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    Mellrichstadt

    SPD: Die Jugend als die Zukunft der Stadt

    Wolfgang Stahl sieht in der derzeitigen Konstellation eine Möglichkeit, Bürgermeister von Mellrichstadt zu werden. Foto: Eckhard Heise

    "Wenn nicht jetzt, wann dann", sagt sich Wolfgang Stahl und bewirbt sich um das Amt des Bürgermeisters in Mellrichstadt. Er betreibt wie die zwei weiteren Kandidaten einen intensiven Wahlkampf in den Stadtteilen. Über einen gut besuchten Abend in der Carl-Fritz-Stube von Mellrichstadt konnte er sich schon einmal freuen.

    Dort war dann auch ein alter Bekannter anzutreffen: Klaus Schemmerling will nach seinem Ausscheiden als Vhs-Leiter nun ein politisches Amt anstreben und übernahm die Moderation bei der Vorstellung der SPD-Kandidaten. Schemmerling schickte voraus, dass alle Kandidaten, gleich welcher Zugehörigkeit, in etwa die gleichen Themen auf dem Tableau hätten. In den Gesprächsrunden kristallisierte sich vor allem die Jugend als ein Schwerpunktbereich der SPD heraus.

    Fehlende Freizeittreffs

    Schon Stahl sprach in einem kurzen Statement die Altersgruppe als Thema an, das Karoline Karg und Matthias Kihn dann vertieften. Sie waren der Ansicht, dass die Jugend in den vergangenen Jahren zu kurz gekommen sei, und verwiesen dazu auf fehlende Freizeittreffs. Auch im weiteren Verlauf fiel bei den anderen Kandidaten immer wieder das Stichwort und es wurde betont, dass diese Altersgruppe die Zukunft der Stadt darstelle.

    Eine ältere Dame aus dem Besucherkreis warnte dabei jedoch, nicht die ältere Generation zu vernachlässigen. Auch deren Bedürfnisse - etwa bei der Freizeitgestaltung - müssten berücksichtigt werden. Stahl wies dabei auf den Bau des "Mehr-Generationen-Platzes" hin, der eine Einrichtung zur Begegnung der verschiedenen Altersgruppen darstelle.

    Soziale Themen

    Darüber hinaus im Vordergrund standen soziale Themen. So klang immer wieder die Frage an, wie es gelingen könne, junge Familien in der Region zu halten. Bereits die Beschaffung von günstigem Wohnraum sei für junge Leute ein Problem. Daher gelte es, vor allem auch in der Innenstadt, bezahlbare Immobilien vorzuhalten. Es müsse dabei gelingen, Leerstand zu beseitigen.

    Ein gutes Bildungsangebot spiele dabei ebenfalls eine Rolle, wandte Matthias Kihn ein, dessen Herz trotz seiner beruflichen Tätigkeit in München "an Mellrichstadt hängt", wie er beteuerte.

    Bevölkerung stärker in die Gestaltung der Heimat einbinden

    SPD-Kreisvorsitzender René van Eckert, der zwischenzeitlich ebenfalls in die Rolle des Moderators schlüpfte, bat dann seine Mitbewerber zu weiteren Statements. So will sich Renate Brandstädter als Vhs-Kursleiterin um das kulturelle Angebot kümmern, während Petra Heym und Jochen Schmitt das soziale Miteinander betonten. Franz van Eckert sieht genauso wie Horst Horn und Sebastian Büchs noch viele Ansatzpunkte, wie die Bevölkerung stärker in die Gestaltung ihrer Heimat eingebunden werden könnte.

    Zu guter Letzt kam Landratskandidat Thorsten Raschert zu Worte, der "aus dem Nähkästchen" plauderte und für eine offenere Arbeit im Kreistag plädierte. Er meinte als Kreisrat, dass viele Entscheidungen schon getroffen seien, bevor sie dem Kreistag zur Abstimmung vorgelegt werden.

           

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