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    GOLLMUTHHAUSEN

    Staatssekretärin kehrt zu ihren Wurzeln zurück

    Carolina Trautner, Staatssekretärin für Unterricht und Kultus in Bayern, war erstmals seit ihrer Kindheit wieder in der Heimat ihrer Großeltern. Und sie fühlte sich, „gleich wie zu Hause.“

    War da nicht Opas Laden?

    Die CSU-Frau sei zurück zu den Wurzeln ihrer Eltern und Großeltern gekommen, befand Bürgermeister Michael Hey beim kleinen Empfang am Dorfplatz in Gollmuthhausen. Zuvor hatte Carolina Trautner, die mit fünf Jahren das Grabfeld verlassen hatte, am Haus ihrer Großeltern Halt gemacht. Ein Backsteinhaus, die alten Fernsehantennen noch auf dem Dach, allerdings wohnt seit Jahren niemand mehr im Haus. „War da nicht einmal der Laden vom Opa?“, fragte Trautner Klaus Lemmer, ihren Cousin zweiten Grades. Er hatte das Haus von seinen Eltern geerbt. „Ja dort rechts neben der Haustüre“, wusste Lemmer.

    Als Kind sei sie einmal zu Besuch gewesen. Das ist aber schon über 50 Jahre her, sagte die Abgeordnete aus dem Augsburger Land. Ihr Großvater hieß Carl Lemmer. Dessen Bruder Lenhard Lemmer betrieb in Gollmuthhausen ein Lebensmittelgeschäft. Ihr Vater sei auf Wanderschaft gewesen, zunächst in Bamberg. Dort lernte er Friseur, dann ging er weiter nach Augsburg. Dort traf er auf seine spätere Frau. Und so siedelte er sich mit der Familie in Augsburg an.

    Trauter will wiederkommen

    Gerne kam sie nun wieder einmal zurück. Sie sprach von einem „tollen Erlebnis und wunderbaren Empfang“, der ihr bereitet wurde. Den Gollmuthhäusern und ihrer Verwandtschaft versprach sie: „Ich bin nicht das letzte Mal hier. Ich komme wieder und bringe meine Familie und vor allem viel Zeit zum Ratschen mit“.

    Kurz ging es auch in die Gollmuthhäuser Kirche, dann in das Gasthaus, wo Zeit für Gespräche blieb. Es wurden Familienfotos betrachtet und Erinnerungen ausgetauscht. Laut Trautner habe ihr CSU-Kollege Steffen Vogel den Besuch initiiert. Vor Gollmuthhausen war Carolina Trautner in Aubstadt. Hier erklärte Bürgermeister Burkhard Wachenbrönner, dass auch Landtagsabgeordneter Steffen Vogel besondere Beziehungen zu Aubstadt hat. Von hier stamme dessen Mutter und ein Cousin zweiten Grades der Staatssekretärin wohnt in Aubstadt. Steffen Vogels Cousine Nicole ist die Frau des Bürgermeister. Dementsprechend wurden auch die Anwesen von Vogels und Trautners Vorfahren besichtigt.

    Wachenbrönner: Für kleine Schulen einsetzen

    Mit einem Lied wurden die beiden Abgeordneten im Gewölbekeller des Gemeindehauses begrüßt. Bürgermeister Wachenbrönner verwies auf die zahlreichen Vereine, die Schule und die Kinderkrippe. Dazu richtete er die Bitte an die Staatssekretärin sich für kleine Schulen einzusetzen, damit diese gefördert werden und nicht alles der Gemeinde aufgelastet wird. Stellvertretender Landrat Josef Demar bat die Staatssekretärin darauf hinzuwirken, dass bald Klarheit herrscht, wie es in Bayern mit Hort- oder Ganztagesschulen weitergehen soll. „Klarheit ist für uns Verantwortliche in den Gemeinden sehr wichtig für künftige Entscheidungen.“

    In Kirchengemeinde aktiv

    Beim Besuch der Aubstädter Kirche, die das Pfarrerehepaar Julia und Florian Mucha vorstellte, erzählte Carolina Trautner, dass sie auch in der evangelischen Kirche aktiv und als Lektorin eingebunden ist. Sie ist Mitglied im Kirchenvorstand der evangelischen Friedenskirche Stadtbergen. Dann hatten die Aubstädter eine besondere Überraschung parat: Mit dem Traktor und einem Anhänger ging's zu einer schnellen Rundfahrt durch Aubstadt.

    Bereits zu Beginn des Besuchs waren Staatssekretärin Carolina Trautner und der Landtagsabgeordnete Steffen Vogel an der einstigen innerdeutschen Grenze. Kreisheimat- und Archivpfleger Reinhold Albert berichtete über die frühere Grenze, von Minenfeldern, Selbstschussanlagen und dem Metallgitterzaun. Der Kolonnenweg sei das einzige noch vorhandene originale Stück ehemaliger DDR-Grenze auf einer Länge von 1396 Kilometer. Kurzer Halt dann in Bad Königshofen, wo Carolina Trautner erfuhr, dass im Schlundhaus ihre Eltern schon mal übernachteten.

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