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    Saal

    Rückblick auf 150 Jahre Feuerwehr in Saal

    Die Jubelwehr wurde am 1.Mai 1869 ins Leben gerufen, und zwar mit 55 Aktiven, die den Brandschutz unter Führung von Felix Glückstein im Dorf sicherstellen sollten. Insgesamt gab es in den 150 Jahren bis heute 20 Kommandanten, die sich bereitwillig zur Verfügung stellten, aber auch die Mannschaft in allen Belangen gefordert und gefördert haben.

    Einsatz bei Minus 25 Grad

    In zahlreichen Einsätzen mussten die Kommandanten ihr Führungspotenzial und das Können ihrer Mannschaft unter Beweis stellen. 1954 im Winter beim Brand der Firma Nenninger in Saal, bei dem die Temperaturen bis auf Minus 25 Grad gesunken waren und sich meterhohe Eiszapfen durch das Löschwasser gebildeten hatten. 1991 brannte eine große Scheune, die direkt an Wohnhäuser angrenzte. 2004 ist bei einem Wohnhausbrand ein Anwohner ums Leben gekommen.

    Zu den Brandeinsätzen kamen auch technische Hilfeleistungen: 2003 das große Hochwasser, bei dem die Wehrleute mehrere Tage im Einsatz waren, um Hab und Gut der Mitbürger zu schützen. 2005 beim Flugzeugabsturz am Großflugtag des Saaler Flugsportvereins kam für den Piloten jede Hilfe zu spät. Auch 2008 kam in der Nacht bei einem Verkehrsunfall bei Regen eine Person am Ortseingang von Saal ums Leben, drei wurden schwer verletzt.

    Von der Handpumpe bis zum HLF 20/16

    Ab 1892 konnte sich die Feuerwehr über eine per Manneskraft betriebene Pumpe freuen, die bis heute noch vorhanden ist. 1951 kam der  Tragkraftspritzenanhänger mit einer TS 8 und entsprechendem Schlauchmaterial. Dieser ist heute noch im Dienst. 1976 beschaffte die Gemeinde das erste Löschfahrzeug, ein LF8. Das war 31 Jahre in Betrieb und wurde von den Floriansjüngern sorgsam gepflegte. "Bis zum Jahr 2007 leistete es treue Dienste", so der Kommandant. 2007 wurde ein HLF 20/16,  ein Hilfeleistung-Löschgruppenfahrzeug mit einer fest eingebauten Pumpe, die 2000 Liter in der Minute fördert und einen Wassertank mit 2000 Liter für den Erstangriff besitzt, beschafft. Zudem besitzt dieses Fahrzeug einen schweren hydraulischen Rettungssatz, womit selbst ein Lkw zerlegt werden könnte.

    2011 hat der Feuerwehrverein in zwei Jahren einen VW-Bus in Eigenregie zu einem Mehrzweckfahrzeug umgebaut. Dazu gab es einen Zuschuss von der Gemeinde und auch von der Jagdgenossenschaft. Der Standort der Feuerwehr wurde 1976 vom Rathaus in ein neu errichtetes Feuerwehrhaus in die Hauptstraße verlagert, jedoch gab es weder Heizung noch Toiletten. Von 2007 bis 2008 wurde das neue Feuerwehrhaus im Wiesenflecklein errichtet. Hier packten die Kameraden und einige freiwillige Helfer tüchtig an. Sie gestalteten dieses neue Feuerwehrhaus mit seinen zwei Stellplätzen, die sich um einen dritten noch erweitern lassen, mit seinen WC und Duschen und einem großzügigen Schulungsraum. Auch ein Schlauchturm und ein Übungsbalkon wurden errichtet. Heute hat die Saaler Feuerwehr 36 Aktive, darunter vier Frauen.

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