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    Bad Königshofen

    Tischtennis-Nachwuchs fand seinen Meister

    Die Bad Königshöfer Nachwuchs-Tischtennisspieler machten beimBayernentscheid der Turnierserie "Jugend trainiert für Olympia" ihremGymnasium wieder einmal alle Ehre. Die Mädchen M IV wurden BayerischerSchulmeister, die Jungen J III Vizemeister. Stolz auf die jungen Sportlersind auch der Leiter, Oberstudiendirektor Wolfgang Klose, und die Sportlehrerin Nina Kühlwein-Tüchert. Foto: Rudi Dümpert

    Die Jungen III des Gymnasiums Bad Königshofen verlieren im Endspiel gegen ErdingDer frisch gebackene nordbayerische Meister in der Wettkampfklasse III, die Jungen des Gymnasiums Bad Königshofen, spielten sich beinahe konkurrenzlos ins Landesfinale. Bis dahin gewannen sie sowohl auf dem Weg ins Bezirksfinale, im Bezirksfinale selbst und auch beim Nordbayern-Entscheid alle Spiele mit 9:0. Und dennoch zeigten sich gleich zu Beginn des Turniers ihre Gegner aus Erding von dieser Bilanz ziemlich unbeeindruckt. Bereits in den beiden Eröffnungsdoppeln wurde offensichtlich, dass sie es den erfolgsverwöhnten Tischtennistalenten aus dem Grabfeld so schwer wie möglich machen wollten. So erwischten sie im Doppel 2 den besseren Start und konnten dieses im vierten Satz für sich entscheiden. Was sich im Verlauf des Spiels noch als sehr wertvoll für den Gesamtsieg des Korbinian-Aigner-Gymnasiums Erding herausstellten sollte.

    Maximilian Dreher, der mit der betreuenden Lehrkraft Nina Kühlwein-Tüchert aus dem Kleinwalsertal vom Schulschikurs direkt in die Oberpfalz angereist war, konnte sich im Spitzeneinzel gegen Alfred Mülders im fünften Satz durchsetzen. Der an Position 2 spielende Jakob Schäfer hatte das Quäntchen Glück am Ende des fünften Satzes indes nicht auf seiner Seite. Er vergab bei einer Führung von 10:8 zwei Matchbälle und musste sich Christoph Stangl geschlagen geben. Auch die Spiele von Justus Lamm (Position 6) sowie Julius Buchs (Position 3) gingen an die Erdinger, sodass die Grabfelder zwischenzeitlich 2:4 hinten lagen. Auch wenn sich Linus Türk (Position 5) und Gabriel Erhard (Position 4) nervenstark zeigten und ihre Einzel jeweils in vier Sätzen für sich entscheiden konnten, reichten diese beiden Siege am Ende nicht aus.

    Im Schlussdoppel nämlich, in dem es bei einem Spielstand von 4:4 um den Landessieg ging, kontrollierten die beiden Gymnasiasten aus Erding die Ballwechsel und fuhren schließlich in drei Sätzen den Gesamtsieg für ihre Schulmannschaft ein. Zutiefst enttäuscht präsentierten sich die Berlin-Fahrer und Bundesfinale-Teilnehmer des vergangenen Jahres auf dem Siegerpodest mit der 2 unten dran, hätten sie doch so gerne am Bundesfinale „Jugend-trainiert-für-Olympia“ in Berlin teilgenommen. An ihren traurigen Mienen konnten auch die aufmunternden Worte ihrer Betreuerin nichts ändern. Dennoch freut sich die Schulleitung des Gymnasiums Bad Königshofen über die konstruktive Zusammenarbeit mit der Tischtennis-Abteilung des TSV sowie die Erfolge ihrer Schulmannschaften: „Wir sind stolz auf die Jungs!“.

