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    Stockheim

    Straße wird voraussichtlich für ein Jahr gesperrt

    Die Erneuerung der Bahnbrücke in Stockheim, in deren Zuge auch eine Kuppenabflachung der Bundesstraße erfolgen soll, dürfte massive Verkehrsbeeinträchtigungen mit sich bringen. Wie Bürgermeister Martin Link im Gemeinderat berichtete, sieht das staatliche Bauamt eine Vollsperrung von einem Jahr vor. Foto: Eva Wienröder

    In der jüngsten Gemeinderatssitzung informierte Bürgermeister Martin Link zum Sachstand der geplanten Erneuerung der Eisenbahnbrücke an der B 285, die einher gehen soll mit der Kuppenabflachung der Bundesstraße und der Erneuerung der Brücke über den Sulzbach. Maßnahmenbeginn ist demnach voraussichtlich nicht vor 2021.

    Die Gemeinde hat beim staatlichen Bauamt nach dem Stand der Planungen gefragt. Wie Link seinem Gemeinderatsgremium mitteilen konnte, liegen bislang nur die Vorplanungen für die beiden Brückenbauwerke vor. Christian Roßhirt, Bauamtsleiter der Verwaltungsgemeinschaft Mellrichstadt, ging kurz darauf ein. Gemäß der vorliegenden Planungen wird die neue Brücke, durch die dann neben der Fahrbahn auch ein Rad- und Gehweg führen wird, eine kleinste lichte Höhe von 4,70 Metern aufweisen und eine Breite von 11,50 Metern. Die Brücke über den Sulzbach soll durch ein neues Wellstahlprofil ersetzt werden. Der Gemeinderat hatte gegen die vorgelegten Brücken-Planungen keine Einwendungen.

    Vollsperrung der Straße von Stockheim nach Ostheim

    Das umfangreiche Bauvorhaben werde massive Einschränkungen für die Bürger und für das örtliche Gewerbe mit sich bringen, so Bürgermeister Martin Link. Vermutlich werde für einen Zeitraum von einem Jahr eine Vollsperrung der Straße von Stockheim nach Ostheim vonnöten sein. „Die Bevölkerung wird rechtzeitig informiert“, kündigte Link an, der zum gegebenen Zeitpunkt eine Bürgerversammlung einberufen möchte.

    Vom TSV Stockheim lag ein Zuschussantrag für diverse Investitionen vor. Die Beschaffung eines neuen Spindelrasenmähers für die beiden Spotplätze ist mit 8.000 Euro beziffert, die Reparatur des alten Mähers , der dann noch für Ersatzzwecke dienen könnte, mit 1.500 Euro. Außerdem sind kleinere Umbauten im Bereich der Kegelbahn und des Gastraumes sowie der Umbau des Fitnessraumes im Keller und die Anschaffung von Trainingsgeräten geplant. Die Ausgaben für die Kegelbahn hat man mit 2.500 Euro und für den Fitnessraum mit 3.000 Euro veranschlagt.

    Sportverein erhält Zuschuss  

    Im Gemeinderat war man sich einig, dass man dem TSV, der ja schließlich auch seine Anlage in Eigenregie pflegt, eine Finanzspritze gewähren sollte. Die Ratsleute sagten 9.500 Euro für die Rasenmäher zu. Was die Baumaßnahmen angeht, wurde noch keine Entscheidung getroffen. Hier möchte man zunächst abwarten, inwieweit der BLSV diese bezuschusst. TSV-Vorsitzender Heiko Streit dankte schon einmal der Gemeinde für die Unterstützung, auch angesichts der 150-Jahr-Feier, die heuer bei den Sportfreunden ansteht.

