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    Bad Neustadt

    Rita Rösch entscheidet sich gegen Bürgermeisterkandidatur

    Die Bad Neustädter SPD schickt damit keinen eigenen Bürgermeisterkandidaten ins Rennen. Über die Beweggründe von Rösch und wer auf der Stadtratsliste der Partei steht.
    Mit einem starken Team aber ohne Bürgermeisterkandidatin Rita Rösch (Vierte von links) geht der SPD-Ortsverein Bad Neustadt in den Wahlkampf um den Stadtrat. Viel Lob für die Nominierungsliste gab es vom Landratskandidaten Thorsten Raschert (links), den Ortsvereinsvorsitzenden Jessica Detta (rechts) und Bernhard Lorz (Fünfter von rechts) sowie dem Kreisvorsitzenden René van Eckert (Mitte, hinten). Foto: Stefan Kritzer

    Ihre lange kommunalpolitische Laufbahn wird Rita Rösch nicht mit dem Amt des ersten Bürgermeisters der Stadt Bad Neustadt krönen können. Zwar habe sie lange darüber nachgedacht zu kandidieren. Letztlich hat sich die aktuell zweite Bürgermeisterin der Stadt aber dagegen entschieden, bei der Kommunalwahl am 15. März um den Posten des Stadtoberhauptes zu kämpfen. Mit nunmehr 61 Jahren will Rita Rösch nicht noch einmal für sechs kommende Jahre einer Legislaturperiode hauptamtlich tätig werden.

    Bei der jüngsten Nominierungsversammlung des SPD Ortsvereins Bad Neustadt begründete Rita Rösch ihren Entschluss gegen eine Kandidatur zur Bürgermeisterwahl. Außer Rösch konnten die Genossen aber keinen Bürgermeisterkandidaten aufbieten. Die SPD stellt somit bei der Kommunalwahl wie schon 2014 keinen Kandidaten für die Wahl zum Bürgermeister auf. In den Stadtrat will Rita Rösch aber auf jeden Fall wieder und mit ihr 15 weitere Kandidaten, die auf der Nominierungsliste für die Kommunalwahl stehen.

    Geburtsdatum macht Rösch Strich durch die Rechnung

    "In 35 Jahren Kommunalpolitik wüsste ich nicht, in welchem Gremium oder in welchem Ausschuss ich noch nicht war", sagte Rösch in der Nominierungsversammlung im Restaurant Da Rosario. Die zweite Bürgermeisterin hätte gerne noch für das Amt des ersten Bürgermeisters kandidiert: "Mein Geburtsdatum hat mir aber einen Strich durch die Rechnung gemacht", so Rösch. Noch einmal sechs Jahre in der hohen Verantwortung des Bürgermeisteramtes will sie sich nicht zumuten.

    "Das ist schade für Bad Neustadt", sagte der SPD-Landratskandidat Thorsten Raschert über die Absage Röschs für die Bürgermeisterkandidatur. Gemeinsam mit dem Kreisvorsitzenden der SPD und Wahlleiter René van Eckert äußerte Raschert aber auch Verständnis für Rita Rösch. "Es ist wichtig, auch in der kommenden Legislaturperiode die Themen der SPD im Stadtrat nach vorne zu bringen", so Raschert. Derzeit hat die SPD vier Vertreter im Stadtrat: Rita Rösch, Fraktionssprecher Janis Heller, Dietmar Weyer und Bernhard Lorz. Rösch, Heller und Lorz stehen auch auf der neuen Liste für die Wahl des Stadtrates. Dietmar Weyer jedoch nicht. Nach überstandenen gesundheitlichen Problemen will Weyer kürzer treten und stellt für den kommenden Stadtrat sein Amt zur Verfügung.

    Acht Kandidaten werden doppelt auf Stadtratsliste gesetzt

    Insgesamt hätte die SPD in Bad Neustadt 24 Kandidaten für die Liste aufstellen können. So viele Genossen wollten sich aber für einen Sitz im Stadtrat nicht einfinden. Die Liste der Kandidaten wurde deshalb auf 16 begrenzt. Um nominell die 24 Plätze der Liste zu besetzen, wurden die ersten acht Kandidaten jeweils doppelt besetzt. Die Nominierungsliste für die Stadtratswahl wurde mit hundertprozentiger Zustimmung vom Ortsverein auf den Weg gebracht.

    SPD-Stadtratskandidaten
    Die ersten acht Kandidaten in der Reihenfolge des Listenplatzes: Rita Rösch, Janis Heller, Anna Stengele, Florian Knobling, Ulrike Hollmann, Jürgen Pröscholdt, Stephanie Philipp-Schirmer und José Boavida Campos. Auf den weiteren Listenplätzen stehen Petra Fuchs, Manfred Schmidt, Rita Seyd, Helmut Rebmann, Egon Friedel, Gerhard Demling, Robert Horz und Bernhard Lorz.

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