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    GROßBARDORF

    Viele Helfer krempeln vor dem Reitturnier die Ärmel hoch

    Seit Anfang August laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren für das große Sommerturnier des Reit- und Fahrvereins Großbardorf vom 24. bis 26. August. Die Organisation ist eine logistische Meisterleistung. Hier sind eingespielte Teams an der Arbeit, unterstützt von zahlreichen Helfern. „Ohne die Großbardorfer und die Freiwilligen, die vom Turniervirus angesteckt sind, könnten wir das nicht stemmen“, lobt Wolfgang Mauer, Vorsitzender des 240 Mitglieder zählenden Vereins das enorme Engagement.

    Schweißtreibende Arbeiten

    Die Arbeitseinsätze häufen sich. Besonders schweißtreibend bei mehr als 30 Grad Außentemperatur war das Einlegen des Hallenbodens, da wurden viele Hände gebraucht. Der Sandboden der 800 Quadratmeter großen Halle wurde gewässert und glatt gezogen, auf Holzbrettern wurden dann 200 Platten, je vier Quadratmeter groß, verlegt. Bei den Vorarbeiten half besonders der älteste Aktive, Hubert Behr gern mit. Der 82-Jährige war schon beim Bau der Halle dabei und kennt sich bestens aus. Die Firma IFSYS hat den Gabelstapler zur Verfügung gestellt, mit dem die Holzbodenteile vom Lager zur Reithalle transportiert werden. „Bei uns helfen alle zusammen“, sagt Mauer, „auch viele Nichtmitglieder und Firmen.“

    Schäufele und 480 Klöße

    Für die Verpflegungsstation unter der Leitung von Manfred Dietz und Roland Behr werden allein 80 Helfer gebraucht. Die Vereine arbeiten in Blöcken und teilen ihre fachkundigen Leute selbst ein. „Das entlastet uns enorm“, erklärt Manfred Dietz, „dafür übernehmen wir Stationen, wenn die anderen Vereine ein Fest feiern.“ Was an Lebensmitteln an den drei Turniertagen verspeist wird, hat er genau im Kopf – mehr als eine Tonne an Gewicht kommt zusammen. Geordert wurden 350 kg Pommes, 150 kg Steaks, 150 kg Gyros, 2000 Stück Bratwürste, 170 Hähnchen und 150 kg Currywurst. Dazu kommen Rosmarinkartoffeln und Zutaten für Pulled-Pork-Burger sowie das Mittagessen am Sonntag, da gibt es Schäufele und insgesamt 480 Klöße. Eine vollständig eingerichtete Küche erleichtert die Arbeit.

    Fleißige Kuchenbäckerinnen werden demnächst für die Kaffeebar tätig sein, für sie sind Erika Dietz und Dorothea Newinger verantwortlich. Der Getränkestand wird ebenfalls gut besucht sein, dort haben Florian Fiedler und Hubert Behr das Sagen. Die Bar, die während der Livemusik Freitag- und Samstagabend geöffnet ist, organisieren Jennifer Behr und Luisa Thum.

    Die Außenanlagen mit den zwei Vorbereitungsplätzen, dem Dressurviereck und dem großen Reitplatz werden kurz vor dem Turnier noch einmal überprüft, am Dienstag überwacht Parcourschef Gerhard Obert die Aufstellung der Hindernisse für die Springreiter. Die Endabnahme liegt am Freitag in den Händen der Richter.

    Heroe der Meldestelle

    Eine weitere Baustelle ist die Unterbringung von Fahrzeugen, rund 600 Pferden und mehr als 300 Teilnehmern aus Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Thüringen und Sachsen. In einem großen Stallzelt können 42 Boxen inklusive Einstreu gemietet werden. Sogar die Entsorgung des übrig bleibenden Mistes ist schon geregelt, den holt ein Bauer ab. Viele der anreisenden Teilnehmer schlafen in Wohnwagen oder Kabinen der Pferde-Lkw, für die übrigen gibt es Hotelempfehlungen in der Umgebung. Klaus Dahinten und Berndt Newiger sind für den reibungslosen Ablauf verantwortlich, letzterer ist auch gemeinsam mit Ehefrau Dorothea als Arzt zur Stelle.

    Schriftführer Karl Hillenbrand, bekannt als „Heroe of the Meldestelle“, hat seine Vorbereitungsarbeiten schon beendet. „Von mir aus könnte es morgen losgehen“, sagt er. Die gemeldeten 1100 Starts in 23 Prüfungen sind durchgeplant, die Teilnehmer müssen ihren Start spätestens eine Stunde vor Beginn des Durchgangs bestätigt haben. Wer nicht erscheint, ist nicht auf der Starterliste, die dann kurzfristig an der Meldestelle aushängt. Dort ist für die Aktiven während des Turniers der organisatorische Mittelpunkt.

    Hoffen auf kühleres Wetter

    Wettermäßig wünschen sich die Veranstalter keine allzu große Hitze, die die Tiere belasten würde, aber auch keinen Dauerregen. Wegen der anhaltenden Trockenheit ist ein Rauchverbot auf dem Turniergelände im Gespräch. Die Feuerwehr und zwei Wassertanks stehen für alle Fälle bereit.

    Egal, wie das Wetter wird: Für alle Freunde des Reitsports wird das 33. Reit- und Springturnier erneut ein faszinierendes Erlebnis. Die Harmonie zwischen Pferd und Reiter beeindruckt immer wieder, wie die gleichbleibend hohen Zuschauerzahlen bestätigen.

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