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    Schönau

    Schönau: Waldflurbereinigung schreitet voran

    Die Wertermittlung für die Waldflurbereinigung in Schönau ist abgeschlossen. Besonderes Interesse der zahlreich erschienenen Waldbesitzer galt bei der Informationsveranstaltung im Schönauer Kolpingsaal den nun anstehenden Maßnahmen zum Waldwegebau, welcher vom Vorsitzenden der Teilnehmergemeinschaft, Franz Josef Lang (rechts), und dem Forstsachverständigen Paul Gerlach vorgestellt wurden. Foto: Manfred Zirkelbach

    Ein weiterer Abschnitt bei der Waldflurbereinigung im Schönauer Gemeinde- und Privatwald ist mit der Fertigstellung der Wertermittlung für die einzelnen Grundstücke nunmehr abgeschlossen worden. Bei einer weiteren Informationsversammlung im Schönauer Kolpingsaal informierte die Teilnehmergemeinschaft die Waldbesitzer über das Ergebnis und die nun folgenden weiteren Schritte.

    Hierzu waren neben den örtlichen Vorstandmitgliedern, darunter der Vorsitzende der Teilnehmergemeinschaft Dipl. Ingenieur Franz Josef Lang, auch Forstoberrat Bernd Günzelmann und der für die Bewertung zuständige Forstsachverständige Dipl. Forstwirt Paul Gerlach anwesend. Zunächst wurden den zahlreich erschienenen Grundstücksbesitzer die Einzelheiten und Grundsätze der nun abgeschlossenen Bewertung detailliert erklärt. Hierbei wurde festgestellt, dass es sich beim Schönauer Privatwald zum großen Teil um extrem kleine Grundstücke handelt, weshalb eine sorgsame und gründliche Bearbeitung bei der Bewertung vorgenommen werden musste.

    Bei 115 Hektar Privatwald seien allen rund 200 Grundstücksbesitzer beteiligt, sogar 80 Prozent der Besitzstände wiesen eine Fläche von weniger als einem Hektar auf, was einen besonders hohen Erschließungsaufwand erfordert.

    Werte in forstliche Standortkarte übertragen

    Die Wertermittlung wurde nach den vorhandenen Boden-und Baumbeständen durchgeführt, erklärte Paul Gerlach, welcher mit den örtlichen Vorstandsmitgliedern jedes einzelne Grundstück in der Zeit vom Herbst vergangenen Jahres bis ins Frühjahr unter die Lupe genommen hat. Zunächst sei der Bodenwert zu ermitteln gewesen, welche auf den unterschiedlichen Standorten in Wertklassen einzuteilen war. Die ermittelten Werte wurden in eine forstliche Standortkarte übertragen und bilden damit die Grundlage der Waldbodenwerte.

    Gerlach fügte allerdings an, dass hierbei auch bestimmte Abschläge wie Geländeneigungen, unbefestigte Wege oder auch Schutzstreifenbereiche vorgenommen werden mussten. Als weiteres Kriterium fließe dann noch der Bestandswert je nach Art der Bestockung und des Volumens in die Berechnungen ein, sodass am Ende für jedes Grundstück ein konkreter Wert in Form einer sogenannten Wertverhältniszahl ermittelt worden sei.

    Weitere Waldbegehung Mitte September geplant

    Die Bewertung sei die zentrale Säule eine jeder Waldflurbereinigung, sagte Forstoberrat Bernd Günzelmann, weshalb den hierfür zuständigen Fachleuten auch ausreichend Zeit zur Verfügung stehen müsste. Damit ging er auch auf entsprechende Kritik aus den Reihen der Waldbesitzer ein, welche eine zeitlich schnellere Abwicklung erwartet hatten. Um die Ergebnisse aus der Waldbewertung noch einmal gründlich darzulegen und auch die dann bevorstehende Trassierung der neuen Forstwege vorzustellen, lud die Teilnehmergemeinschaft für Freitag, 13. September, zu einer weiteren Waldbegehung mit entsprechenden Informationen ein. Treffpunkt ist um 14 Uhr vor dem Rathaus, die Teilnahme steht jedem Waldbesitzer sowie jedem interessierten Bürger offen.

    Franz Josef Lang erläuterte anhand einer Präsentation ebenfalls die dann bevorstehenden Maßnahmen für den Wegebau. Demnach werden gemäß der Planfeststellung vier mit Schotter befestigte Forstwege mit rund 6,2 Kilometer Gesamtlänge gebaut, welche Kosten von rund 590 000 Euro verursachen. Weiterhin sind Grünwege mit einer Gesamtlänge von 15 Kilometern geplant, welche noch einmal mit Kosten von rund 108 000 Euro veranschlagt werden. Der Trassenaufhieb wird in die Zeit zwischen Oktober und Ende Februar vorgenommen. Die Arbeiten hierfür wurden an die Forstbetriebsgemeinschaft Rhön-Saale (FBG) übergeben, welche auch für die weitere Vermarktung des Holzes sorgen wird. Die zuständigen Jagdpächter werden von den anstehenden Maßnahmen rechtzeitig informiert, versprach Bernd Günzelmann.

    Besonderes Interesse der zahlreich erschienenen Waldbesitzer galt bei der Informationsveranstaltung im Schönauer Kolpingsaal Foto: Manfred Zirkelbach

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