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    Schönau

    Schönauer Grünabfallplatz wird derzeit nicht geleert

    Keine Abfuhr mehr von Grünabfall in Schönau. Bürgermeister Rudi Zehe gab im Gemeinderat bekannt, dass die Entsorgungsfirma die Abfuhr des Sammelgutes wegen akuter Unfallgefahr für ihre Mitarbeiter eingestellt hat. Foto: Manfred Zirkelbach

    Die erste Sitzung des Schönauer Gemeinderates im neuen Jahr nahm Bürgermeister Rudi Zehe zum Anlass für einen Rückblick auf das vergangene Jahr. Als besondere Projekte nannte er hierbei die Fertigstellung der Waldstraße und die Abwassermaßnahme im Bereich Wiesenweg/Burgwallbacher Straße. Weiterhin wurde der Kindergartenneubau in der Rhönstraße in Angriff genommen, der Spatenstich erfolgte hierzu im November. Ebenfalls zum Abschluss gebracht werden konnte das Projekt Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) für die Ortskerne der beiden Ortsteile mit der förmlichen Festlegung der Sanierungsgebiete.

    Damit war auch die Aufnahme von weiteren Krediten notwendig, sodass nunmehr bei einem Schuldenstand von rund 3,7 Millionen Euro eine Pro-Kopf-Verschuldung von 3100 Euro entstanden ist. Allerdings entfallen hiervon allein 2,8 Millionen Euro oder 63 Prozent auf die Kostenrechnenden Einrichtungen Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung. Haushaltsplanung und das voraussichtliche Rechnungsergebnis für das letzte Jahr ergab fast eine Punktlandung. Dem Plan im Verwaltungshaushalt von 2,4 Millionen Euro stehen im Ergebnis 2,5 Millionen und im Vermögenshaushalt von geplanten 4,67 Millionen Euro 4,7 Millionen Euro gegenüber.

    Einwohnerentwicklung ist rückläufig

    Ein negatives Bild zeigt sich bei der Einwohnerentwicklung: Die Gemeinde verliert gegenüber dem Vorjahr 25 Personen und zählt somit zum Ende des Jahres noch 1301 Einwohner. Die ist vor allem auch darauf zurückzuführen, dass den 18 Sterbefällen lediglich sieben Geburten gegenüber stehen. Die Steuereinnahmen haben sich weiter positiv entwickelt. Der Anteil an der Einkommensteuer stieg auf nunmehr 674 000 Euro, das sind 30 000 Euro mehr als im Vorjahr. Auch Schlüsselzuweisungen und Gewerbesteuer verzeichneten einen positiven Trend.

    Mit den Finanzierungsrichtlinien Ländliche Entwicklung in Bayern wurde im letzten Jahr die Fördermöglichkeit für ein Regionalbudget eingeführt. Innerhalb der Kreuzbergallianz können damit Kleinprojekte gefördert werden, welche mit den Zielen des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzeptes (ILE) übereinstimmen. Bürgermeister Rudi Zehe gab zu den Fördervoraussetzungen, dem Zweck und der Art und Höhe der Förderung ausführliche Hinweise. Zunächst ist die Maßnahme bis zum 31. Dezember 2023 befristet. An dieser Maßnahme können sich vor allem auch Vereine oder weitere Gruppierungen innerhalb der Gemeinde beteiligen.

    Neues Urnenfeld auf dem Schönauer Friedhof. Die Gemeinde kommt dem Wunsch nach naturnaher Urnenbestattung nach und wird nunmehr auf dem freien Grabfeld eine diesbezügliche Anlage herrichten. Um den bereits gepflanzten Baum werden kreismäßig Urnengrabstätten mit bodenbündigen Schriftplatten angelegt. Foto: Manfred Zirkelbach

    Keine anonymen Erdbestattungen

    Mit dem Pilotprojekt zur Förderung von Insekten mit Schwerpunkt Wildbienen in Dörfern startet nunmehr das Biodiversitätszentrum Rhön die Maßnahme „Naturoffensive Bayern“. Der Aufgabenschwerpunkt hierzu ist die „Biodiversität bayerischer Mittelgebirgslandschaften“, vor allem der Rhön und ihres Vorlands. Als Ziel vorgegeben ist die Entwicklung eines Maßnahmepakets zur Erhaltung der Lebensbedingungen für Wildbienen und damit einhergehend notwendige Informationen für die Bevölkerung. Ansprechpartnerin ist Antje Voll (Verwaltungsstelle des Biosphärenreservats in Oberelsbach).

    Die Gemeinde hat im Friedhof in Schönau neue Urnengrabstätten angelegt. Diese sind jeweils für zwei Urnengrabplätze vorgesehen und werden als „Naturnahe Urnengrabstätten“ bezeichnet. Hierzu waren sowohl die Nutzungssatzung der Friedhöfe und Bestattungseinrichtungen als auch die Friedhofsgebührensatzung zu ändern. Die Urnengrabstätten erhalten gleichgestaltete Grabtafeln aus Granit, welche bodenbündig mit einer Beschriftung verlegt werden. Anonyme Erdbestattungen werden nicht erlaubt. Die Gebühr für die Ruhefrist von 15 Jahren wurde auf 71 Euro pro Jahr und Grabstätte festgelegt.

    Wie geht es weiter mit dem Grünabfallplatz?

    Der Grünabfallplatz in Schönau ist in einem äußerst bedenklichen Zustand, was das Abräumen und Entsorgen des Abfallgutes betrifft. Der Bürgermeister musste seinen Ratskollegen deshalb mitteilen, dass ihm seitens der Entsorgungsfirma mitgeteilt wurde, die Entsorgung einzustellen. Die Sicherheit für die Mitarbeiter der Firma sei bei den äußerst schwierigen Platzverhältnissen besonders gefährdet. Eine kurzfristige Lösung müsse angestrebt werden, weshalb der Bürgermeister sowohl mit der Firma als auch mit dem Landkreis schnellstens Gespräche aufnehmen wolle. Für die kurzfristige Entsorgung empfahl der Bürgermeister, den Grünabfallplatz am Burgwallbacher See zu nutzen.

    Der Bauantrag für einen Wohnhausneubau im Birkenweg in Schönau musste jetzt wegen eines Formfehlers ein zweites Mal behandelt werden. Nunmehr wurde darauf hingewiesen, dass die Gemeinde keine Einwände bezüglich Dachform und –neigung habe, allerdings verweigerten die Räte ihre Zustimmung hinsichtlich der Eindeckung in Blechausführung und verlangten hierzu die Vorlage eines „aussagekräftigen“ Bauplans.

    Aus nichtöffentlicher Sitzung gab der Bürgermeister bekannt, dass die Straßenlampen im Ortsteil Kollertshof wegen des Totalausfalls komplett erneuert werden mussten. Die Arbeiten wurden vom Überlandwerk Rhön ausgeführt, die Kosten der Umrüstung liegen bei 1838,20 Euro.

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