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    Schönau

    Schönau: Satzung oder Fibel?

    Nach der Beschlussfassung zur Erstellung des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes für Schönau und Burgwallbach in den letzten Sitzungen muss der Gemeinderat nunmehr die Entscheidung treffen, ob die künftige Entwicklung mittels einer Gestaltungssatzung oder einer Gestaltungsfibel beeinflusst werden soll.

    Sowohl Satzung als auch Fibel sind Voraussetzungen für eine Aufnahme in spezielle Förderprogramme. Die Festsetzungen in einer Satzung haben sowohl für die Gemeinde als auch für künftige private Bauherren Bindungswirkung. Abweichungen hiervon sind nur schwerlich durchsetzbar. Eine Fibel allerdings beinhaltet lediglich Empfehlungen. Für Baumaßnahmen ist ein größerer Spielraum möglich  Die Empfehlung des Bürgermeisters zum Erlass einer Satzung wurde deshalb von einem Teil des Gemeinderates nicht geteilt. Eine Satzung enge die Gestaltung der Bauherren zu sehr ein, so die Einwände. Vor einer endgültigen Entscheidung wollen die Gemeinderäte Kontakte zu Kommunen knüpfen, welche bereits Erfahrungen sowohl mit der Gestaltungssatzung als auch mit der Fibel haben. Ein  Beschluss wurde daraufhin zurückgestellt. Unabhängig davon hat sich der Gemeinderat allerdings mit großer Mehrheit dafür ausgesprochen, für die Sanierungsgebiete in Schönau und Burgwallbach einen Sanierungsberater zu beauftragen. Angebote von geeigneten Büros werden deshalb nun von der Verwaltung eingeholt.

    Jahresantrag Städtebauförderung 2020

    Zur Vorbereitung des Jahresantrages Stätdtebauförderung 2020 haben erste Gespräche mit der Regierung von Unterfranken stattgefunden. Aus dem Bund-Länderprogramm „Kleinere Städte und Gemeinden“ können demzufolge für einzelne Maßnahmen Fördermittel in Höhe von bis zu 80 Prozent in Aussicht gestellt werden. Der Jahresantrag beinhaltet die Kosten für die Erstellung des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes mit einem Volumen von 57 000 Euro, verbunden mit dem Erstellen einer Gestaltungssatzung oder Fibel mit weiteren 20 000 Euro. Die Sanierungsberatung für private Baumaßnahmen ist auf 40 000 Euro beziffert, ein Rahmenplan für den Schönauer Scheunenriegel beiderseits der Rhönstraße mit 50 000 Euro. Für einen Wettbewerb Rhönrad-Haus mit Generationen übergreifenden Zentrum sind 70 000 Euro veranschlagt.

    Zum wiederholten Male befasste sich der Gemeinderat mit den Wildschäden im Gemeindewald. Inzwischen hätten diese ein Ausmaß angenommen, welches die Aufzucht von Waldbäumen fast unmöglich mache, erklärte hierzu der Bürgermeister. Er hat deshalb den Schönauer Förster und Gemeinderat Michael Heinrich gebeten, eine Schadensermittlung  zu den Schälschäden durch Rotwild in der Waldabteilung „Obere Höhn“ durchzuführen.

    Wildschaden von rund 2500 Euro

    Die Einschätzung durch den Fachmann hat ergeben, dass allein im letzten halben Jahr ein Wildschaden von rund 2500 Euro entstanden sei. Für den Gemeinderat sei das so nicht mehr hinnehmbar, wurde aus den einzelnen Diskussionsbeiträgen ersichtlich. Trotz Erhöhung der Abschussquoten habe sich an der Situation bisher nichts oder nur wenig geändert. Deshalb solle nun auch an vorderster Stelle Druck aufgebaut werden. Gemeinsam mit der Jagdgenossenschaft werde in den nächsten Tagen eine Zusammenkunft stattfinden, wobei über die nächsten Schritte beraten werden soll. Nachdem von Seiten des Staatsministeriums für Landwirtschaft und Forsten ein Waldumbau in der Zukunft angekündigt wurde, soll mit Hilfe der Abgeordneten des Landtages mit einem Schreiben auf den Zustand des Waldes hingewiesen und um Unterstützung nachgesucht werden.

    Der Bauantrag zur Nutzungsänderung von Büroräumen in private Wohn- und Kellerräume im Tannenweg in Schönau wurde zur Kenntnis genommen. Dem vorliegenden Antrag auf Vorbescheid zur Umnutzung eines landwirtschaftlichen Gebäudes in den Brendauen nahe des Kollertshofes zu einer Event-Location versagten die Gemeinderäte ihre Zustimmung. Hierbei bestehen sowohl bauplanungs- als auch bauordnungsrechtliche Hindernisse wie das Fehlen eines Bebauungsplanes. Auch der Flächennutzungsplan müsste entsprechend geändert werden.

    Aus nichtöffentlicher Sitzung wurde bekannt gegeben, dass nach den derzeitigen Ausschreibungen für den Kindergartenneubau Mehrkosten von rund 83 500 Euro anfallen werden. Vergeben sind inzwischen die Erd-, Maurer- und Betonarbeiten für die Auftragssumme von 596 000 Euro an die Firma Scheuplein GmbH in Bad Neustadt. Die Firma RGT Rhönland Gesundheitstechnik in Bad Neustadt hat die Aufträge für Sanitär- und Heizungsinstallation zum Preis von 255 600 Euro und für die Lüftungsinstallation zum Preis von 239 700 Euro erhalten.

    Zum Gemeindewahlleiter der Kommunalwahlen am 15. März 2020 bestellte der Gemeinderat Bürgermeister Rudi Zehe, zu seinem Stellvertreter wurde Arno Kirchner berufen. Eine von der Verwaltungsgemeinschaft vorgeschlagene Wahlbürgerversammlung über Informationen zu den Aufgaben von Bürgermeister und Gemeinderat findet am Sonntag, 3. November, statt.

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