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    BISCHOFSHEIM

    Superfood aus dem eigenen Garten

    Gemüse-Pommes zu naschen, das gehörte auch dazu. Zuvor wurde den Besuchern die Herstellung gezeigt.
    Gemüse-Pommes zu naschen, das gehörte auch dazu. Zuvor wurde den Besuchern die Herstellung gezeigt. Foto: Marion Eckert

    Wenn die Hauswirtschaftsschule ihre Türen öffnet, wird es voll. So auch am Projekttag „Herbstliche Genüsse – Wertvolles aus der Region“ am vergangenen Sonntag. Quasi von der ersten Minute an waren die Räume mit Besuchern gefüllt. Die Vorführungen in der Küche wurden so gut angenommen, dass die Küchenzeile bis zum Nachmittag stets dicht umlagert war.

    Rezeptideen für zu Hause

    Vor allem die Rezepte zum mitnehmen waren begehrt, sind doch die Anregungen regional und saisonal ausgerichtet und auch für weniger Geübte einfach nachzukochen.

    Einer der Schwerpunkte in diesem Jahr war der Superfood-Trend. Allein in Deutschland stieg der Umsatz von 2014 bis 2016 von 1,5 Millionen auf 42,6 Millionen Euro. Chia ist der Star. Doch was ist Superfood eigentlich?

    Es sei ein Marketingbegriff, der weder wissenschaftlich noch lebensmittelrechtlich definiert sei, erklärten die Studierenden. Eine Bezeichnung für pflanzliche, meist exotische Lebensmittel mit hohem Gehalt an gesundheitsförderlichen Inhaltsstoffen.

    Hohe Erwartungen werden an das Superfood gestellt, von der Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens über die Senkung des Cholesterinspiegels bis hin zum Schutz vor Krebs.

    Superfood als Alleskönner?

    In der Ausstellung gab es noch weitere Informationen: Die vergleichsweise teuren Produkte weisen teilweise ein hohe Schadstoffbelastung auf. Oft seien keine Qualitätsstandards im Anbau vorhanden. Die Studierenden zeigten, welches Superfood es dagegen vor der eigenen Haustüre gibt. So kamen heimische Kohlsorten zu neuen Ehren. Aber auch Zwiebeln und Knoblauch, Kürbis, Steckrüben und Lauch sind heimisches Superfood mit ebenso reichhaltigen wie vielfältig gesundheitsförderlichen Eigenschaften.

    Heimisches Obst und Gemüse

    Weiterhin wurden die Besucher informiert, dass Getreide wie Hafer, Emmer und Dinkel oder Nüsse, Obst und Beeren reich an wertvollen Inhaltsstoffen und zudem regional und frisch erhältlich, preiswerter oder sogar im eigenen Garten anzubauen seien.

    Bei einer Gegenüberstellung der Nährwerte durch die Studierenden schnitt das heimische Obst und Gemüse stets besser ab. Es wurde betont, dass ein Superfood noch keine gesunde Ernährung ausmacht. „Sich Nährstoffreich, ausgewogen, gesund und nachhaltig zu ernähren, das gelingt mit regionalen und saisonalen Lebensmitteln.“

    Wirksame Hausmittel herstellen

    Nahtlos ging die Ausstellung zum Thema „Apotheke aus dem Garten“ über. Hier stand im Vordergrund, dass aus heimischen Kräutern und Pflanzen einfache Hausmittel hergestellt werden können.

    Da gab es Rezepte für Badesalz mit Blüten oder Kräutern, für Ringelblumen-Körperbutter oder Majoransalbe, die bei einer Schnupfennase für Linderung sorgt. Außerdem Hustensirup mit Thymian, Salbei, Fenchel und Anis oder Gewürzhonig.

    Kreativ in der Küche

    In der Schulküche ging es ums Dörren von Obst und Gemüse, sowie die Herstellung von Gemüse-Pommes und leckeren Brotaufstrichen. Verwendet wurden wieder typische heimische Sorten. Doch nicht nur Aufstriche auch Rohkost-Salate, Gemüse-Püree und kreative Zubereitungsmöglichkeiten für Rote-Beete, Wirsing und Co wurden ausgestellt.

    Über die Ausstellungen hinaus gab es noch Präsentationen von Partnern und Direktvermarktern der Schule, Informationen zum Schulbesuch und ausgefallene und doch einfach nachzuahmende Dekorationsideen für den Herbst.

    Informationen zum Studiengang

    Im übrigen: Im September 2019 beginnt ein neuer Studiengang. Anmeldungen werden jetzt schon entgegen genommen. Ein Informationstag ist am 7. Mai 2019 vorgesehen. Ansprechpartnerin ist Doris Hartan-Khan, Tel. (0 97 72) 93 28-120 oder per Mail: poststelle@aelf-ns.bayern.de. Weitere Informationen gibt es unter: www.berufe.hauswirtschaft.bayern.de oder www.aelf-ns.bayern.de.

    Vielfältige Informationen gab es zum Thema „Superfood“, wobei heimische Alternativen aufgezeigt wurden.
    Vielfältige Informationen gab es zum Thema „Superfood“, wobei heimische Alternativen aufgezeigt wurden. Foto: Marion Eckert
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