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    Mühlbach

    Telemedizin - Zukunft auf dem Land?

    Einen interessanten und informativen Vortrag boten Anja Partheymüller (rechts)vom Zentrum für Telemedizin und per Video-Konferenz dazugeschaltet Dr. Asamusch Rashid über Telemedizin und technische Assistenzsystem im Gemeindehaus von Mühlbach Foto: Brigitte Chellouche

    In einem informativen Vortrag sprach Anja Partheymüller vom Zentrum für Telemedizin Bad Kissingen über das Thema. In Video-Konferenzschaltung nahm Dr. Ashamusch Rashid daran teil. Bedauerlicherweise fanden nur wenige Besucher den Weg zu dieser Veranstaltung in das Gemeindehaus von Mühlbach. Sie fand im Rahmen der bayernweiten Aktionswoche "Zu Hause daheim - Wohnen im Alter" statt.

    Was ist Telemedizin? Mit der Beantwortung dieser Frage begann Partheymüller ihr Ausführungen. Die Telemedizin wird derzeit schon genutzt. Das System ist bei den Rettungsdiensten im Einsatz. Auch Ärzte und Pflegekräfte sind damit ausgestattet. Nach der Versorgung des Patienten wird dieser in der Klinik per Tablet angemeldet, alle Daten zur Behandlung werden eingegeben. Sie sind dann sofort vor Ort, die Klinik kann sich vorbereiten.

    In der REHA werden technische Assistenzsysteme eingesetzt, fuhr Partheymüller weiter fort. Sie helfen und unterstützen bei der Wiedererlernung der motorischen Fähigkeiten. Zudem würden beide Systeme eine gute Versorgung der Patienten garantieren. Die Vernetzung zwischen den Einrichtungen werde verbessert. Vom Notfall über das Krankenhaus und die Pflege zu Hause könne alles durch den Datenaustausch verbunden werden. Durch viele Partner wie Universitäten, Krankenkasse und fachliche Dienste, Landkreise und Ministerien könne man unabhängig von Pharmakonzernen agieren, betonte Partheymüller

    In den vergangenen sieben Jahre sind viele Produkte entwickelt worden, die jedoch in der Hauptsache den professionellen Helfern dienen. NIDA = das telemedizinische Notfallmanagement beinhaltet Bewegungs- und Sprachtherapie, REHA Eigentraining, einen Ohrensensor und einen EKG Telemonitor. Mit MONA, der mobilen Netzwerkassistenz,  kann in ländlich geprägten Regionen ein Hausbesuch per Televisite stattfinden. Dabei wird der Arzt per Video dazugeschaltet und kann mit dem Patienten sprechen. Die Arztassistentin kann Lunge und Herz mit einem speziellen Stethoskop abhören, der Arzt kann mithören und dann entscheiden, ob der Patient in die Praxis kommen muss. Wichtig dazu sei, so Partheymüller, dass die Arzthelferinnen für diese Systeme geschult werden. Und was genauso wichtig sei, sei ein gute stabile Internetverbindung. Bei den Ärzten bestünde eine hohe Akzeptanz dieser Systeme. Besonders zu empfehlen sei die Televisite für eine flexible Nachkontrolle.

    So könne der Einsatz dieser Technik das Mobilitätsproblem in der Rhön reduzieren, bemerkte Albrecht G. Walther, einer der Zuhörer. Eine verstärkte Technik im häuslichen Bereich sprach Dr. Rashid an. Sie würde helfen, die Lebensqualität im Alter zu verbessern. Unter www.wegweiseralterundtechnik.de kann man weitere Informationen finden, beendete Anja Partheymüller ihre Ausführungen.

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