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    Heustreu

    TSV Heustreu: Ein Sportverein, wie man sich ihn wünscht

    Gaben ein buntes Bild der Vielseitigkeit beim Jubiläum des TSV Heustreu. Die Mitglieder der Sparten beim Einzug auf dem Sportplatz. Foto: Stefan Kritzer

    Vor 125 Jahren waren es 16 wackere Turnbrüder, die in Heustreu einen Turnverein gründeten. Im Jahre 1894 war das in der Nachfolge um Turnvater Jahn in vielen Dörfern zeitgemäß. Das Turnen und der Sport sollten sich auch in Heustreu dauerhaft etablieren. Im Jahre 1919, vor 100 Jahren also, wurde die Fußballabteilung dem Turnverein hinzugefügt. Für die Heustreuer galt es demnach am Wochenende, gleich zwei Jubiläen zu feiern. 125 Jahre TSV und 100 Jahre Fußball in der Streutalgemeinde.

    Umfassende Veränderungen

    Als einen attraktiven und gut aufgestellten Sportverein bezeichnete Bürgermeister Ansgar Zimmer den Turn- und Sportverein 1984 Heustreu bei den Jubiläumsfeierlichkeiten auf dem großen Sportplatz. "Im Laufe seiner Geschichte hat der TSV umfassendste Veränderungen und Entwicklungen durchgemacht", so Zimmer. "Der TSV hat auf diese Herausforderungen immer die richtigen Antworten gefunden." Nach der Gründung des Vereins am 31. Juli 1894 und ungezählten sportlichen Erfolgen bietet der TSV Heustreu heute eine Reihe von Sparten im Breitensportbereich an und legt die Last der Vorstandsarbeit auf den Schultern von Bernd Hemmert, Matthias Schäfer und Thomas Scheuplein gleichermaßen ab.

    Die Mitglieder bereiteten dem TSV beim Einzug der Sparten auf dem Sportplatz ein schönes Geburtstagsgeschenk. Selbiges fiel nochmals größer aus, als im Fußballspiel gegen das Nachbardorf Hollstadt ein 3:2 Sieg gefeiert werden durfte.

    Ehrungen zum 125-jährigen Bestehen des Turn- und Sportvereins 1984 Heustreu gab es vom Bayerischen Fußball-Verband und vom DFB (von links): der Vizepräsident des BFV Jürgen Pfau, Bürgermeister Ansgar Zimmer, die TSV-Vorstände Bernd Hemmert und Matthias Schäfer, Klaus Greier (BLSV), BFV-Kreisvorsitzender Rainer Lochmüller und der Ehrenvorsitzende des TSV Heustreu Klaus Eisenmann. Foto: Stefan Kritzer

    Der Ehrenvorsitzende Klaus Eisenmann ließ – wie immer in Versform – die Geschichte des Turn- und Sportvereins Revue passieren: Nach der Gründung mit Hilfe des Patenvereins VfL Bad Neustadt und dem seinerzeit ersten Vorsitzenden Viktor Hahn sowie der Fahnenweihe 1908 gingen die sportlichen Erfolge los. Bei den Gründungen des TSV Unsleben und des TSV Hollstadt standen die Heustreuer Sportsfreunde zur Seite. Im Jahre 1919 kam die Fußballabteilung hinzu. Der alte Sportplatz am Michaelsberg wurde 1957 fertig gestellt, ein Leichtathletikplatz wurde im Wald eingerichtet und ab 1967 waren auch Frauen im TSV aktiv. Sportplatz und Sportheim am südlichen Dorfrand, wo bis heute alle wichtigen Ereignisse wie auch das Jubiläum stattfinden, wurden 1979 gebaut. Mit Tischtennis, Wandern und Volleyball wurde die Anzahl der Sparten erweitert, heute trainieren zwischen "Ballbina", dem weiblichen Fußballnachwuchs des Vereins, bis zu den alten Herren Mitglieder aller Altersgruppen in verschiedenen Sportarten.

    Ehrenurkunden überreicht

    "Der TSV Heustreu ist ein Breitensportverein, wie man sich ihn wünscht", sagte der Kreisvorsitzende des Bayerischen Landessportverbandes (BLSV), Klaus Greier, in seiner Ansprache. Greier lobte zudem die Zusammenarbeit mit seinem Heimatverein, dem TSV Hollstadt. Die beiden Vereine ergänzen sich im Fußball in einer Spielergemeinschaft. Der Vizepräsident des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV), Jürgen Pfau betonte: "Ein Verein lebt dann, wenn er sich breit aufstellt. Das ist die Chance, auch in Zukunft erfolgreich zu sein." Pfau würdigte die Historie des TSV Heustreu aus der Gründungszeit mit Kaiser und Kolonien bis ins 21. Jahrhundert. Gemeinsam mit dem BFV-Kreisvorsitzenden Rainer Lochmüller überreichte Pfau dem Vorstand zwei Ehrenurkunden des Deutschen Fußball-Bundes und des Bayerischen Fußball-Verbands.

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