    Der Gemeinderat hatte im August letzten Jahres der Beauftragung zur Erstellung eines Kernwegekonzeptes durch die Streutalallianz zugestimmt. Die BBV-Landsiedlung wurde zwischenzeitlich von der Allianz mit der Erstellung beauftragt und wird sich in den kommenden Wochen mit den Gemeinden in Verbindung setzen. Die Gemeinde sollte sich im Vorfeld schon einmal Gedanken machen, welche Wege aus ihrer Sicht zu Kernwegen ausgebaut werden sollten, erklärte der Bürgermeister und stellte kurz die Kriterien vor. Aus dem Gemeinderat wurde ein Arbeitskreis mit Bürgermeister Link, Diana Pachovsky, Michael Ludwig, Lorenz Sauer und Ludwig Streit gebildet, der dann auch an den geplanten Planungstreffen teilnehmen wird.

    Hohe Verkehrsbelastung zwischen Sportplatz und Siedlung

    Zur Sitzung waren zwei Bauanträge eingereicht worden, die seitens der Gemeinde nicht zu beanstanden sind. „Grünes Licht“ gab es für die Aufstockung eines bestehenden Wohnhauses sowie für die Errichtung eines Gartenschuppens und Carports.

    Die Aufwendungen des Bauhofes für das Pfarrhaus lagen im vergangenen Jahr bei 520 Euro und bei der Pflege der Außenanlage der Kindertagesstätte bei 1.820 Euro. Wie in den Vorjahren stimmte der Gemeinderat dafür, der katholischen Kirchenstiftung die Kosten als freiwillige Leistung zu gewähren.

    Eine Anwohnerin beklagt in einem Schreiben an die Gemeinde das hohe Verkehrsaufkommen und den Zustand des Verbindungsweges zwischen dem Sportplatz und der Siedlung. Der Weg wird mitunter rege genutzt und gilt als Ausweichroute, wenn wieder einmal ein LKW die Brückendurchfahrt an der B 285 versperrt. Die Anwohnerin regt verschiedene Möglichkeiten der Verkehrsberuhigung an, wie etwa eine Geschwindigkeitsbegrenzung oder eine Durchfahrt nur für Anlieger. Da es sich um einen dem Außenbereich zuzuordnenden Feld- und Waldweg handelt, sieht die Gemeinde derzeit keine Möglichkeiten. Aber man werde sich mit dem Thema noch näher befassen müssen, gerade auch im Hinblick auf die zu erwartende einjährige Vollsperrung der B 285, wie die Bürgervertreter befanden.

    Der Verbindungsweg vom Sportplatz zur Siedlung wird häufig befahren und ist Ausweichroute, wenn wieder einmal ein LKW die Brückendurchfahrt an der B 285 versperrt. Foto: Eva Wienröder

    Für den Tag nach der Gemeinderatssitzung waren größere Instandsetzungsarbeiten am Stockheimer Wassernetz anberaumt, wofür im kompletten Ort das Wasser für mehrere Stunden abgestellt werden sollte. Diana Pachovsky reklamierte, dass am Vortag der Maßnahme viele Bürger noch nichts davon gewusst hätten. Die Gemeinde hatte zwar Meldung an die lokalen Zeitungen gegeben, wie Link erklärte, aber Pachovskys Vorschlag, man sollte in solchen Fällen doch lieber Handzettel an alle Haushalte verteilen lassen, beipflichtete.

    Sachbeschädigungen häufen sich

    In Stockheim häufen sich nach den Worten des Gemeindeoberhaupts in letzter Zeit Fälle von Sachbeschädigungen, die dem Bauhof zusätzliche Arbeit und der Gemeinde Kosten bescheren. Außerdem werden derzeit viele Schilder geklaut. Link bat seinen Gemeinderat und alle Bürger, aufmerksam zu sein und Augen und Ohren offen zu halten, um die Verursacher ausfindig zu machen.

    Bei der Zusammenkunft wurde noch ein Beschluss aus vorangegangener nichtöffentlicher Sitzung bekannt gegeben. Demnach hat die Firma Karlein Bau, Mellrichstadt, den Auftrag für die Erschließung des Baugebietes „Am Grasberg II“ (ohne Beleuchtung) zum Angebotspreis von 497.830 Euro erhalten.

    Bearbeitet von Eva Wienröder

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