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    Aubstadt

    TSV Aubstadt: Erst der Aufstieg, dann die Stufen

    Oliver Merkl (links) legt mit Hand an beim Pflastern der Stehränge im Gästeblock Der Gästeblock im Schulstadion nimmt Gestalt an. Foto: Rudi Dümpert

    Es geht voran beim TSV Aubstadt, mit der sportlichen und parallel dazu mit der infrastrukturellen Entwicklung. A-Klasse, Bezirksliga, Bezirksoberliga, Landesliga, Bayernliga und jetzt Regionalliga im sportlichen Bereich sind die Stationen der Mannschaft seit Anfang der 90-er-Jahre. Genau so alt ist der Sportplatz, an dem sich bis vor einem Jahr allerdings auch wenig geändert hat. In drei Wochen beginnt die neue Saison. Doch Fußballer sieht man immer noch keine  seit dem Spiel am 18. Mai gegen den FC Sand. Die Spieler trainieren zurzeit auf dem Gabolshäuser Sportplatz, um das Format für die vierthöchste Spielklasse in Deutschland zu erreichen.

    Vor einem Jahr angefangen

    In Gabolshausen auch deshalb, weil am eigenen Gelände gleichzeitig eine Reihe infrastruktureller Veränderungen vorgenommen werden. Sie dienen der Erfüllung von  Auflagen des Verbands, die dieser für die Sicherheit des Spielbetriebs für unabdingbar hält. Bereits vor einem Jahr hatte man damit angefangen, in weiser Voraussicht, damit nicht jetzt alles auf einmal zu stemmen ist.

    Vergangenen Samstag war wieder Großeinsatz am Schulsportplatz. Als ganz wichtig wurde von der Verbands-Kommission der Gäste-Fanblock eingestuft. Jetzt heißt es also, erst der Aufstieg, dann die Stufen. In aller Frühe, als es noch nicht so heiß war, waren acht freiwillige Helfer auf den Knien beim Pflastern der Steh-Ränge, an der Beton-Schneidmaschine und auf dem Bagger im Einsatz. Unter ihnen mit Andreas Blumenröder und Oliver Merkl auch zwei ehemalige Fußballer-Größen beim TSV. „Blumi“ packt zusätzlich noch als Jugend-Trainer mit an, Olli, 17 Jahre lang die Torjäger-Ikone in der ersten Mannschaft, Realschullehrer „mit zwei rechten Händen“, schießt mit 47 noch Tore und sammelt Punkte in der dritten Mannschaft, manchmal sogar in der zweiten. Und am Samstag wurde gepflastert, was demnächst noch eingezäunt werden muss wie ein Käfig.

    Wieder ein Arbeitseinsatz beimTSV Aubstadt. Der Gästeblock im Schulstadion nimmt Gestalt an. Foto: Rudi Dümpert

    Kein Kontakt mit den Gästen

    Das ist nötig, damit es keinerlei Kontakt während des Spiels mit anders gesinnten Fans geben kann. Bei so genannten Sicherheitsspielen muss zudem ein sogenanntes "Zuschauer-Vakuum" zwischen dem Gästeblock und den anderen Zuschauern hergestellt werden, das von Sicherheitsdienstlern und Polizisten besetzt wird. Die haben ihrerseits ihre mobile Einsatzzentrale in dem direkt dahinter liegenden Tennis-Clubheim.

    Das gleiche gilt für den Zufahrtsweg, der für Gästefans großräumig über den Weg zu den Tennisplätzen führt. Ein Zaun muss auch zwischen den beiden Fußballplätzen errichtet werden, womit erreicht wird, dass sich Zuschauer einerseits und die Mannschaften mit dem Schiedsrichtergespann andererseits nicht über den Weg laufen.

    Kaum wiedererkennbar

    Weitere Helfer waren zur selben Zeit in der ortsansässigen Schreinerei mit dem Streichen von Holz-Panelen beschäftigt, die für Sitzbänke oberhalb der Westseite des Spielfelds noch installiert werden sollen. Wer seit Saison-Ende nicht mehr im Aubstädter Schulstadion war, wird es beim ersten Heimspiel kaum wiedererkennen. Ob es dann wirklich Regionalliga-Reife hat, das wird sich erst im Lauf der Saison zeigen – genau so wie bei der Mannschaft.

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