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    Bad Neustadt

    Spende an die Bildungspartnerschaft: Wie aus Zähnen Geld wird

    Einen vergoldeten Backstein übergaben die Zahnärzte Dr. Karin Heinzelmann und Dr. Harald Streit (2. von links) gemeinsam mit Ralf Hecker (Mitte) symbolisch an Markus Till (links) und Bernhard Roth von der Bildungspartnerschaft Rhön-Grabfeld.
    Einen vergoldeten Backstein übergaben die Zahnärzte Dr. Karin Heinzelmann und Dr. Harald Streit (2. von links) gemeinsam mit Ralf Hecker (Mitte) symbolisch an Markus Till (links) und Bernhard Roth von der Bildungspartnerschaft Rhön-Grabfeld. Foto: Eckhard Heise

    Gern hätten Bernhard Roth und Markus Till wahrscheinlich einen Barren von der Größe des vergoldeten Backsteins entgegengenommen, der symbolisch für die Spende stand, die vier Zahnarztpraxen an die Bildungspartnerschaft Rhön-Grabfeld übergaben. Die Form der Übergabe hat aber auch ihre Bewandtnis, steht sie doch für nicht mehr benötigtes Zahngold, das Patienten bereitgestellt hatten. Insgesamt kam dabei ein Betrag von 3400 Euro zusammen.

    Die Idee bestand darin, Zahngold zu sammeln, das die Patienten zur Verfügung stellen, erklärt Dr. Harald Streit, Inhaber einer der vier DentaMedicpraxen, die sich an der Initiative beteiligt haben. Das Gold fällt an, etwa wenn Kronen entnommen und nicht mehr gebraucht werden. Patienten können die Edelmetalleinsätze mit nach Hause nehmen oder in der Praxis zurücklassen. Über ein Jahr wurde das Material gesammelt und schließlich an Ralf Hecker, Inhaber des Fachgeschäfts Meißner, zum Einschmelzen weitergegeben, der das Gold auch in Heller und Pfennig - oder besser Euro und Cent - umsetzte.

    Bildungspartnerschaft finanziert sich allein aus Spenden

    Begeistert von der Idee berichtete Bernhard Roth, dass die Bildungspartnerschaft  existenziell auf solche Sponsoren angewiesen sei, da die Initiative sich allein aus Spenden finanziere. Mit den Geldern werden über die Gesellschaft für berufliche und soziale Integration, Logopäden und Ergotherapeuten beschäftigt, die an den Grundschulen des Landkreises Kinder mit Sprach- oder Bewegungsdefiziten fördern. Insofern appellierte Streit an die Kollegen der Region, sich dieser Aktion anzuschließen.

    Außerdem übergab Streit noch den Erlös eines Vortrags in der Stadthalle an die Bildungspartnerschaft. 800 Euro blieben nach dem Verkauf der Eintrittskarten und Abzug der Ausgaben für die Spende übrig.

     

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