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    STOCKHEIM

    Stockheimer entscheiden im Februar über Mobilfunkmast

    Pfarrer Andreas Hutzler dankte Bürgermeister Martin Link am Ende der Bürgerversammlung in Stockheim für seinen Einsatz zum Wohl der Gemeinde Foto: Brigitte Gbureck

    Der Saal in der „Alte Schule“ in Stockheim war zur Bürgerversammlung gut gefüllt. Die Interessierten bekamen nach der Begrüßung umfangreiche Informationen von Bürgermeister Martin Link. Demnach hatte der Gemeinderat in neun Sitzungen 129 Tagesordnungspunkte abzuarbeiten. Die Einwohnerzahl mit Hauptwohnung lag bei 1092. Mit über einem Drittel der Bewohner im Alter zwischen 41 bis 65 Jahren ist Stockheim ein relativ junges Dorf. Elf Todesfällen standen allerdings nur vier Geburten gegenüber.

    Bürgerentscheid am 3. Februar

    In den Gemeinderatssitzungen sei es unter anderem um die Änderung der Abwassergebühren, die Genehmigung des Forstbetriebsplanes, den Haushalt, das Integrierte Ländlichen Entwicklungskonzept (ILEK) oder die Beteiligung der Gemeinde an der Streutalallianz gegangen. Auch das „heiße Thema“ Errichtung eines D1 Mobilfunkmastes durch die Telekom auf dem alten Rathaus sei natürlich behandelt worden.

    Wie Link zum Thema der geplanten und umstrittenen Mobilfunkbasisstation weiter informierte, soll der Gemeinderat einen Termin für einen Bürgerentscheid nach einer gemeindlichen Info-Veranstaltung festsetzen. Die Fragestellung sei dann eindeutig mit Ja oder Nein zu beantworten. Als Termin des Entscheids wird der 3. Februar 2019 vorgeschlagen. Voraussetzung sei natürlich ein Beschluss des Gemeinderates, der bei der nächsten Sitzung erfolgen sollte.

    Auf die Frage zum Sachstand „Suche nach alternativen Techniken zum Sendemast“ informierte der Bürgermeister, dass er von den Fachleuten des Landratsamtes, an die er das Thema mit der Bitte um Überprüfung gegeben habe, noch keine Rückmeldung erhalten habe.

    Untersuchungen an der Bahnbrücke

    Als neuer Gemeindearbeiter werde Steffen Sauer am 1. Januar seinen Dienst antreten, informierte der Bürgermeister. Weiter gab er bekannt, dass ab Mitte Dezember die Willmarser Straße für den Verkehr wieder freigegeben wird. Der nächste Bauabschnitt soll im Frühjahr 2019 beginnen und bis Sommer 2019 abgeschlossen sein.

    Zur Zeit finden an der Eisenbahnbrücke und am Wasserdurchlass Sulz an der B 285, Ortsausgang Stockheim, Untergrunduntersuchungen statt, die in Kürze abgeschlossen sein werden. Die Ergebnisse seien Voraussetzung für den Beginn der Planung des Bundes für den Brückenneubau. Allerdings stehe noch nicht fest, wann dieser stattfindet.

    Auch beim Forstbetrieb gibt es Änderungen. Wie der Bürgermeister informierte, geht Förster Ingo Büttner 2021 in den Ruhestand. Der Staat ziehe sich aus der Beförsterung zurück, die Kommunen müssen sich um die Beförsterung ihrer Wälder selber kümmern. Die Forstbetriebsgesellschaft in Fladungen solle in Zukunft auch die Betriebsleitung und Betriebsführung übernehmen und dazu und zwei Forsttechniker einstellen.

    Geringe Pro-Kopf-Verschuldung

    Als wichtigste Vorhaben für 2019 stellte Martin Link die Ausweisung eines neuen Baugebietes und den weiteren DSL-Ausbau vor. Für den Unterhalt der Ortsstraßen seien größere Investitionen nötig.

    Kämmerin Anette Goldbach informierte über die Haushaltslage. Sie berichtete über eine Pro-Kopf-Verschuldung von 35,55 Euro. Die Allgemeine Rücklage in Höhe von 1,065 362 Millionen Euro entspreche einer Rücklage pro Kopf von 971,16 Euro. Wurde beim Forst ein Überschuss mit 6100 Euro erwartet, so weise der gegenwärtig ein Minus von 11 000 Euro auf. Hierzu erläuterte der Bürgermeister, dass im feuchten Frühjahr und dann im sehr trockenen Sommer wegen der Waldbrandgefahr die Rückemaschinen abgesagt werden mussten. Als die Witterung gepasst habe, hätten die umliegenden Kommunen viel Käferholz, weshalb die Harvester dort eingesetzt wurden. Nun erfolgten ein ordentlicher Eichehieb und ein kleinerer Buchenhieb. Wegen Käfer und Windbruch und weil der Preis ziemlich am Boden ist, würden Einschläge von Fichte und Kiefer komplett ausgelassen.

    Kaum Diskussionen

    Die anschließende Diskussion fiel kurz aus. Der vermisste Treppenaufgang für Rollstuhlfahrer sei ein Thema für den Pfarrfamilienabend. Ein Bürger störte sich an den Hinterlassenschaften mancher Hunde, obwohl Hundeklos vorhanden sind. Pfarrer Hutzler wies darauf hin, dass der Kindergarten ab 31. März keinen Träger mehr habe. Über den Trägerwechsel werde gesprochen werden müssen. Deshalb lud er zum Pfarrfamilienabend ein.

    Bevor der Bürgermeister schließlich allen Dank aussprach, die für die Gemeinde aktiv seien, brachte er seinen Ärger über nächtlich rausgerissene Blumen an etlichen Orten zum Ausdruck. Wer gärtnerisch tätig werden möchte, könne sich bei ihm tagsüber melden. Zum Abschluss dankte dann Pfarrer Andreas Hutzler Bürgermeister Martin Link für seinen Einsatz zum Wohl der Gemeinde.

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