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    Bad Neustadt

    Städtepartnerschaft: Viele Freundschaften entstanden

    Beim Festabend zum Partnerschaftsjubiläum Bad Neustadt-Pershore überreichte Bürgermeister Bruno Altrichter (rechts) Bürgermeister Chris Parsons (2. von links) ein Panoramabild von Bad Neustadt. Mit auf dem Bild Gabi Gröschel (2. von rechts). Foto: Christine Stallenberger

    In diesem Jahr jährt sich das 40. Jubiläum der Städtepartnerschaft zwischen Bad Neustadt und Pershore. Auf Einladung der englischen Partnerstadt reisten Bürgermeister Bruno Altrichter  und Partnerschaftsreferentin Gabi Gröschel mit 30 Bürgern nach Mittelengland.

    Von Frankfurt nach Birmingham war es nur ein kurzer Flug und schon am Nachmittag saßen alle bei ihren Gastfamilien am Tisch. Gleich am folgenden Tag brach man zu einem Tagesausflug in die elegante Badestadt Bath in der Grafschaft Somerset im Südwesten von England auf. Herausragend  ist der im 18. Jahrhundert entstandene „Royal Crescent“, ein eindrucksvolles Gebäude in Form eines Halbkreises. Eindrucksvoll auch das antik wirkende aber voll funktionsfähige Pumpenhaus, die Therme mit einem modernen Swimmingpool auf dem Dach sowie die Abbey. Am Samstag unternahmen viele Familien mit ihren Gästen Ausflüge in die Umgebung, wie zum Beispiel nach Worcester oder Stratfort upon Avon, dem Geburtsort von William Shakespeare.

    Beim Festabend durfte eine Geburtstagstorte nicht fehlen. Foto: Christine Stallenberger

    Höhepunkt des Besuches

    Der Höhepunkt des Besuches war der Festabend anläßlich des Partnerschaftsjubiläums. Im roten Ornat empfing Bürgermeister Chris Parsons die Gäste am Eingang der Festhalle im Nachbarort Defford. Der Saal war festlich geschmückt mit deutschen und englischen Fähnchen sowie Servietten in schwarz-rot-gold. Natürlich durfte auch eine Geburtstagstorte nicht fehlen.

    Bürgermeister Chris Parsons erinnerte an den Mut der Gründerväter der Städtepartnerschaft, Norman Attwood und Paul Goebels. Die wichtigsten Säulen für eine so lang währende Partnerschaft seien die vielen Freundschaften zwischen den Menschen. Diese Freundschaften gelte es zu vertiefen und den Kreis zu erweitern. 

    Persönliche Bindungen

    Wie Chris Parsons stellte auch Bürgermeister Bruno Altrichter fest, dass es die Menschen seien, die in Freundschaft zu einander stehen und diese Städtepartnerschaft nun schon 40 Jahre tragen. Altrichter erinnerte an die unvergessenen Förderer der Partnerschaft, Barbara Harrison und Chris O´Loughlin, die beide in den letzten Monaten verstorben sind. Dass auch der Schüleraustausch zwischen der Realschule Bad Neustadt und der Pershore Highschool sowie die enge Verbindung zwischen der Rhöner Volkstanzgruppe Bad Neustadt und der Pershore Scottish Country Dance Society über so eine lange Zeit funktioniere, sei nur den persönlichen Bindungen zu verdanken.

    Altrichter ist sich sicher, dass solche freundschaftlichen Verbindungen  auch die bevorstehenden politischen Veränderungen zwischen den beiden Ländern überdauern würden. Er äußerte noch den Wunsch, die partnerschaftlichen Beziehungen auch auf der Ebene des Sports auszubauen. Zur Erinnerung an den besonderen Tag hatte Bruno Altrichter ein Panoramabild von Bad Neustadt mitgebracht.

    "A taste of Bad Neustadt"

    Die Bad Neustädter hatten noch ein besonderes Geschenk dabei: Ilse Buchta hat mit der evangelischen Frauengruppe Bad Neustadt eine Broschüre mit Rezepten für typisch fränkische Gerichte, Kuchen und Plätzchen in englischer Sprache zusammengestellt. Unter dem Titel „A taste of Bad Neustadt“ findet man zusätzlich auch Erklärungen zu verschiedenen Bräuchen. Sozusagen „druckfrisch“ konnten die Hefte am Festabend ausgeteilt werden. Großes Interesse fanden auch die Fotoalben von Tony Harries, die reiche Erinnerungen bis zu den Anfängen der Partnerschaft wach werden ließen.

    Der Sonntag wurde individuell mit den Familien verbracht. Unter anderem hatte Stadtrat Bob Gillmor zu einer Wanderung durch die „Wetlands“ eingeladen. Dies ist ein neu entstandenes Naturschutzgebiet in den Überschwemmungswiesen des Avon-River. Am Abend traf man sich zu einer typisch englischen „Garden-Party“ in entspannter Runde. 

    Pflaumen in allen Farben und Formen

    Die Stadt indes rüstete sich  schon für das "Plum-Festival". In einigen Pubs war bereits Livemusik zu hören. Am Montag zog der Town-Crier Robert Speight in Begleitung der Plum-Queen durch die gelb und lila geschmückten Straßen und verkündete die Eröffnung des Plum-Fayre. Auf dem Marktplatz boten die Selbstvermarkter Pflaumen in allen Farben und Formen  an und natürlich auch Marmeladen und andere Produkte aus Pflaumen. Teddy-Paraglidung vom Turm der Abbey, Oldtimershow  rund um die Abbey sowie ein riesiges Vergnügungsangebot im Abbeypark rundeten das Angebot ab. Auch Vereine und Institutionen stellten sich in ihren Pavillions vor. Trotz der ungewohnten Hitze strömten die Menschen in Scharen in die Stadt. Das Plum-Fayre ist das Ereignis des Sommers in  Pershore und Umgebung.

    Wie im Flug war die Zeit vergangen und es hieß „Abschied nehmen“. Es gibt bald ein Wiedersehen in Bad Neustadt vom 10. bis 15. Oktober.

    Gabi Gröschel

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