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    Kleinbardorf

    Soldatenkameradschaft: Erinnern ist ein Friedensauftrag

    Ehrungen bei der Jahreshauptversammlung der Soldaten- und Kriegerkameradschaft Kleinbardorf: Urkunde und Ehrennadel erhielten (vordere Reihe von links) Fabian Gessner für 45 Jahre Mitgliedschaft und Wilhelm Kleinhenz für 20 Jahre  Vereinstreue. 35 Jahre dabei ist Peter Döpfner (nicht im Bild).  Hinten (von links) gratulierten  zu den Auszeichnungen stellvertretender Bürgermeister Gerhard Eckert, DSKB-Kreisvorsitzender Günter Neundorf und Vorsitzender Bernhard Guck.
    Ehrungen bei der Jahreshauptversammlung der Soldaten- und Kriegerkameradschaft Kleinbardorf: Urkunde und Ehrennadel erhielten (vordere Reihe von links) Fabian Gessner für 45 Jahre Mitgliedschaft und Wilhelm Kleinhenz für 20 Jahre Vereinstreue. 35 Jahre dabei ist Peter Döpfner (nicht im Bild). Hinten (von links) gratulierten zu den Auszeichnungen stellvertretender Bürgermeister Gerhard Eckert, DSKB-Kreisvorsitzender Günter Neundorf und Vorsitzender Bernhard Guck. Foto: Josef Kleinhenz

    Die SKK sorgt im Dorf für  die Pflege der Kriegerdenkmale. Außerdem ist sie zuständig für die  Gedenkfeier am Volkstrauertag, für ein Sommerfest, die Teilnahme an Festzügen befreundeter Vereine und örtlichen Prozessionen.  Tradition ist es,  beim Begräbnis verstorbener Mitglieder präsent zu sein und ihnen mit einer Fahnendelegation die letzte Ehre zu erweisen. Oder jährlich von Haus zu Haus zu gehen und für die Kriegsgräber  zu sammeln.  2019 kamen 297 Euro zusammen, wie Vorsitzender Bernhard  Guck in der Jahresversammlung im Pfarrgemeindehaus verkündete.

    Ein Blick auf das 100. Vereinsjubiläum

    Im Rückblick  erinnerte er an die Aktivitäten in guter Zusammenarbeit mit den Vorstandsmitgliedern und Aktiven. Besonders hervor hob Guck in seinem Rechenschaftsbericht 2019  das 100. Vereinsjubiläum der  SKK. Welche Bedeutung einer Soldatenkameradschaft in der Gesellschaft für den Frieden  zukommt, wurde in den Fest- und Gedenkreden deutlich:  Die stete Erinnerung an die grausamen Kriege und  die  Gefallenen und Vermissten sowie verstorbenen Kameraden. Der Blick zurück an schlimme Zeiten ist zugleich Auftrag, Gegenwart und Zukunft friedvoll zu gestalten.  

    Bernhard Guck wies darauf hin, dass mit der Feier des 100. Geburtstags in kleinerem Rahmen ein Höhepunkt der Vereinsgeschichte erreicht wurde. Dabei sei am Abend auch „Weinbäuerle Günter Stock anwesend gewesen, „der uns ganz schön zum Lachen brachte“, so Guck. Dem DSKB-Kreisverband, der Gemeinde Sulzfeld und der DJK Kleinbardorf dankte er für Geldspenden, ebenso dankte er im Nachhinein  Pfarrvikar Uwe Schüller für den Festgottesdienst und der Musikkapelle sowie den vielen Helfern der Veranstaltung.

    Geburtstagsfeier hinterließ ein Minus in der Kasse

    Kassier Matthias Hellmuth musste feststellen, dass die aufwändige Organisation der Geburtstagsfeier zum Jubiläum ein Minus von 1398 Euro in der Kasse hinterlassen hatte.  Insgesamt jedoch darf er mit den finanziellen Vereinsverhältnissen recht  zufrieden sein.

    Eine Fahnenabordnung, so Bernhard Guck in seinem Bericht,  entsandte die SKK zur 800-Jahr-Feier nach Leinach. Zudem nahm sie an der Friedenswallfahrt in Aub teil. Geehrt wurden dort Fabian Gessner und er selbst für 30-jährige Sammlertätigkeit zugunsten der Kriegsgräber. „Allerdings ist die Ehrung im Trubel  etwas untergegangen“, wie Guck feststellte.

    Die DSKB-Friedenswallfahrt 2020 kündigte Kreisvorsitzender Günter Neundorf aus Merkershausen für den 5. Juli in Arnshausen an. Ihm liegt daran, dass wieder zahlreiche Vereine teilnehmen, um sich für den Frieden stark zu machen. Schon am 28. Februar ist in Gollmuthhausen im Schützenheim die DSKB-Frühjahrsversammlung. Auf Kreisebene sollen dort die Weichen für die Arbeit im neuen Jahr gestellt und Wünsche und Anträge behandelt werden. In Vertretung von Bürgermeister Jürgen Heusinger sprach dessen Vize Gerhard Eckert Grußworte im Namen der Gemeinde. Er dankte der SKK für ihren gesellschaftlichen Beitrag. Der Verein vereinige  zehn Prozent der Ortsbevölkerung auf sich und beweise auch damit  seine Stärke.

    Alle Vorstandsmitglieder wiedergewählt

    Schnell über die Bühne brachte Gerhard Eckert die Wahl des neuen und alten Vorstands. Auf drei Jahre wurden einstimmig jeweils ohne Gegenkandidat per Akklamation wieder gewählt: Vorsitzender Bernhard Guck, Stellvertreter Fabian Gessner, Kassier Matthias Hellmuth, Schriftführer Reinhold Heppt und  Kassenprüfer Gerhard Rümmler sowie Reiner Heuchler.  DSKB-Kreisvorsitzender Neundorf beglückwünschte die Wiedergewählten per Handschlag und wünschte weiterhin viel Erfolg bei der Arbeit.

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    Bearbeitet von Josef Kleinhenz

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