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    Strahlungen

    Strahlungen: "Vogelknöterich-Problem" auf dem Friedhof

    Der Vogelknöterich macht sich unaufhaltsam auf dem Strahlunger Friedhof breit und ist nicht zu stoppen. Zwischen generellem Zukunftskonzept der Neugestaltung, in Kürze umsetzbaren Blühflächen zwischen den Gräbern, Schatten spendenden Bäumen und der reinen akuten Problembewältigung sprangen die Gedanken des Ratsgremiums bei einer Vor-Ort-Besichtigung.  Foto: Andreas Sietz

    Für heftige Diskussionen sorgte ein unliebsames Thema den Friedhof neben der St. Nikolaus-Kirche betreffend. Auch in Strahlungen geht der Trend weg von Erd- hin zu Urnenbestattungen und so gibt es immer mehr freie, geschotterte Flächen. Genau diese bevorzugt die Pflanze Vogelknöterich, die sich nun scheinbar unaufhaltsam breit macht.

    Engagierte Damen aus dem Dorf investierten schon unzählige Stunden, um dem Problem Herr zu werden. Doch ohne Erfolg, da dieses Unkraut auf dem Friedhof bestens gedeiht. Hubert Schmitt, der Vorsitzende der Gütegemeinschaft für Friedhofsysteme, wurde als Fachmann zu einer Vor-Ort-Besichtigung durch die Mandatsträger eingeladen. Dieser stellte fest, dass der Knöterich nur auf dem vorherrschenden festen Kalkboden gedeihe und so schlug er Blühflächen zwischen den Gräbern mit Lavendel vor.

    Viele neue Gestaltungsmöglichkeiten vorgebracht

    Ein Blickfang und Schattenspender wären auch neue Bäume, die zum einen als Vorbereitung für naturnahe Bestattungen dienen könnten, zum anderen gehe der Trend bei Friedhöfen hin zu parkähnlichen Anlagen. Schmitt schlug weiter eine zukunftsweisende Konzeptionierung der letzten Ruhestätte vor. Doch manchem Rat ging das zu weit, schließlich solle nur das „Knöterich-Problem“ behoben werden.

    Chemie ist auf gemeindlichen Anlagen jedoch verboten, unterstrich Bürgermeisterin Karola Back und so ging die Abstimmung über eine Musterblühfläche, einem schattenspendenden Baum und gewünschte Eigeninitiative zur Problembewältigung rund um das eigene Familiengrab unentschieden aus. Dies bedeutet, dass der Antrag abgelehnt wurde und es bleibt alles erst einmal beim Alten.

    Genehmigung für Bauhoflagerplatz erteilt

    In der „Hirschleite“ soll ein rund 640 Quadratmeter großer, eingezäunter Bauhoflagerplatz mit vier Schütten errichtet werden und bedurfte wegen seines Umfangs einer baurechtlichen Genehmigung. Diese erteilte das Ratsgremium, nachdem im Vorfeld die Verwaltung Stellungsnahmen verschiedener Behörden eingeholt und diese grundsätzlich ihr Einvernehmen erteilt hatten.  

    In der Maisitzung beschloss der Rat die Haushaltssatzung, den Stellenplan, das Investitionsprogramm 2019, sowie die Finanzplanung bis 2022. Nun haben sich jedoch relevante Finanzdaten geändert. So stehen für dieses Jahr keine  Kredite an. Geplant waren neue in Höhe von 200 000 Euro und der Kreditbedarf für die nächste Planjahren falle auch rund 60 000 Euro niedriger aus. So wurde die Haushaltssatzung mit ihren Veränderungen von VG-Mitarbeiter Martin Koller erneut erörtert und vom Ratsgremium abgesegnet. Die Haushaltssatzung tritt rückwirkend zum 1. Januar 2019 in Kraft.

    Bekanntgaben aus nichtöffentlichen Sitzungen

    Aus nichtöffentlichen Sitzungen gab Bürgermeisterin Karola Back bekannt, dass der „Anwandweg“ im Baugebiet „Zehnt III“ nicht zwingend an den durch Hecken abgetrennten Wirtschaftsweg, den „Eselweg“, angebunden werden muss. Aus ökologischen Gründen erscheint eine Rodung der Hecke nicht erstrebenswert. Die Tiefbauverwaltung beabsichtigt deshalb den gegenwärtigen Zustand beizubehalten.

    Ferner informierte die Gemeindechefin, dass die Leitungsgräben für die Anbindung der neu hergestellten Beleuchtung des Fußweges zum Sportplatz im Zuge der Asphaltarbeiten in der Rheinfeldshöfer Straße geschlossen wurden. Der Auftrag für eine Kanalbefahrung und dazugehörender Untersuchungen im Rahmen der Sanierung der Günter-Burger-Halle ging für 16 650 Euro an die Firma „Peter Teuchert – Kanalsystemkontrolle-Kanalsanierung“ aus Viernau.

    Innovative Ideen hatte der Vorsitzende der Gütegemeinschaft für Friedhofsysteme, Hubert Schmitt (3. von rechts), mitgebracht. Diese stellte er dem Strahlunger Ratsgremium vor Ort anhand von gestalterischen Beispielen vor. Foto: Andreas Sietz