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    Roth

    Roth: Bierbrauen ist seine Leidenschaft

    Dietmar Zink (Zweiter von links) geht nach 52 Jahren Berufsleben bei der Rother Bräu in den Ruhestand. Bei der Verabschiedung zugegen waren (von links) Geschäftsführer Xaver Weydringer, der Betriebsälteste Bruno Glotzbach, Gisela Zink, die Seniorchefs Fritz und Georg Weydringer sowie Tobias Weydringer. Foto: Brigitte Gbureck

    Fast die gesamte Belegschaft der Rother Bräu hat sich in der Kantine eingefunden. Alle wollten Dietmar Zink zu seiner Verabschiedung die Ehre geben. Woe Geschäftsführer Xaver Weydringer anführte, begann Zink seine Ausbildung zum Brauer und Mälzer am 1. August 1967 in der Familienbrauerei in Roth und war in über 50 Jahren fester Bestandteil des Unternehmens. Im Oktober geht Dietmar Zink nun in den wohlverdienten Ruhestand. Als geringfügig Beschäftigter werde er dem Betrieb aber weiter mit Rat und Tat zur Seite stehen.

    Mit dem Getränkemarkt, den Dietmar Zinks Frau Gisela in Stetten bereits seit 40 Jahren betreibt, sei er auch im Ruhestand noch gut beschäftigt, zudem erfordere sein Amt als stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Sondheim seinen Einsatz. Xaver Weydringer wünschte dem Ehepaar alles Gute für die Zukunft und überreichte Gisela Zink einen Blumenstrauß. Der Betriebsälteste, Bruno Glotzbach, überreichte Dietmar Zink im Namen der Belegschaft einen Gutschein.

    Rückblick auf die Anfangsjahre

    Dietmar Zink blickte anschließend auf sein Arbeitsleben zurück. Als er 1967 bei der Rother Bräu angefangen hatte, war er noch mit dem Fahrrad den Bergweg hinauf gefahren. In dieser Zeit war der Bau der Brauerei (von 1966 bis 1968) in vollem Gange. 1975 kam der Sudhausanbau dazu. Die erste  Würze wurde mit dem Tanklaster in den Gärkeller gefahren, das erste Bier gab es am 31. Dezember 1968. Das Sudhaus war von da an in Roth der Mittelpunkt, das Braustüble lag gleich daneben. Von der Braustätte Sudhaus wurde Bier mit dem Lkw zum Bergweg gefahren, vergärt, bearbeitet und von dort auch versandt.

    Den Gedanken, sich nach angeschlossener Ausbildung in einer anderen Region niederzulassen, hatten er und seine Frau schnell verworfen. Dietmar Zink blieb der Rhön und der Rother Bräu treu. "Ich habe alle Stationen in der Brauerei durchlaufen", so Dietmar Zink. So war er steuerliche Hilfskraft, Sicherheitsbeauftragter, Belegschaftssprecher sowie Zelt- und Richtmeister, wie er sagte, bis er schließlich zum Oberbrauer ernannt wurde. Mit Braumeister Valentin Sauer habe die Rother Bräu einen würdigen Nachfolger gefunden, merkte er an.

    An viele Lehrlinge hat Dietmar Zink in den vergangenen Jahrzehnten sein Fachwissen weitergegeben. Er dankte Fritz und Georg Weydringer, dass sie ihm 52 Jahre ihr Vertrauen geschenkt haben. Es war immer ein gutes Miteinander in dieser Arbeitszeit, machte er deutlich. In geselliger Runde klang die Abschiedsfeier schließlich aus, wobei sicher noch manche Episode die Runde machte.

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