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    Eußenhausen

    Stimmungsvolles Konzert in der Eußenhäuser Kirche

    Der Gesangverein Eußenhausen brillierte beim kleinen Konzert in der Kirche St. Bartholomäus mit seinen Gesangsbeiträgen, dirigiert wurde er von Heike Dankert. Foto: Brigitte Gbureck

    So traut und anheimelnd es in der Elmbachkapelle gewesen wäre, so war es doch aufgrund des wechselhaften Wetters eine gute Entscheidung der Verantwortlichen, die Veranstaltung „Einkehr finden im Abendlicht“ in die Kirche St. Bartholomäus in Eußenhausen zu verlegen. Der Gesangverein Eußenhausen eröffnete unter der einfühlsamen Chorleitung von Heike Dankert mit dem Kirchenlied „Glorwürd’ge Königin“, passend zum Festtag Mariä Himmelfahrt, den Abend.

    Dagma Dietz (Pfarrgemeinderatsvorsitzende) begrüßte die Besucher. Einkehr und Ruhe zu finden, dazu würde dieser Abend einladen. Auch die Kirche sei ein Ort der Ruhe und des Friedens. Hier beim Herrn dürften sich alle geborgen fühlen und erkennen, dass hier ein heiliger Ort ist, der Himmel und Erde miteinander verbindet, so als würde sich ein kleiner Spalt eines Tores öffnen, der einen Blick ins Paradies gewähre. Die Kerzen und Blumen würden wie ein Gebet zum Himmel die Gottesmutter grüßen, deren Festtag „Mariä Aufnahme in den Himmel“ gefeiert würde. „Kehren Sie ein in die stille Atmosphäre dieses Ortes und finden Sie Frieden für die Seele“, schloss Dagma Dietz ihre einführenden Worte.

    Marienlied und Besinnliches

    „Wie glänzet die Sonn“, damit präsentierte der Gesangverein ein Marienlied, sehr ansprechend und gut moduliert in der Lautstärke. Zwischen den musikalischen Beiträgen wurden Texte von Joseph von Eichendorff gelesen, wie „Nachtgruß“ mit Martin Dietz, „Kirchenlied“ mit Birgit Beck und „Waldeinsamkeit“ mit Gerlinde Breun. Auch von der Autorin Andrea Schwarz gab es drei besinnliche Texte mit Gisela Beck. „Ich schlief, doch mein Herz war wach“, „Ganz ruhig“ trug Margot Karlein vor und Martin Dietz „Ich preise den Herrn“.

    Die siebenköpfige Flötengruppe spielte „Rivers of Babylon“ und den „Tango Baroquita“ Foto: Brigitte Gbureck

    Wenn Himmel und Erde sich zu berühren scheinen

    Anett und Christoph Lüdecke sangen sehr berührend „Bleibe bei uns, du Wanderer durch die Zeit“, wobei Christoph Lüdecke mit der Gitarrenlaute begleitete. Die Flötengruppe mit den Spielerinnen Monika Haid, Lioba Reinardy, Anitra Sturzda, Sabine Rothkopf, Eva Dietz, Bettina Göpfert und Werner Beck spielte sehr melodiös „Rivers of Babylon“ nach dem Psalm 137 aus dem Alten Testament und den „Tango Baroquita“, einen Tanz im Barockgewand.

    Wilma Dietz las sehr ansprechend „Ich folge schon so lang“ von Eva-Maria Leiber. Mit wunderbaren Stimmen sangen die drei Schwestern Yasmin, Jenny und Enya Dankert hingebungsvoll und harmonisch “Wo Menschen sich vergessen“. Man könnte meinen, Himmel und Erde würden sich wirklich berühren. Begleitet wurden sie von Matteo Elsner am Keyboard. Ein zu Herzen gehendes Lied war auch die „Kleine Bergkirche“ oder das Ave Maria, das der Gesangverein stimmungsvoll in Szene setzte.

    Solistin Anitra Sturdza begeisterte mit Gitarre und Gesang. Foto: Brigitte Gbureck

    Je dunkler es draußen wurde, umso anheimelnder wurde es im Kerzenschein der Kirche. Dankbarkeit und Vertrauen leuchteten aus dem Song „Wo ich auch stehe“, dargeboten von Anitra Sturdza mit Gesang und Gitarre. Anett Lüdecke sang gefühlsbetont „Guten Abend, gute Nacht“, wieder begleitet von Christoph Lüdecke auf der Gitarrenlaute. Dagma Dietz hatte das Schlusswort von Lothar Zenetti „Einmal wird uns gewiss die Rechnung präsentiert“.

    „Es war uns ein Vergnügen“, resümierte Dagma Dietz und dankte allen, die diesen Abend gestaltet und mitgeholfen haben. „Wir schließen diesen Abend der Einkehr und vertrauen uns Gottes Segen an, den wir uns im gemeinsamen Abschlusslied gegenseitig wünschen. Möge Gott deinen Weg begleiten, dich stützen, wenn du müde wirst. Er sei dein Halt, er lenke dich durch alle Zeiten, du bist gesegnet, weil er stets bei dir ist“.

    Viel Lob für reizvolles Programm

    Nach diesem Segensspruch sangen alle gemeinsam aus vollem Herzen „Möge die Straße uns zusammen führen“, an der Gitarre von Margot Karlein und Wilma Dietz begleitet. Viel Applaus belohnte die Künstler und die Verantwortlichen für ihr reizvoll ausgewähltes und dargebotenes Programm.

    Bei guten Gesprächen ließ man den Abend gemütlich ausklingen. Und auch die Kirchentür von St. Bartholomäus stand noch offen und gewährte einen Blick in das vom Kerzenschein erleuchtete Gotteshaus.

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