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    Sandberg

    Viele Ideen für Senioren und Tourismus

    Sandbergs Bürgermeisterin Sonja Reubelt ist die einzige Bewerberin um den Chefsessel im Sandberger Rathaus.
    Sandbergs Bürgermeisterin Sonja Reubelt ist die einzige Bewerberin um den Chefsessel im Sandberger Rathaus. Foto: Daniela Friedel

    Ortsoberhaupt Sonja Reubelt kandidiert für den Christlichen Wählerblock Schmalwasser erneut um das Amt der Bürgermeisterin. Sie ist die einzige Kandidatin in Sandberg. Diese Redaktion stellte ihr folgende Fragen:

    Was könnte noch im Rahmen der Dorferneuerung umgesetzt werden?

    Derzeit stehen wichtige Projekte der Dorferneuerung kurz vor ihrer Umsetzung, so die Neugestaltung der Salzforststraße in Schmalwasser oder die Neugestaltung der Außenanlage am 'Haus für Alle' in Langenleiten. Mit diesen Projekten ist das Budget der Dorferneuerung nahezu ausgeschöpft. Lediglich für den Ortsteil Sandberg steht noch ein Betrag zur Verfügung, der in Abstimmung mit der Bevölkerung z. B. für die Gestaltung des Gehwegbereichs in Sandberg genutzt werden könnte. Leider wird das Budget nur noch für einen Teilbereich reichen.

    Im Übrigen werden wir noch die ehemalige Metzgerei Söder in Sandberg abreißen und dort Park- und Grünfläche im Ort schaffen sowie den Dorfplatz von Kilianshof neu gestalten. 

    An Sandberg mag ich besonders ...
    die Menschen und die Lage in der Natur.

    Natürlich wären noch viele weitere Dinge denkbar – vorbehaltlich der Aufstockung des Budgets für Sandberg: Ein Beispiel wäre die Neugestaltung des gesamten Gehwegbereichs in Sandberg oder die Neugestaltung des Gehwegbereichs in der Dr.-Bühner-Straße in Waldberg im Umfeld zur Kirche.

    An Sandberg missfällt mir, ...
    dass oft von außen so schlecht über Sandberg geredet wird. Das wird den Menschen, die hier leben und sich für ihren Wohnort einsetzen, in keinster Weise gerecht.
    In den Walddörfern gibt es bislang noch keine Einrichtung für Senioren. Haben Sie ein Konzept, um den Bürgern auch im Alter ein Bleiben in den Walddörfern zu ermöglichen?

    Ja, wir haben ein sogenanntes Quartierskonzept. Ziel ist es, für ältere Menschen Angebotsstrukturen zu schaffen, die nachhaltig und strukturiert sind. Es geht um Beiträge zu mehr Lebensqualität, um ein möglichst lange selbstbestimmtes Leben, die Förderung der Begegnungen zwischen Menschen aller Generationen oder die Schaffung von Beratungsangeboten zur Unterstützung von Menschen im Alter. Wir bemühen uns um die Schaffung von geeigneten Wohnangeboten im Alter und von Pflegemöglichkeiten in der Gemeinde. Wir haben für uns Handlungsbedarf in drei Bereichen definiert: Wohnen und Grundversorgung (hier spielt auch die Mobilität eine wichtige Rolle), ortsnahe Unterstützung und Pflege sowie Beratung und soziale Netzwerke.

    Unterstützung bekommen wir hier von Sabine Nasner, der Quartiersmanagerin beziehungsweise Fachkraft für die Walddörfer-Senioren, deren Stelle vom Bayerischen Sozialministerium gefördert wird. Es freut mich auch, dass die Gemeinde in das Modellprojekt „Marktplatz der Generationen“ aufgenommen wurde und nun 2,5 Jahre von der Landimpuls GmbH fachlich auf dem Weg zur altersgerechten Gemeinde begleitet wird.

    Wenn ich als Bürgermeister 10 Millionen Euro frei zur Verfügung hätte, würde ich ...
    eine Senioreneinrichtung mit Seniorenwohnungen sowie ein Mietshaus mit kleineren Wohnungen für junge Erwachsene bauen. Es besteht aufgrund geänderter Lebensmodelle (spätere Heirat, spätere Familiengründung etc.) auch ein hoher Bedarf an Mietwohnungen in unserer Gemeinde.
    Sehen Sie Möglichkeiten, die Walddörfer besser an ein öffentliches Verkehrsnetz anzubinden?