    Tischtennis-Mädchen gewinnen Landesfinale

    Die neu formierte Mädchen-IV-Mannschaft des Gymnasiums Bad Königshofen hatte sich ebenfalls fürs Landesfinale qualifiziert. In Seubersdorf trafen alle Meistermannschaften der nördlichen Regierungsbezirke Unter-, Mittel-, Oberfranken und Oberpfalz auf die Gewinner des südbayerischen Qualifikationsturniers. In nur einem einzigen Spiel – ein echtes Finale – entschied sich, welche Schule sich Landessieger im Tischtennis nennen darf. Nach einem spektakulären Einlauf aller 20 Mannschaften mit Musik und Schildern ihrer Schule zeigte sich bereits in den beiden Eröffnungsdoppeln, dass die Mission „Landessieger“ gegen die Mädchen des Gymnasiums Beilngries in der Oberpfalz keine einfache werden würde.

    Gleich im Einserdoppel ließen die starken Spitzenspielerinnen aus Beilngries Valentina Tempcke und Eva Wasser keine Chance. Ein ähnliches Bild zeigte sich in ihren Einzeln, in denen beide Mädels aus Bad Königshofen, die beim TSV trainieren, die Überlegenheit ihrer Gegnerinnen anerkennen mussten. Zwar stemmte sich Valentina Tempcke mit allen technischen Mitteln und guter Beinarbeit gegen die Niederlage und hielt in jedem der vier Sätze bis zum Schluss mit, doch die entscheidenden Punkte waren Finja Stephan vorbehalten. So stiegen Anna Wasser an Position 3 und Kathi Buchs an 4 bei einem Spielstand von 1:3 nach ihrem gewonnen Doppel ins Turnier ein. Keine leichte Aufgabe für die beiden Fünftklässerinnen im hinteren Paarkreuz, mussten doch ihre beiden Einzel gewonnen werden, um die Chance auf den bayerischen Meistertitel zu wahren.

    Hier zahlte sich ihre Erfahrung vom Spielbetrieb beim TSV Bad Königshofen aus. Sowohl Anna Wasser als auch Kathi Buchs ließen ihren Gegnerinnen keine Chance und verkürzten mit ihren souveränen 3:0- bzw. 3:1-Siegen auf den Spielstand von 3:3. Nun musste das Schlussdoppel Tempcke/Buchs für eine Entscheidung sorgen. Nach einem kurzen mannschaftlichen Schlachtruf und Stirnkreis der vier Tischtennistalente sowie einigen motivierenden Worten der Sportlehrerin Nina Kühlwein-Tüchert gingen die ehrgeizigen Mädchen an die Platte. Völlig unbeeindruckt von der lauten und geschäftigen Atmosphäre in der Dreifachturnhalle von Seubersdorf spielten sie das Doppel ihres Lebens. „Ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, es könnte schiefgehen“, gab Nina Kühlwein-Tüchert zu. Gekonnt nutzten die beiden die Schwächen ihrer Gegnerinnen aus und überzeugten mit ansehnlichem Offensivspiel. Nach einem spektakulären Schmetter-Matchball, den Kathi zum Endstand von 4:3 verwandelte, lagen sich die Mädchen jubelnd in den Armen.

    Bei ihrer ersten Teilnahme an „Jugend-trainiert-für-Olympia-Wettkämpfen“ ist ihnen gleich ihr erster Titel sicher: Sie sind Bayerischer Meister und somit beste Schulmannschaft in ihrer Altersklasse. Wenn auch diese Altersklasse noch nicht auf Bundesebene ausgespielt wird, war die Teilnahme am Landesfinale eine tolle Erfahrung für die Schülerinnen des Gymnasiums. „Bleiben die Mädels in dieser Konstellation zusammen und trainieren weiterhin so eifrig und erfolgreich, ist das Ziel „Berlin-Bundesfinale“ in den nächsten Jahren realistisch“, freute sich Kühlwein-Tüchert mit einem Augenzwinkern in Richtung ihrer Mädels.

    Bearbeitet von Rudi Dümpert

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