr, Sebastian Pless, Julian Plodek und Robin Zöffzig mit ihren eindrucksvollen Lebensläufen vor. Julian Plodek hat raumprägende Fensterensembles für die gotische Dorfkirche im nahen Walldorf bei Meiningen geschaffen. Zur dortigen Kirchenburg wird eine Bustour führen, die für Sonntag, 29. Dezember, vorgesehen ist.

    Große Kunst in kleine Kirchen bringen

    Interessantes über die fünf Kirchenkreise der evangelischen  Landeskirche Anhalt, deren Kirchenwelt und das Projekt "Lichtungen" erfuhren die Besucher aus dem Mund von Kirchenbaurätin, Dipl. Ing. Konstanze Förster-Wetzel . 212 Gotteshäuser müssen dort betreut werden. Davon sind 96 Prozent ein Baudenkmal. "Somit gehört etwa 150 Menschen eine Kirche", hat sie errechnet. Dort, wo starker Reparatur- und Erneuerungsbedarf an den zumeist mittelalterlichen Kirchen besteht, bringen international bekannte, aber auch junge Künstler große Kunst in kleine Kirchen an abseits gelegenen Ortschaften. Ein Gang durch die mit Unterstützung der Fa. Derix Glasstudios aufgebauten Ausstellung hinterlässt beim Betrachter einen besonderen, ganz speziellen  Eindruck. Gerne erläuterten die Künstler bei einem anschließenden Rundgang ihre Intentionen zu den Exponaten.

    Imposante Glasfenster aus der aktuellen Sonderausstellung im Kloster Wechterswinkel. Foto: Klaus-Dieter Hahn

    Für die passende musikalische Umrahmung des Festaktes sorgten Antonia Kopp (Querflöte), Christina Moormann (Oboe), Lilli Brand (Klarinette) und Zacharias Kokkos (Klavier) von der Berufsfachschule für Musik Bad Königshofen.

    Weitere Informationen zum Programm des diesjährigen Rhöner Krippenweges finden sich auf www.rhoener-krippenweg.de. Die Sonderausstellung mit den zeitgenössischen Glasfenstern kann man ebenfalls bis Sonntag, 12. Januar, besuchen. Öffentliche Führungen finden am Samstag, 7. Dezember, sowie sonntags , 8. und 15. Dezember, sowie 5. und 12. Januar , jeweils um 14.30 Uhr statt.

    Glaskunst – vorgestellt von Undine Bandelin Foto: Klaus-Dieter Hahn

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