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    BISCHOFSHEIM

    „Solala“ und der Traum nach einer großartigen Liebe

    Das Ensemble „Solala“ der Liedertafel Bischofsheim sang von der Sehnsucht nach der großen Liebe zum Auftakt des Weinfestes. Foto: M. Eckert

    Gibt es etwas Schöneres als ein Weinfest mit der Liebe des Lebens zu besuchen? Das Ensemble „Solala“ der Liedertafel Bischofsheim war jedenfalls dieser Ansicht und lud zu Beginn des Bischofsheimer Weinfestes zu einem Konzert mit dem Titel „Mädchen, lach doch mal“ ein.

    Unter Leitung von Sonja Rahm erzählten die jungen Sängerinnen und Sänger von den Träumen und Hoffnungen, dem manchmal verzweifelten Wünschen und schließlich der großen glückseligen Liebe – dabei durfte es dann auch ruhig einmal richtig schmalzig werden.

    Der Vorhang auf der Bühne im Rentamt öffnete sich zum großen „Theater“. Katja Ebstein sang es 1980 beim Grand-Prix in Den Haag und belegte den zweiten Platz. Vorsitzender Manfred Enders übergab die Moderatorin an seine Frau Angelika, die diese Theater-Faszination mit der Liebe oder einem Weinfest gleichsetzte. „Aber bis wir uns dem Rausch hingeben können, brauchen wir erst einmal einen großen Spendierer, einen Big Spender“. Über den sang Sophia Wulhorst (Göttingen), die derzeit die Holzbildhauerschule in Bischofsheim besucht und das Ensemble „Solala“ verstärkt. Begleitet wurde die Solistin sowie das Ensemble von Mariana Menz am Klavier.

    Laut Angelika Enders gibt es vom Song „Dream a little dream of me“ aus dem Jahr 1931 157 Coverversionen unter anderem von Doris Day, Louis Armstrong und Dean Martin. In Bischofsheim gab es die 158 von „Solala“.

    Bei manchen Frauen helfe aber auch kein Träumen mehr, da brauche es genaue Ansagen. Trude Herr machte 1960 genauso eine Kampfansage mit dem Hit „Ich will keine Schokolade, ich will lieber einen Mann“. Dieser Song wurde von den Solistinnen Anja Nägler und Veronika Enders interpretiert.

    Angelika Enders stellte fest: „Und was so mancher Mann alles anstellt, nur um uns ein kleines Lächeln zu entlocken.“ Dann sang der Chor das Konzert-Titellied „Mädchen, lach doch mal“, das von den Wise Guys stammt. „Wir Frauen haben Grund genug nicht zu lachen“, erinnerte Angelika Enders an unangenehme Dinge wie Kopfschmerzen, eine unattraktive Zahnspange oder hormonelle Gründe. Aber es gebe durchaus Damen, die ein noch viel härteres Schicksal zu tragen haben. Von solch einer Dame und ihrem Ferdinand erzählte Sonja Rahm als Solistin im Stück „Ich wünsch mir zum Geburtstag einen Vorderzahn.“ Der Ferdinand hat ihn eingeschlagen. „Aus Liebe kann das nicht gewesen sein?“

    Alle wollen nur das Eine

    Eigentlich wollen Frauen und Männer nur das Eine. Den richtigen Partner. Das befand auch „Solala“ und setzte mit „Only you“ eine zu Herzen gehende Liebeserklärung. Vieles kann man nur zu Zweit machen: Heiraten, Kinder bekommen – oder ganz simpel – Küssen! „Solala“ erklärte diese Prinzip musikalisch mit dem Lied „Küssen kann man nicht allein, denn dazu braucht man einen anderen Mund“.

    „Manchmal verlieben wir uns aber auch in einen Mann, weil er was besonders hat. Schöne Augen, lange Hände, große Füße oder weil er einen schönen Namen hat“, leitete Angelika Enders zum nächsten Lied über. Sonja Rahm stehe nämlich auf Waldemar. „Erzähl doch mal“. Und Sonja legte als Solistin los: Ein großer blonder Mann aus dem Märchenland mit starker Hand ist der Waldemar nicht. „Weder stolz noch kühn, aber ich liebe ihn.“ Nach dem Waldemar sang der Chor eine weitere Liebeserklärung, diesmal an „Sunny“.

    Die Überleitung von der Liebe zum Weinfest gelang mit dem Stück „Aus der Traube in die Tonne“. Das alte Männergesangsvereinslied werde heute noch gerne gesungen und lud alle Gäste ein, noch eine Weile im Rentamtshof zu verweilen. „Wir alle würden uns natürlich noch riesig freuen einen Big Spender zu finden, der uns zum Träumen bringt, uns die Schokolade vergessen lässt und uns noch zum lachen bringt, dabei aber bitte keinen Vorderzahn ausschlägt und uns hinterher vielleicht noch küsst. Das soll alles schon vorgekommen sein, auf einem Weinfest.“