• aktualisiert:

    Sondheim

    Stetten will mit attraktiver Dorfmitte in die Zukunft gehen

    Vor dem Gasthaus zur Linde in Stetten wurden Parkplätze geschaffen, die mit einer Mauer als Abgrenzung vom ruhigeren Platz getrennt wurden Foto: Brigitte Gbureck

    Zu einem eher ungewöhnlichen Zeitpunkt, am Samstagmorgen, traf sich der Gemeinderat von Sondheim/Rhön im Dorfgemeinschaftshaus Stetten. Zur Sitzung gekommen war auch  Architekt Henry Kiesel vom Architekturbüro planidee franken und seine Mitarbeiterin Monika Bader als Projektbetreuerin,die den Stand für Anbau einer Kinderkrippe am Kindergarten Sondheim vorstellte. Für das Projekt wurde im Januar ein Antrag auf Förderung gestellt, wie Bürgermeister Thilo Wehner erläuterte. Der Bauantrag liege zur Weiterleitung an das Landratsamt vor.

    Monika Bader informierte, dass Ekkehard Schmitt vom Landratsamt es als sinnvoll erachte, die Küche aus dem Obergeschoss (Bestandsküche) mit dem unten befindlichen Personalraum zu tauschen. Das aber würde sehr teuer werden, weil eine ordnungsgemäße Großküche den finanziellen Rahmen sprengen würde. Förderschädlich sei eine Ablehnung des Vorschlags aber nicht, weil das landratsamt nur eine Empfehlung abgegeben habe.

    Zentrale Küche für die Rhön?

    Architekt Kiesel hat mit Bürgermeister Fischer aus Nordheim die Idee besprochen, eine zentrale große Küche in der Rhön zu bauen, wo vor Ort gekocht wird und die umliegenden Kindergärten beliefert werden. Bürgermeister Wehner stellte klar, dass seitens des Trägers die Tendenz aber nicht dahin gehe. Momentan laufe es noch mit dem Essen, die Idee mit Nordheim stehe aber zu gegebener Zeit auf der Tagesordnung. Das müsste aber dann der Träger regeln. Wehner will bei der bisherigen Planung bleiben.

    Der Plan von Architekt Henry Kiesel, den Gänsteich künftig als Wasserbecken auszubauen und mit Liegebereich rechts und links zu versehen, fand Anklang beim Gemeinderat Foto: Brigitte Gbureck

    Die Dorfplatzgestaltung in Stetten stand als weiterer Beratungspunkt an. Zunächst betonte der Architekt hier die hervorragende Zusammenarbeit mit zweitem Bürgermeister Dietmar Zink, mit dem er fast jede Woche zusammenkomme. Gern hätte man das Backhaus bereits fertiggestellt, aber die Abdichtungsarbeiten an der undichten Kamineinfassung konnten erst in der vergangenen Woche erfolgen. In 14 Tagen sollte es dann aber fertig sein.

    Leerrohr für Strom

    Dietmar Zink erläuterte die weiteren Stationen. Eine Leitung für eine eventuelle spätere Heizungsversorgung von der Eckstation zur Linde müsste 1,5 Meter tiefer gelegt werden. Bürgermeister Wehner sah die Heizungsanlage für das Gasthaus Lindeals  problematisch an. Es sollte deshalb die Möglichkeit offengehalten werden, auch die anderen gemeindlichen Gebäude wie beispielsweise das Dorfgemeinschafshaus mit zu versorgen. Dementsprechend solle eine Leerverrohrung über den Platz gelegt werden. Bei der späteren Außenbesichtigung entschied sich das Gremium für ein Leerrohr für Strom, aber nicht für die Heizung.

    "In Steede hängt der Löffel an der Keede", meinte Dietmar Zink lachend Foto: Brigitte Gbureck

    Drei Fahnenmasten müssten vorgesehen werden, wobei die Einsteckhülsen dafür stehen bleiben. Auch Weihnachtsbaum und Kermesstange bräuchten einen Platz. Lob hatte er für den barrierefreien Eingang zur Linde. Die Linde sei der Mittelpunkt, das Herzstück, da werde die Gemeinde nicht umhin kommen, bei einem fälligen Innenausbau in ein paar Jahren einen Aufzug einzubauen. Auf jeden Fall sollen die Dorfmittelpunkte zukunftsfähig aufgestellt sein und professionell geplant werden, fasste Thilo Wehner das Ganze zusammen. Rechtzeitig zu Pfingsten, zum Stettenturnier sollte alles fertig sein.

    Architekt Kiesel fuhr fort, dass der Platz um die Linde ursprünglich gepflastert werden sollte. Die Linde soll aber mit der Natursteinbank erhalten bleiben. Für die Oberflächengestaltung gebe es verschiedene Angebote. Graue oder beige Töne würden passen. Auf der Fläche um die Linde wird wieder das alte Pflaster verlegt. Auch die asphaltierten Wege werden gepflastert.

    Sehr gelungen präsentiert sich das restaurierte Backhaus in Stetten, das nur noch sporadisch genutzt wird Foto: Brigitte Gbureck

    Zum rechteckigen Bassin soll ein rechteckiger Platz geschaffen werden. Über das Jahr hat der Architekt das Bassin, sprich, den Gänsteich, mit seinem jahreszeitlichen Wasserverlauf beobachtet. Seine Meinung dazu: nicht einschränken, sondern lassen, wie es ist. „Das Becken im Becken“ ist seine Lösung – entweder mit zwei oder mit einem Becken. Ein attraktiver Platz für die Kinder sollte es werden. Der Gemeinderat tendiert beim Gänsteich in Richtung nur eines statt zweier Becken, zentral gelegen mit einem Liegebereich rechts und links.

    Die Dorfplatzgestaltung nimmt langsam Formen an und lässt schon jetzt erkennen, dass es ein attraktiver Dorfmittelpunkt werden wird.

    Bearbeitet von Brigitte Gbureck

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)

        Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!