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    Saal

    Sanierungen und ein neues Baugebiet

    Die Erneuerung der Raiffeisenstraße hat bereits begonnen, die Bürger müssen derzeit Umwege in Kauf nehmen und machten sich in der Bürgerversammlung Gedanken über die Fahrbahnbreite. Foto: Regina Vossenkaul

    Wie schon zuvor in Waltershausen hatte Bürgermeister Norbert Bauer zur Bürgerversammlung in Saal viele Informationen mitgebracht, dazu Zahlen aus dem abgeschlossenen Haushalt 2018 und einen Ausblick auf 2019 (wir berichteten).

    Den Stand der Ortsumgehung Saal erläuterte Bauer unter anderem, aktuell läuft noch die faunistische Analyse der Planungsvarianten. Ende Juni/Anfang Juli sollen die Ergebnisse wieder in einer gemeinsamen Bürgerversammlung für Saal und Wülfershausen vorgestellt werden.

    Die Grundstücke des Baugebiets "Westlich des Bildhäuser Weges" in Saal sind verkauft, teilte der Bürgermeister mit. Im Umkreis von Bad Neustadt würden sich Bauwillige nach Baumöglichkeiten umsehen, deshalb werde das Baugebiet "Östlich des Bildhäuser Weges" in diesem Jahr in Angriff genommen und ein Bebauungsplan erstellt. Bereits begonnen hat die Erneuerung der Raiffeisenstraße, noch in diesem Jahr sollen auch die Rathaussanierung und der Einbau von neuen Fenstern in die Saaletalschule beginnen. Auch für das Biotop "Gründlein" gab es kürzlich "grünes Licht", außerdem wird das Kernwege-Konzept wieder aufgegriffen.

    Mehr Blühflächen gewünscht

    Nach einem Bericht von Maximilian Nunn, seit Januar 2019 Geschäftsstellenleiter in der VG Saal, hatten die Bürger unter "Wünsche und Anträge" das Wort. Das erfolgreiche Volksbegehren "Artenvielfalt - rettet die Bienen" zeige, dass der Umweltgedanke bei den Bürgern eine große Rolle spiele, meinte ein Anwesender und regte an in der Marienstraße Blühflächen anzulegen, das würde auch die Gemeindearbeiter entlasten, die dort nicht mähen müssten. Ein Blühstreifen sei bereits vorgesehen, teilte der Bürgermeister mit, der auch auf die Bepflanzung der Verkehrsinsel an der neuen Querungshilfe hinwies, die schon zweimal als Negativbeispiel zitiert wurde. Die Gestaltung sei dort noch nicht abgeschlossen, so Bauer.

    "Die Raiffeisenstraße war vorher breiter"

    "Die Raiffeisenstraße war vorher breiter", befand ein Bürger und befürchtete eine Behinderung des fließenden Verkehrs. Die Fachbehörden hätten Breite und Radien überprüft und für passend erklärt, antwortete Bauer. Kritisiert wurde die Parkmoral entlang der B 279 und vor der Kirche bei Gottesdiensten, außerdem wurde gefragt, ob es den Postzustellern gestattet sei, während der Schulpausen durch den als Fußgängerzone gekennzeichneten Marktplatz zu fahren. Ungepflegte Radwege wurden moniert und nach einer Überprüfung der Bauhofarbeiten gefragt. Von der Ausbesserung eines Geländers liege noch immer Bauschutt herum, hieß es.

    Der "eiserne Steg", eine Überquerung, für die weder das Wasserwirtschaftsamt noch die Gemeinde Verantwortung übernehmen will und die deshalb beseitigt werden soll, beschäftigte die Bürger. Für Fußgänger und Hundebesitzer sei diese die Ergänzung eines schönen Rundweges, der ohne den Steg nicht möglich sei, befand ein Anwesender. Wie kann man das Einhalten der Tonnagen-Beschränkung über die Saalebrücke kontrollieren? Darüber hatte sich ein Bürger Gedanken gemacht. Da die steinerne Brücke, Baujahr 1701, unter Denkmalschutz steht und von schweren Fahrzeugen nicht genutzt werden darf, entstehe eventuell eine zweite in der Nähe, teilte der Bürgermeister mit.

    Fahrzeugbreite begrenzen

    Das Öffnen der Durchfahrt zwischen der B 279 und dem Baugebiet "Wiesenflecklein" ist bereits beschlossen, aber noch nicht umgesetzt. Ein Bürger regte an, durch Pfosten die Fahrzeugbreite zu begrenzen, damit keine Traktoren durchs Wohngebiet fahren. Überall gebe es Schilder, aber ein wichtiges, nämlich "Radweg kreuzt" würde fehlen, so eine weiter Anregung. Gefordert wurde außerdem das Versetzen des Ortsschildes vor die Waltershäuser Kreuzung.

    Es gebe immer mehr Urnenbestattungen, deshalb wäre eine Aussegnungshalle am Findelberg wünschenswert, wurde angeregt. Der Radweg entlang der Marienstraße werde leider kaum benutzt, stellte eine Anwohnerin fest, die sich über das andere Pflaster an der Bushaltestelle wundert. Ihr Verdacht bestätigte sich: das alte Pflaster gab es nicht mehr.

    Stellvertretender Bürgermeister Rittweger sprach das Schlusswort und bedankte sich, ebenso wie der Bürgermeister, bei allen, die sich für die Gemeinde einsetzen. Bauer bedankte sich auch für das zahlreiche Erscheinen, die Festhalle war voll besetzt, was das Interesse der Bürger an der Gemeinde dokumentiere.  

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