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    Ostheim

    "Stadt-Land-Spielt!": 100 Spiele im Angebot

    Büchereileiterin Andrea Trimbach (mit im Bild) und weitere Betreuer erklärten den Kindern die verschiedenen Spiele. Foto: Eva Wienröder

    Zum Abschluss des Ostheimer Ferienprogramms gab es noch einmal eine große Aktion für die Kinder. Die Stadtbücherei hat sich mit Unterstützung der Uhstemer Fosenöchter (UFOs) am bundesweiten Projekt  "Stadt-Land-Spielt!" anlässlich der "Tage des Gesellschaftsspiels" am 8. und 9. September beteiligt und am Samstag einen großen Spieletag im UFO-Saal des Gasthauses Zur Erholung organisiert. Und der fand großen Zuspruch bei dem jungen Publikum.

    Teil des Ferienprogramms

    Den Anstoß für das Event hatte Andrea Trimbach gegeben. Alleine und in der Räumen der ehemaligen Kirchbergschule, dem Domizil der Bücherei, wäre eine Veranstaltung dieser Größenordnung nicht möglich gewesen, so die Büchereileiterin. Sie war deshalb überaus dankbar, Hilfe von den Faschingsfreunden bekommen zu haben, die sogleich, ohne Wenn und Aber, ihren Saal zur Verfügung stellten. Jasmin Reuter war auch gleich von der Idee begeistert gewesen und konnte ihre UFO-Vorstandskollegen für die Sache gewinnen. Schließlich ist man bestrebt vom Verein aus jedes Jahr in der Ferienzeit etwas Besonderes zu organisieren und so hatte man heuer kurzum den Spieletag als Programmpunkt aufgenommen.

    Beim Spieletag der Stadtbücherei und der UFOs konnten nach Herzenslust Spiele ausprobiert werden. Im Angebot waren 100 ganz verschiedene Familien-, Strategie-, Karten- und Brettspiele. Foto: Eva Wienröder

    Etwa 40 Kinder und dazu auch noch einige erwachsene Begleitpersonen waren mit von der Partie und hatten die Qual der Wahl unter dem großen Spieleangebot. Nicht weniger als 100 Spiele standen zur Verfügung. Der Schwerpunkt des Angebots lag auf Gesellschaftsspielen für die Alterskategorie der Spieler im Alter von sechs bis zwölf Jahren. Aber auch die Erwachsenen konnten dabei ihren Spaß haben und das war ganz im Sinne des Projektes, das die Kinder samt Familien ansprechen möchte.

    Das Spielesortiment war querbeet, da war für jeden Geschmack etwas dabei, dafür hatte Andrea Trimbach gesorgt. Etwa 80 in der Stadtbücherei – die ihren Nutzern im Übrigen eine sehr große und breigefächerte Auswahl bietet – und dazu noch um die 20 von verschiedenen Verlagen zur Verfügung gestellte Spiele standen bereit. Trimbach war begeistert von der großzügigen Unterstützung der Unternehmen.

    Konventionelle und moderne Spiele

    Konventionelle Brett- und Kartenspiele, etwas zum Tüfteln, Basteln, Bauen oder Kreativsein machten die Vielfalt aus. Natürlich gab es auch einige moderne Spiele, welche die Kinder an den Umgang mit der digitalen Welt von heute heranführen. Aber keine Bildschirmspiele, ging es doch bei der Aktion auch bewusst darum, aufzuzeigen, dass ein Tag ohne PC und Smartphone alles andere als langweilig sein kann, wie Andrea Trimbach und Jasmin Reuter betonen. Und eine ganz wichtige Komponente war dabei das gemeinsame Spielen oder obendrein Spielen im Team, das fördere schließlich das Sozialverhalten der Kinder, wie die Büchereileiterin anmerkt. Direktes Agieren und Kommunizieren von Angesicht zu Angesicht ist sicher gerade im Hinblick auf die modernen sozialen Netzwerke, mit der oftmals damit verbundenen Anonymität und Oberflächlichkeit des Austauschs, sicherlich ein bedeutsamer Aspekt.

    Auch Brettspiel-Klassiker, wie „Das verrückte Labyrinth“ haben heute immer noch ihren Reiz, die Kids waren mit Eifer bei der Sache. Foto: Eva Wienröder

    Die Mädchen und Jungen konnten nach Herzenslust die verschiedenen Spiele ausprobieren, und sie bekamen sie von Andrea Trimbach oder den Betreuern erklärt. So dauerte es nicht lange und es herrschte ein buntes Gewusel im Saal der Erholung. Die Aktion kam gut an. Auffallend war, dass Klassiker, wie zum Beispiel „Scotland Yard“ oder „Das verrückte Labyrinth“ genauso viel Zuspruch fanden, wie brandneue Spiele. Die bunte Mischung, und dass man einfach mal in Spiele hineinschnuppern konnte, das machte zweifelsohne den Reiz aus.

    Kleines Spieleset für Zuhause

    Zum Zeitvertreib an den Abenden, am Wochenende oder in den Ferien – früher gehörten in vielen Familien Gesellschaftsspiele in der Freizeit dazu. Das sei heute anders. „Viele Kinder kennen das von Zuhause gar nicht“, weiß Trimbach aus Erfahrung. Dabei könne es so schön sein, gemeinsame Zeit mit Spielen zu verbringen, ob im Familien- oder im Freundeskreis. Die Teilnehmer des Ferienprogramms – klein und groß – waren jedenfalls begeistert. Und die Teilnehmer durften auch noch etwas zum Weiterspielen mit nach Hause nehmen. Für jeden gab es ein kleines Spieleset, gesponsert von den unterstützenden Verlagen.

    „Stadt-Land-Spielt!“ ist ein Non-Profit-Event zur Förderung des Kulturguts Spiel in der Gesellschaft. Seit 2013 wird jährlich ein ganzes Wochenende in Deutschland und Österreich dem Gesellschaftsspiel gewidmet. An einer Vielzahl von Standorten kommen Besucher jeglicher Altersklassen zusammen, um gemeinsam spielerische Tage zu verbringen. Heuer fanden bereits zum siebten Mal die Tage des Gesellschaftsspiels wieder am zweiten Wochenende im September statt. In diesem Jahr konnte bei „Stadt-Land-Spielt“ eine Steigerung der Anmeldungen von rund 23 Prozent verzeichnet werden. 2018 waren es noch 148 Veranstaltungen, jetzt 188.

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