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    NIEDERLAUER

    „Tempo 30“ soll Sicherheit am Sportplatz erhöhen

    Die Besichtigung des Rohbaus des neuen Bürgerhauses in Niederlauer stand vor der Sitzung des Niederläurer Gemeinderates ... Foto: Manfred Mellenthin

    Wie kann die Sicherheit von Kindern, die auf dem Niederläurer Sportplatz spielen, besser gewährleistet werden? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung.

    Bisweilen war der Ball vom Spielfeld auf die Turmstraße gerollt, und junge Spieler rannten – ohne nach links oder rechts zu schauen – dem Ball hinterher. Auto- und Motorradfahrer, die Richtung „Dicker Turm“ oder Grünplatz fahren, haben auch bei normaler Geschwindigkeit Schwierigkeiten, Gefahrensituationen zu vermeiden.

    Tempo 30-Schilder

    Bürgermeister Knaier hatte bei einem Termin am Sportgelände kürzlich selbst einen Motorradfahrer gesehen, der mit einer Geschwindigkeit – dem Gefühl nach deutlich über 100 Stundenkilometern – die Straße entlang des Sportplatzes „hochbretterte“. Die von der Vorstandschaft des Sportvereins gewünschten „Schwellen“ waren nicht zu realisieren, durch das Aufstellen von Tempo 30-Schildern erhofft man sich mehr Sicherheit.

    Zwar ist der Verkehr hier eher gering, die gerade Strecke verleitet aber gerade junge Fahrer, zu schnell zu fahren. Vorgebracht wurde auch, dass in der Wiesenstraße in Niederlauer mit sehr hoher Geschwindigkeit gefahren wird. Bürgermeister Knaier bezweifelte, dass man dort sehr schnell unterwegs sein kann. Die Schwelle in der Mitte der Strecke würde Autos, die zu schnell unterwegs sind, beschädigen.

    Diskussion über Bauantrag

    Intensiv und kontrovers wurde der Vorbescheid für das Bauvorhaben zum Neubau eines Einfamilienhauses mit Garage in der Nußdorfstraße diskutiert. Geklärt wollte der Antragsteller die von ihm gewünschte Bebaubarkeit des Grundstücks haben. Problemlos ist der Wunsch, ein eingeschossiges Wohnhaus mit Satteldach zu errichten. Diskutiert werden musste das Vorhaben, das Haus nicht direkt an der Straße, sondern 23 Meter zurückgesetzt zu bauen. Begründet wurde dies damit, dass der Gemüsegarten mit dem uralten Brunnen erhalten werden soll. Eine Grenzbebauung sei grundsätzlich nicht möglich, so Bürgermeister Richard Knaier. Gesichert ist die Erschließung, auch vom Landratsamt kamen positive Signale. Knackpunkt war für den Rat, ob insbesondere das Zurücksetzen des geplanten Wohnhauses sich in die Eigenart der näheren Umgebung einfügt. Nach intensiver Diskussion sei man seitens der Gemeinde bereit, auf die „Straßenbebauung“ zu verzichten und eine über zehn Meter zurückgesetzte Bebauung zu akzeptieren. Die Bauwilligen prüfen jetzt die Möglichkeiten und werden klärende Gespräche mit den zuständigen Behörden und dem Grundstücksbesitzer führen.

    Auftragsvergaben

    Befürwortet wurde das Vorhaben der Schlosserei Weisenseel, auf ihrem Betriebsgelände eine Halle zur Lagerung zu errichten. Vergeben wurden die Elektroarbeiten am Bürgerhaus in Niederlauer, dessen Rohbau von dem Gremium zu Beginn der Sitzung besichtigt worden war, in Höhe von 84 000 Euro an das Überlandwerk Rhön, die Heizung und Sanitärarbeiten führt zum Preis von 128 000 Euro die Firma RGT durch.

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