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    Bad Königshofen

    Übernachtungszahlen: Sattes Plus

    Ein dickes Lob hatte Kurdirektor bei der Pressekonferenz zur Vorstellung der Halbjahresbilanz für die Stadtgärtner parat. Gleichzeitig verwies er darauf, dass die Trink- und Wandelhalle vor 50 Jahren eröffnet wurde. Nun wird sie abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.  Foto: Hanns Friedrich

    Kurdirektor Werner Angermüller und mit ihm der Verwaltungsrat der Kurbetriebs GmbH mit der Stadt Bad Königshofen können mit dem Halbjahresbericht im Kurbereich rundum zufrieden sein. Immerhin vermeldet Angermüller bei den Übernachtungszahlen ein sattes Plus von 10,29 Prozent, bei den Saunabesuchern gar um 12,54 Prozent. Mit 54.496 Besuchern meldet das Hallenbad mit der Therme ein Plus von zwei Prozent. Vor dem Jahresergebnis ist dem Kurdirektor deshalb nicht Bange, denn jetzt stehen noch die Sommermonate an, die bekanntlich die Zahlen noch einmal nach oben steigen lassen. Gleiches gilt für den Wohnmobilstellplatz. Insgesamt gesehen sei der Urlaubs- und Kurort Bad Königshofen "in Franken ganz vorne". 

    Lob für das Mehrfamilienhaus

    Konkret stellte Werner Angermüller die Übernachtungszahlen nach den Betriebsarten vor. Bei den Hotels und Sanatorien wurden im ersten Halbjahr 2019 21.285 Gäste gezählt. Das bedeutet ein leichtes Minus von 3,10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bei den Gasthöfen und Pensionen gab es eine Steigerung um 54 Übernachtungen auf 949. "Grund dafür ist das neue Angebot am Sambachshof im ehemaligen Volkshochschulheim. Das Angebot im Weiler des Sambachshofes werde sehr gut angenommen. Dickes Lob ging auch an den Bereich Familien-Bildungshäuser, konkret dem Mehrfamilienhaus St. Michael. Das Haus verzeichnet eine Zunahme um 12,49 Prozent. Hier wurden im ersten Halbjahr 2019 bereits 5.594  (Vorjahr: 4.973) Übernachtungen gezählt. Kurdirektor Werner Angermüller führt dies vor allem auf das Zusatzangebot für Radfahrgruppen, Wanderer und Wallfahrer zurück. Sie können sich in einem eigenen Trakt selbst versorgen oder auch die Angebote des Haus St. Michael annehmen.

    Voran gehen die Arbeiten am neuen Medizinischen Versorgungszentrum am Kurzentrum. Dieses ist in Verbindung mit dem Mutter-Kind-Kurhaus (rechts hinten) zu sehen. Letzteres wird direkt angebunden und erweitert. Foto: Hanns Friedrich

    Ein Minus von 3,86 Prozent fahren im ersten Halbjahr die Privatquartiere ein. Hier appelliert der Kurdirektor, sich dem Online-Buchungssystem anzuschließen. Die Mitarbeiter der Kurverwaltung stehen dem hilfreich zur Seite. Der Wohnmobilstellplatz wurde vor einem Jahr erweitert. Er wurde schon mehrfach ausgezeichnet. Wurde der Platz im vergangenen Jahr noch von 13.672 Gästen genutzt, so schnellte die Zahl in diesem Jahr auf 17.112 hinauf. Die 31 neuen Stellplätze sind bereits ausgelastet und so amortisiert sich der Platz schneller als geplant. Die Gäste sind begeistert und nehmen vor allem den kleinen Garten für ihre abendliche Treffen gerne an. Zu den Gästeankünften mit einem Plus von 16,9 Prozent sagt Werner Angermüller, dass die Gäste kürzer bleiben, aber durchaus mehrmals im Jahr nach Bad Königshofen kommen.

    Rundum zufrieden ist er mit den Besucherzahlen der Franken-Therme und des Fränkisch-Finnischen Saunadorfes. 54.496 Besucher verzeichnet das Hallenbad und die Therme (+2 Prozent), 18.202 (16.174) Saunabesucher (+12,54 Prozent) wurden notiert. Insgesamt gesehen, ergeben sich 72.698 (69.602) Gäste und damit ein Plus von 4,45 Prozent. Der Kurdirektor nennt die gute Gastronomie in der Stadt, die Fachgeschäfte und auch die Investitionen der Geschäftswelt. In der Franken-Therme wird aktuell die Kurmittelabteilung erweitert (wir berichteten). Maßnahmeträger ist die Stadt Bad Königshofen. April/Mai 2020 ist die Fertigstellung. Das neue erweiterte Angebot würde eine weitere positive Entwicklung des Kurortes bedeuten. Den Neubau des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) Bad Königshofen direkt an der Franken-Therme nennt der Kurdirektor, ebenso die gute Auslastung und Verbindung zum Mutter-Kind-Kurhaus des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes.

    Sanierung der Heilquelle

    Hinzu kommt die Sanierung der Bad Königshofener Heilquelle, die unter der Trinkhalle liegt. Diese wird ebenfalls neu gebaut (wir berichteten). Immerhin waren es im Juni genau 50 Jahre, dass sie eröffnet wurde. Hier waren die Anfänge der Kur. Dort befand sich das Büro des damaligen Kurdirektors Kurt Zühlke und  seiner Mitarbeiter. Es gab die Trinkwasserausgabe und den großen Saal für Veranstaltungen. Nach wie vor werde die Trink- und Wandelhalle sehr gut angenommen, deshalb sei eine Modernisierung, vor allem auch im Sanitärbereich, dringend erforderlich.

    22 Jahre nach der Kurreform habe sich der Kurort Bad Königshofen weiter positiv entwickelt. "Wir arbeiten strukturiert, bieten gute Dienstleistungen, so dass Bad Königshofen ein attraktiver Urlaubs- und Kurort bleibt."

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