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    Mellrichstadt

    Trauer um Edgar von Schoen

    Edgar von Schoen ist am 22. Mai in Bad Kissingen gestorben. Foto: Archiv Simone Stock

    Mit 82 Jahren ist Edgar von Schoen, langjähriger Leiter der Standortverwaltung Mellrichstadt, am vergangenen Mittwoch, 22. Mai, in Bad Kissingen gestorben. Am Mittwoch, 29. Mai, wird er auf dem dortigen Parkfriedhof beigesetzt.

    Am 3. Februar 1937 war Edgar von Schoen in Glindow in Brandenburg geboren worden. Im Januar 1945 flüchtete die Familie von Posen nach Weiden in der Oberpfalz, dort verbrachte der knapp Siebenjährige seine weitere Kindheit und besuchte die Schule. Anschließend absolvierte er seine Bundeswehrzeit als Gebirgsjäger in Reichenhall, dann begann er eine Ausbildung zum Verwaltungsfachmann in Oberviechtach in der Oberpfalz.

    1973 nach Mellrichstadt gekommen

    1967 heiratete Edgar von Schoen seine Edeltraud, die drei Kinder Andrea, Heidi und Patrick machten die Familie komplett. 1973 zog die Familie aus beruflichen Gründen nach Mellrichstadt um. Dort arbeitete Edgar von Schoen in der Standortverwaltung der Bundeswehr – von 1962 bis 2006 war Mellrichstadt Garnisonsstadt und die Heimat des Panzergrenadierbataillons 352, stationiert in der Hainberg-Kaserne.

    Mitte der 1980er Jahre wurde Edgar von Schoen zum Leiter der Standortverwaltung ernannt und bekleidete den Rang eines Regierungsamtsrats. Doch der Wandel in der Garnisons-Ära machte in den 1990er-Jahren vor Mellrichstadt nicht Halt: Die Standortverwaltung wurde geschlossen, Edgar von Schoen ging 1996 in den Ruhestand.

    Stadtarchivar

    Er fand eine neue Aufgabe, der er sich mit Leidenschaft widmete: Als Stadtarchivar ordnete er die Bestände und machte sie nutzbar. Mit Elan und viel Begeisterung ging er an seine neue Aufgabe heran, die ihm vom damaligen Bürgermeister Helmut Will aufgrund der gesundheitlichen Probleme des ehemaligen Archivars Adolf Hohner übertragen worden war. Im Rahmen des Stadtumbaus West hatte Bürgermeister Eberhard Streit eine weitere Aufgabe für Edgar von Schoen, die er ebenfalls mit Leidenschaft anpackte: Er entwarf die Texte über historische Stätten für rund 50 Informationstafeln, die Aufschluss geben über wichtige Bauwerke in Mellrichstadt und ihren geschichtlichen Hintergrund. 

    Obschon er, auch bedingt durch diese Aufgabe, sich noch viel in Mellrichstadt aufhielt, hatte Edgar von Schoen zu dieser Zeit schon seinen neuen Lebensmittelpunkt in Bad Kissingen gefunden. 2003 war seine Frau Edeltraud gestorben, 2006 hatte er erneut geheiratet und lebte mit seiner Frau Petra von Schoen in der Kurstadt. Das Paar reiste viel und besuchte auch gern die alte Heimat der Familie in Riga. 

    Trauerfeier am 29. Mai

    Mit seinen Hobbys Lesen, Bücher und Zinnfiguren sammeln, Ahnenforschung und Reisen füllte Edgar von Schoen seine Tage aus, seine fünf Enkelkinder Felicia, Hendrik, Moritz, Philipp und Alice waren sein Stolz. Bis zuletzt war er sehr aktiv im Stadtarchiv und sichtete Akten, Registraturen und Urkunden. Bürgermeister Eberhard Streit zeigte sich von der Nachricht über Edgar von Schoens Tod sehr betroffen, bedauerte den Verlust des zuverlässigen Stadtarchivars und sprach der Familie seine Anteilnahme aus. 

    Die Trauerfeier für Edgar von Schoen mit anschließender Urnenbeisetzung findet am kommenden Mittwoch, 29. Mai, um 15 Uhr auf dem Parkfriedhof Bad Kissingen statt.