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    Stockheim

    Stockheim bekommt Städtebauförderung

    Als Notsicherungsmaßnahme läuft derzeit am ausgebrannten Stockheimer Pfarrhaus die Instandsetzung des Daches. Für die restlichen Sanierungsarbeiten peilt die politische Gemeinde, die jetzt Eigentümerin des Gebäudes ist, Mittel aus der Städtebauförderung an. Foto: Eva Wienröder

    Über die Streutalallianz kann die Gemeinde Stockheim nun in den Genuss von Mitteln der Städtebauförderung kommen. Nachdem bereits mögliche Handlungsfelder im Rahmen des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzeptes (ILEK) erarbeitet worden sind, befasste sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung mit der angedachten Gebietsfestlegung im Dorf und beschloss eine Prioritätenliste, um mögliche Maßnahmen gezielt angehen zu können.

    Um an Mittel aus der Städtebauförderung zu kommen, muss die Gemeinde einen Maßnahmenkatalog bei der Regierung von Unterfranken vorlegen. „Dieser ist nicht abschließend, er kann jederzeit fortgeschrieben werden“, wie Bürgermeister Martin Link seinen Gemeinderatskollegen erklärte. „Es ist ganz wichtig, dass das Pfarrhaus in die Städtebauförderung kommt“, machte er deutlich. Die aktuellen Dacharbeiten gelten nach den Worten des Gemeindechefs als Notsicherungsmaßnahmen. Für die restliche Sanierung des ausgebrannten Gebäudes benötige man Mittel aus der Städtebauförderung.

    Christian Roßhirt, Leiter des Bauamts an der VG Mellrichstadt, erläuterte die verschiedenen möglichen Handlungsfelder und die aktuelle Prioritätenliste. An oberster Stelle steht die Entwicklung des Altorts als Zukunftsraum mit der Schaffung von bedarfsgerechtem Wohnraum durch innovative Ansätze. Die Sanierung des Pfarrhauses wäre ein Beispiel für Möglichkeiten des Wohnens im Innerort für Familien. Auf der Agenda stehen außerdem die Schaffung von Bildungsangeboten für benachteiligte junge Menschen, die barrierefreie Gestaltung des öffentlichen Raums und Entwicklungsperspektiven für verkehrlich belastete Ortslagen.

    Neues Spielhaus für den Kindergarten

    Die katholische Kindertagesstätte St. Vitus möchte für das Außengelände des Krippenbereichs ein neues Spielhaus anschaffen und hat bei der politischen Gemeinde einen Antrag auf Bezuschussung gestellt. Das vorhandene Spielhaus war im Zuge einer Prüfung aus sicherheitstechnischen Gründen beanstandet und gesperrt worden, so dass die Krippenkinder derzeit nur einen Sandkasten und eine Schaukel nutzen können.

    Eine ordentliche Ausstattung der Kindertagesstätte sei wichtig und die gut funktionierende Einrichtung ein Standortvorteil der Gemeinde, wie der Gemeinderat befand. Man war sich einig, dass man die Anschaffung großzügig unterstützen sollte. Von den Kosten der neuen Spielmöglichkeit, die mit rund 11 000 Euro beziffert sind, wird die Gemeinde dem Vorschlag des Bürgermeisters folgend 8000 Euro übernehmen. Dafür, dass die Ausgabe eventuell noch in diesem Haushaltsjahr zum Tragen kommen sollte, genehmigte das Gremium vorsorglich die außerplanmäßige Ausgabe.

    Aufträge für das neue Baugebiet vergeben

    Bürgermeister Link konnte Beschlüsse aus der nichtöffentlichen Sitzung vom 16. Juli bekannt geben. Da hatte der Gemeinderat einige Nachträge für die Erschließung des neuen Baugebiets „Am Grasberg II“ genehmigt. Im Gegenzug waren Positionen aus dem Leistungsverzeichnis entfallen, sodass tatsächlich keine Mehrkosten entstanden sind. Daneben war die Auftragsvergabe für Pumpen, Druckerhöhungsanlage und Anbindungsarbeiten an das Wassernetz an die Firma Scheba erfolgt (insgesamt rund 41 300 Euro). Die Firma Lörzel hat man mit der Ableitung des Oberflächenwassers eines gemeindlichen Weges beauftragt (6774 Euro).

    In Folge des Ausscheidens von Bernd Ullrich aus dem Gemeindeparlament mussten dessen bisherige Ämter noch neu besetzt werden. Bürgermeister Martin Link wird als Sozialbeauftragter fungieren und Diana Pachovsky wird Stellvertreterin von Ludwig Streit im Rechnungsprüfungsauschuss des Abwasserzweckverbandes Mellrichstädter Gruppe. Karmen Wille ist Verbandsrätin in der Gemeinschaftsversammlung der VG Mellrichstadt, Thomas Dietz Vertreter.

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