• aktualisiert:

    MELLRICHSTADT

    Schere zwischen Arm und Reich schließen

    Beim roten Weinfest des SPD-Ortsvereins Mellrichstadt wurden Carola Weigel-Altenhöner (Dritte von links), Hildegard Burk... Foto: Brigitte Gbureck

    Beim roten Weinfest des SPD-Ortsvereins Mellrichstadt in der Carl-Fritz-Stube begrüßte die Ortsvorsitzende Karoline Karg die Gäste. Der Vorsitzende des SPD-Kreisverbands Rhön-Grabfeld, René van Eckert, freute sich, mit Bürgermeister Eberhard Streit und der Landtagsabgeordneten Kathi Petersein aus Schweinfurt zwei Ehrengäste begrüßen zu dürfen.

    Mit Rita Hagl-Kehl aus Niederbayern habe sie prominente Verstärkung, meinte Petersen in ihrer kurzen Ansprache. Bei den bevorstehenden Landtagswahlen gehe es um viel, machte sie deutlich. Dabei sprach sie die AfD an und nannte sie eine „Partei, die nicht mehr auf dem Boden der Verfassung steht“. Nun müsse man gemeinsam für die Demokratie kämpfen, forderte die Landtagsabgeordnete auf.

    Petersen zeigte sich überzeugt, dass die SPD gute Ideen habe, die das Land voranbringen. Man wolle für bezahlbare Wohnungen sorgen und die die Lebensverhältnisse im ländlichen Raum verbessern. „Und wir werden dafür sorgen, dass die Schere zwischen Arm und Reich nicht weiter auseinanderklafft.“

    Appell für Ganztagsschulen

    René van Eckert hieß zum Weinfest auch den Ehrenvorsitzenden der SPD Mellrichstadt, Walter Graumann, und Bezirksrat Bernhard Ruß willkommen. Dieser begrüßte die Gäste als Bürgermeister der Weinbaugemeinde Sand am Main, dem Eingangstor zu Weinfranken. Er fand es aller Ehren wert, dass man sich in der Rhön zum Frankenwein bekennt. Nach Vorstellung seiner politischen Laufbahn brach er eine Lanze für Ganztagsschulen, die „den Vorteil haben, dass ein pädagogisches Konzept dahintersteckt, dazu gehöre die individuelle Förderung“. Der Freistaat solle Geld sinnvoll einsetzen für Einrichtungen, die allen dienen. Er soll seine Pflichtaufgaben erfüllen, dazu gehören die Schulen, mahnte Ruß an.

    Starke Frauen in der Partei

    Ehrengast Rita Hagl-Kehl würde den Beweis liefern, dass die Bayern-SPD starke Frauen hat, schmeichelte René van Eckert, als er der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz das Wort überlies. Die Politikerin freute sich über den Besuch in der Rhön, wie sie feststellen konnte, bestehen viele Ähnlichkeiten zu ihrer Heimatstadt Grafenau.

    Seit 2013 ist Hagl-Kehl im Bundestag, war zunächst agrarpolitische Sprecherin für die Landesgruppe und stellvertretende agrarpolitische Sprecherin der Fraktion. Sie habe sich für regionale und Bio-Landwirtschaft eingesetzt und gleichzeitig den Bundesverkehrswegeplan verhandelt, informierte sie die Zuhörer. Daher kenne sie viele Bahnhöfe und Orte, die Umgehungen brauchen, wie sie sagte. Sie durfte zudem bei Sondierungsverhandlungen im Verbraucherschutz verhandeln, wurde dann Staatssekretärin für den Bereich Verbraucherschutz. Die 47-Jährige umriss zudem ihren persönlichen Werdegang und stellte vor, was die SPD seit Regierungsbeginn bis jetzt im Bundestag geleistet hat.

    40 Jahre in der SPD

    Schließlich wurden beim Weinfest noch Ehrungen im SPD-Ortsverein vorgenommen: für zehnjährige Mitgliedschaft erhielt Carola Altenhöner-Weigel eine Urkunde, für 20 Jahre wurde Hildegard Burkhard und für 40 Jahre Walter Hornig geehrt. Jürgen Weigel wurde für seinen Parteieintritt das rote Parteibuch überreicht.

    bgb

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!