    Ja, eine bessere Anbindung ist grundsätzlich möglich. Das öffentliche Verkehrsnetz ist allerdings Angelegenheit des Landkreises und daher sind die Einflussmöglichkeiten der Gemeinde begrenzt. Ich freue mich aber, dass man auf Seiten des Landkreises den Handlungsbedarf erkannt und auch erste wegweisende Schritte unternommen hat. Zum einen können wir mehr für die bereits bestehenden Angebote des ÖPNV werben. Zum anderen planen wir die Einführung eines Bürgerbusses, der von ehrenamtlichen Fahrern gelenkt wird. Dieser soll die Verbindung zwischen den Orten verbessern, um zum Beispiel sonntags zum Gottesdienst oder auf eine Veranstaltung im Nachbarort oder zum Einkaufen zu kommen. Zum anderen können mit dem Bürgerbus auch Lücken zu bestehenden Linien geschlossen werden. Ich denke hier insbesondere an die Anbindung in den angrenzenden Landkreis Bad Kissingen.

    Zu den Zukunftsvisionen für Sandberg zähle ich ...
    eine intakte Infrastruktur, ausreichend Wohnraum ohne weiteren Flächenverbrauch, lebendige Ortskerne, eine stabile Bevölkerungsentwicklung sowie die Ansiedlung eines Hotels.
    Welche Ziele in Sachen Tourismus verfolgen Sie?

    Im naturnahen Tourismus liegt für Sandberg noch großes Potenzial, das es in den nächsten Jahren zu heben gilt. Auf den unterschiedlichen Höhenlagen kann man atemberaubende Ausblicke genießen. Diese Vorzüge bekanntzumachen ist eine sehr wichtige Aufgabe. Konkret habe ich das Ziel, die bestehenden Gastronomie- und Tourismusbetriebe bei ihrer Weiterentwicklung zu unterstützen (Kissinger Hütte, Campingplatz, Schokoladenmanufaktur, Gasthof „Zum Hirschen“, Ferienwohnungen).

    Mein Lieblingsplatz hier ist ...
    mein Zuhause, da dort meine Familie ist.

    Darüber hinaus soll es einen Wohnmobilstellplatz in Sandberg geben und wir arbeiten gerade im Tourismus- und Freizeitnetzwerk der Gemeinde an einem Konzept für einen Himmelsschauplatz in der Gemeinde (Thema: Sternenpark). Ich möchte mich außerdem dafür einsetzen, dass Sandberg ein umfassendes Radwegenetz erhält.

    Steckbrief
    Name: Sonja Reubelt
    Geburtsdatum: 17.08.1978
    Geburtsort: Bad Neustadt
    Wohnort: Sandberg – GT Schmalwasser
    Parteizugehörigkeit: CSU
    Ausbildung/Beruflicher Werdegang: 1997-2002 Studium der Rechtswissenschaften an den Universitäten Bayreuth und Passau, 2002-2004 Rechtsreferendariat im OLG-Bezirk Bamberg. Seit 2005 Zulassung als Rechtsanwältin, 2008 Bestellung Steuerberaterin, 2005-2009 Tätigkeit bei der KPMG AG Frankfurt (steuerliche Beratung mittelständischer Unternehmen zuletzt als Manager/Prokuristin), 2010-2017 Partnerin der Kanzlei Weinhardt & Reubelt PartmbB in Bad Neustadt. Seit 04/2017 eigene Kanzlei in Sandberg
    Familienstand/Kinder: verheiratet
    Ehrenämter: Gründungsmitglied und Schriftführerin im Heimatverein Schmalwasser, Kreisvorsitzende Frauen-Union Rhön-Grabfeld, CSU-Ortsvorsitzende Sandberg, Vorsitzende des Christlichen Caritasvereins Sandberg
    Hobbys/Interessen: Lesen, vor allem Krimis
    Lieblingsverein: keine Angabe
    Ihr Vorbild: keine Angabe
    Zwei Mal wöchentlich bequem per E-Mail:
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    Bearbeitet von Gerhard Fischer

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