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    OBEREßFELD

    Trauer um Erhard Dömling

    Erhard Dömling starb kurz vor seinem 90. Geburtstag. Foto: Josef Kleinhenz

    Kurz vor seinem 90. Geburtstag ist am Dienstag Erhard Dömling in Obereßfeld gestorben. Am Samstag wurde er zu Grabe getragen. Erhard Dömling engagierte sich im kommunalen wie kirchlichen Leben von Obereßfeld. Einfluss nahm er von 1978 bis 1990, nach der Gebietsreform, unter Bürgermeister Kurt Gutzeit im Gemeinderat von Sulzdorf, um die Interessen Obereßfelds zu vertreten.

    Mehr als 25 Jahre – von 1964 bis 1990 – übte Dömling das Amt des Kirchenpflegers aus, das zuvor schon sein Vater innehatte. Und ebenso lange zählte seine Meinung im Pfarrgemeinderat von Obereßfeld.

    Engagiert war Erhard Dömling schon in jungen Jahren. Er setzte Akzente in der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) und organisierte im Gasthaus Zur Harmonie mit einem Team unterhaltsame Theateraufführungen und Tanzveranstaltungen. Auch Fußballspiele gab es damals schon in Obereßfeld zu bestaunen – dank Erhard Dömling. Zum Rahmenprogramm einer Jugendbannerweihe zog 1950 eine zusammengetrommelte DJK-Mannschaft aufs Spielfeld. Seine Handschrift trägt aber auch der CSU-Ortsverband Obereßfeld, den er 1970 aus der Taufe hob. Hier stand er 15 Jahre an der Spitze. Zu Dömlings Verantwortung gehört nicht zuletzt die Feuerwehr, die ihn von 1948 bis 1963 als umsichtigen Kommandanten in ihrer Mitte sah. Von 1984 bis 1990 geht Dömling als Vorsitzender zudem in die Geschichte der Waldgenossenschaft ein und ab 1947 als Initiator und Gründer der Obereßfelder Musikkapelle.

    In den 60er-Jahren stellte Erhard Dömling als Schriftführer des Krieger- und Kameradschaftsvereins Obereßfeld die Weichen. Und schon seit 1978 zählten ihn die Feldgeschworenen zu ihrem Kreis. Praktisch bis zuletzt war er als Schätzer von Wild- und Manöverschäden gefragt, respektive Bodenabtretungen für den Bau von Straßen, um einen gerechten Ausgleich für die Betroffenen zu schaffen.

    Geboren am 24. September 1928 in Obereßfeld, übernahm er nach der Schule den elterlichen Landwirtschaftsbetrieb und weitete ihn auf 50 Hektar Betriebsfläche aus. Ausgleich fand Erhard Dömling in der Imkerei. Drei Kinder gingen aus der Ehe mit Agnes Albert aus Alsleben hervor, die er 1954 heiratete. Sie starb 2013.

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