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    Sulzdorf

    Sulzdorf: Wasserstand am Reuthsee bereitet Sorge

    Der Reuthsee in Sulzdorf – ein idyllischer Ort zum Verweilen, doch die die Lage ist angespannt. Bereits jetzt fehlen rund 40 Zentimeter zum normalen Wasserstand und eine Aussicht auf Besserung ist nicht in Sicht. Foto: Ralf Seidling

    Eine umfangreiche Tagesordnung galt es für den Gemeinderat in Sulzdorf zu bearbeiten. Zwei Ortstermine, zwölf Tagesordnungspunkte im öffentlichen und zehn im nicht öffentlichen Teil mussten abgearbeitet werden. Bei  den Ortsterminen machten sich die Gemeinderäte zusammen mit Gerd Jahrsdörfer von der Polizei Bad Neustadt, hier zuständig für das Verkehrsrecht, ein Bild von der Parkplatzsituation am alten Schwimmbad in der Reuthseesiedlung. Hier kommt es immer wieder zu Beschwerden eines Anwohners. Die Gemeinde sieht hier nach Beratung und Diskussion aber keinen Handlungsbedarf. Wenn sich alle an die allgemeinen Regeln beim Parken halten gibt es kein Problem und das Ausparken vom Grundstück ist ohne Einschränkung möglich. Somit wird die Forderung des Anwohners nach einem separaten Schwerbehindertenparkplatz nicht weiter verfolgt.

    Erwin Schmitt von der Interessengemeinschaft Reuthsee erläuterte dem Gemeinderat die aktuelle Situation am Reuthsee anhand von Aufzeichnungen und Messungen Foto: Ralf Seidling

    Auch der zweite Termin war am Reuthsee. Die Gemeinderäte besichtigten die Wasserzuführungen zum See. Da der Reuthsee nur von Regenwasser gespeist wird, ist es sehr wichtig, dass die im Wald verlaufenden Wasserzuführungen in Takt sind. Der Wasserstand ist auch in diesem Jahr wieder extrem angespannt, da schon jetzt rund 40 Zentimeter Wasser fehlen, so Erwin Schmitt von der Interessengemeinschaft Reuthsee. Die Gemeinde will versuchen, mittels Nivellierung und Ausbaggern von alten Gräben, weiteres Wasser in den See zu bringen, was aber mit nicht zu unterschätzenden Kosten verbunden sein dürfte.

    Kamera-Befahrung maßgeblich

    Zum Thema Kanalsanierung in der Gemeinde legte der Gemeinderat fest, die erforderlichen Maßnahmen anhand einer Prioritätenliste weiter zu führen. Maßgeblich sind hierbei die Ergebnisse der Kamera-Befahrung im Rahmen der Erstellung des Kanalkatasters in der Gemeinde. Die Maßnahmen sind für mehrere Jahre angedacht. Im Haushaltsplan der Gemeinde wurden für 2019 keine Mittel eingestellt, es werden aber zwecks Planungssicherheit die Leistungsphasen 1 bis 3 beauftragt und eine Absichtserklärung für die Vergabe der Leistungsphasen 5 bis 9 verfasst.

    Hier besteht kein Bedarf zum Handeln für die Gemeinde. Die Parksituation ist für alle Beteiligten ausreichend, wenn sich jeder an die Regeln hält, stellte der Gemeinderat fest. Foto: Ralf Seidling

    Weiter beschloss der Gemeinderat für die Umstellung auf das neue Umsatzsteuerrecht das Angebot der Firma TreuKom in Höhe von 952 Euro anzunehmen. Die Umstellung des Umsatzsteuerrechts muss bis 1. Januar 2021 erfolgen. Ab dem Haushaltsjahr 2020 werden entsprechende Mittel im Haushalt eingestellt. Weiter wurden die beiden Kommandanten der Zimmerauer Wehr Roland Gill und Jürgen Gollhardt durch die Gemeinde offiziell im Amt bestätigt. Weiter informierte Bürgermeisterin Angelika Götz noch über Bauvorhaben in der Gemeinde. So wurden in Sulzdorf Anträge für den Umbau und die Sanierung eines bestehenden Wohnhauses sowie der Neubau eines Wohnhauses mit Garage gestellt. In Serrfeld möchte ein Bürger im Wochenendhausgebiet einen Geräteraum anbauen. Die Anträge wurden entsprechend an das Landratsamt weitergeleitet.

    Freiflächen-Solaranlage

    Nach der grundsätzlichen Zustimmung zur Errichtung einer Freiflächen-Solaranlage auf der ehemaligen Bauschuttdeponie wurden nun weitere Beschlüsse für dieses Vorhaben notwendig. Die Planungskosten in Höhe von rund 15000 Euro werden durch die Firma Belectric als Vorhabenträger übernommen. Genehmigt wurde auch die Zuwendung über das Innenentwicklungsprogramm der Allianz in Höhe von 2000 Euro für ein Vorhaben in Obereßfeld. Sollte der Eigentümer einen Neubau mit anschließender Wohnnutzung errichten, werden unter Einhaltung der Richtlinien der Innenentwicklungssatzung weitere 8000 Euro in Aussicht gestellt.